Fans des VW Golf GTI pilgern jedes Jahr im Mai zum GTI-Treffen am Wörthersee. Doch mit dem Fan-Treffen „GTI Coming Home“ besteht für GTI-Freunde inzwischen eine gute Möglichkeit, um auch zum Ende des Sommers zahlreiche Gleichgesinnte zu treffen. Mehr als 16.000 Fans und Besucher in über 4.000 GTI folgten dazu am vergangenen Wochenende dem Ruf in die Heimatstadt des Golf.

Dort gab es jede Menge Fahrzeuge aus mehr als 40 Jahren GTI-Geschichte zu sehen. VW Classic präsentierte den Fans alle sieben GTI-Generationen auf einen Streich. Dazu zählte übrigens auch der weiße VW-Golf GTI der ersten Generation, mit dem Tom kürzlich für die Auto-Natives in Spanien unterwegs war. Dieser weiße Golf GTI kommt offensichtlich inzwischen ziemlich rum. Denn Volkswagen zeigte das gleiche Fahrzeug zuvor auch bei der Fahrveranstaltung für den up! GTI in Südfrankreich. 

Von Wolfsburg zum Pikes Peak und zurück …

Weitergereist ist auch der originale 1987er-Golf II Pikes Peak Rennwagen, den Volkswagen beim zweiten GTI Coming Home jetzt in Wolfsburg ausstellte. Wo der 650 PS starke Rennwagen die Herzen der Fans im Sturm eroberte. Was angesichts des martialischen Aussehens und der wilden Geschichte des Rennwagens allerdings auch nicht besonders überrascht. Entstanden ist dieser Rennwagen vor gut 30 Jahren für das „Pikes Peak International Hill Climb“.

Grundlage des Rennwagens war ein Golf II GTI 16V, der jedoch „nur“ die Hülle spendete. Denn unter dem Blech sorgten zwei unabhängig voneinander arbeitende Motoren für den Antrieb. Ein Motor trieb die Vorderachse, der andere Motor trieb die Hinterachse an. Allrad-Antrieb mit zwei Motoren, die übrigens beide längs im Fahrzeug sitzen. Kenner wissen, dass der GTI-Motor vorne quer eingebaut ist. Rallye-Profi Jochi Kleint verpasste mit diesem Golf seinerzeit den Sieg beim „Race to the Clouds“ nur knapp.

Die Doppelherz-Legende vom Pikes Peak - der Bi-Motor-Golf von 1987 nach der Restauration.
Die Doppelherz-Legende vom Pikes Peak – der Bi-Motor-Golf von 1987 nach der Restauration – Foto Volkswagen

In diesem Jahr kehrte Volkswagen nach Colorado zurück und holte sich mit dem elektrischen I.D. R Pikes Peak endlich den Sieg. Mit dem ersten rein elektrisch angetriebenen Rennwagen von Volkswagen fuhr am 24. Juni dieses Jahres Romain Dumas in 7:57,148 Minuten den Berg in Colorado hinauf. Womit der Franzose sich übrigens nicht nur die Bestmarke für Elektro-Rennfahrzeuge holte, denn beim berühmtesten Bergrennen der Welt war bisher auch kein Rennwagen mit Verbrennungsmotor schneller im Ziel.

Im Rahmen des GTI-Treffens „GTI Coming Home“ zeigte Volkswagen beide Pikes Peak Rennwagen. Daneben präsentierte der Wolfsburger Autobauer erstmals in Deutschland auch die Studie Golf GTI TCR Concept. Die 290 PS starke und 264 Kilometer pro Stunde schnelle Studie lehnt sich optisch stark an den Golf GTI TCR-Rennwagen an. Das bullige Aussehen der Studie zog in Wolfsburg – wie schon im Mai am Wörtersee – zahlreiche Blicke auf sich.

Ein Tuning Award für alle individualisierten Volkswagen sowie eine Fahrzeugpräsentation rundeten das Programm des GTI-Treffens ab. Schmunzeln musste ich dabei, weil ich auf einigen Facebook-Posts dabei auch Fahrzeuge entdeckte, die Tom bei seiner Moderation des „Youngtimer Vestival“ in Herten auch schon dem Publikum präsentieren durfte. So klein ist die Auto-Welt 🙂

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