In den 1970er-Jahren löste sich Volkswagen (endlich) vom Käfer. Nach dem Passat und dem Golf folgte 1975 mit dem Polo das dritte wassergekühlte Modell. Bis zum 4. Oktober würdigt das AutoMuseum Volkswagen in Wolfsburg den 40. Geburtstag des Kleinwagens.

Mit Unterstützung der VW Polo IG Deutschland e. V. stellt das AutoMuseum Volkswagen daher 21 Polo aus. Serienmodelle, aber auch rare Sportflitzer und Unikate sind dabei zu sehen. Wie schon der erste Passat, der ein Bruder des ersten Audi 80 war, entstand auch der Polo ursprünglich bei Audi.

Bereits Ende 1974 kam der Kleine als Audi 50 auf den Markt. Mit einer für damalige Verhältnisse gehobenen Ausstattung nahm der Audi 50 den Trend zum Luxuskleinwagen um einige Jahrzehnte voraus. Erst im Frühjahr 1975 stellte Volkswagen dem Audi 50 den VW Polo zur Seite.

Polo E80
Polo E80 mit Dreizylinder-Diesel

Der Polo war etwas spartanischer in der Ausstattung – und daher preisgünstiger. Die Ausstellung stellt den Audi 50 einem frühen Serienmodell des Polo der ersten Generation gegenüber, um die Gemeinsamkeiten und auch die Unterschiede zu dokumentieren. Und während Audi bis zur Vorstellung des Audi A1 ab 1978 zunächst keinen Kleinwagen mehr anbot, bietet Volkswagen den Polo bis heute durchgehend an.

Highlights aus vier Jahrzehnten Polo

Die Ausstellung zeigt die Highlights der inzwischen fünf Polo-Generationen. Dabei wird auch das Wachstum deutlich. Denn bei seinem Debüt war der Polo, was die Außenabmessungen betraf, kleiner als der VW Käfer. Doch mit seinem modernen Design bot der Polo von Anfang an mehr Platz als der Klassiker. Daher bewarb Volkswagen den Polo beim Debüt mit dem Slogan „Außen klein. Innen groß.“

Polo G40 Weltrekordfahrzeug
Polo G40 Weltrekordfahrzeug

Inzwischen misst der aktuelle Polo fast vier Meter. Das entspricht den Abmessungen der zweiten Golf-Generation. Die Zeitreise in der Jubiläumsausstellung 40 Jahre Polo führt die Besucher vom ersten Polo bis zum aktuellen Polo WRC R. Dazwischen liegen Meilensteine wie der Polo G40, für den Volkswagen einst einen Markenpokal auf der Rennstrecke ausschrieb, oder einem von Rainer Buchmann veredelten Polo.

Buchmann Polo
Buchmann Polo

Der bekannte Tuner, der in den 1980er-Jahren mit seiner Firma bb Auto immer wieder für Aufsehen sorgte, baute 1982 einen luxuriösen Polo mit digitalem Informationssystem und Alcantara-Sportsitzen von Recaro. Dazu gibt es unter anderem Forschungsfahrzeuge wie einen Diesel-Polo von 1980, dessen Dreizylinder-Dieselmotor mit einem Bendix-Supercharger aufgeladen wurde, oder einen Öko-Polo von 1987 zu sehen.

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