Volvo nimmt bereits seit einiger Zeit Reservierungen für den rein elektrischen Polestar 2 entgegen. Selbst wer diese Möglichkeit nutzte, der wusste bisher nicht, was der Polestar 2 tatsächlich kosten wird. Jetzt ist klar, der Polestar 2 startet in Deutschland mit einem Grundpreis in Höhe von 58.800 Euro.

Volvo wird elektrisch. Bis 2020 bekommen alle Verbrenner der Marke zumindest eine Mild-Hybrid-Unterstützung. Daneben startet Volvo eine eigene Elektro-Marke. Wobei die Schweden auf den Namen ihres bisherigen Haustuners Polestar zurückgreifen. Zum Start des Projekts debütierte 2018 die Hybrid-Studie Polestar 1 auf dem Genfer Auto-Salon. Inzwischen steht der rein batterieelektrische Polestar 2 kurz vor der Markteinführung.

Denn die Produktion des Polestar 2 startet Anfang des kommenden Jahres. In Juni 2020 kommen die Fahrzeuge dann zu den Kunden. Bereits jetzt ist es möglich, sich seinen Polestar 2 auf der speziell eingerichteten Webseite polestar.com zu reservieren. Die Reservierung kostet 1.000 Euro. Wobei dieser Betrag als Anzahlung gilt, die Volvo bei Lieferung des Fahrzeugs auf den bisher unbekannten Kaufpreis anrechnet.

Wer sich letztlich gegen den Kauf entscheidet, der bekommt die 1.000 Euro übrigens wieder. Trotzdem war die Reservierung eine Wette mit Unbekannten. Denn einen verbindlichen Preis für den Polestar 2 gab es bisher nicht. Erst jetzt gab Volvo bekannt, dass der Einstiegspreis des Polestar 2 bei 58.800 Euro liegt. Wobei der Preis alle in den ersten drei Jahren anfallenden routinemäßigen Wartungs- und Service-Leistungen enthält.

Der Polestar 2 ist eine Mittelklasse-Limousine!

Volvo versteht sich auch unter dem Label Polestar als Premiumanbieter. Daher konkurriert der Polestar 2 eher mit dem Tesla Modell 3 als mit dem (kompakten) VW ID.3. Das unterstreichen auch die Leistung der Limousine, die Volvo mit 408 PS (300 kW) angibt, sowie die 78-kWh-Batterie. Denn der elektrische VW leistet „nur“ 204 PS (150 kW). Das Grundmodell des Tesla Modell 3 liegt mit einer Systemleistung von 258 PS (190 kW) ebenfalls unter Schweden.

Wobei der amerikanische Autobauer auch ein Tesla Modell 3 Long Range AWD mit rund 460 PS (340 kW) Systemleistung anbietet. Diese Modell-3-Variante liegt bei der Batteriekapazität mit 75 kWh auf dem Niveau des ersten Elektro-Polestar. Bei Volkswagen bedarf es ebenfalls der Spitzenversion „ProS“, um mit 77 kWh-Batterie-Kapazität mit dem Schweden gleichzuziehen. Der Vergleich mit diesen beiden Wettbewerbern unterstreicht, dass der Polestar 2 ein attraktives Angebot ist.

Vertrieb der Marke Polestar erfolgt in den Polestar Spaces
Der Vertrieb der Marke Polestar erfolgt in den Polestar Spaces. 50 dieser Ausstellungsräume will Volvo zbis Ende 2020 weltweit eröffnen. (Foto: Volvo)

Zwar liegt der VW ID.3 ProS preislich bei rund 45.000 Euro. Der VW gehört allerdings zur Kompaktklasse. Damit spricht der erste Stromer von VW andere Kunden als Volvo mit dem Polestar 2 an. Das besser mit dem Schweden vergleichbares Tesla Modell 3 Long Range AWD steht mit 56.800 Euro in den Preislisten. Auch das liegt preislich unter dem Elektro-Volvo. Tesla erreicht jedoch bei der Qualitätsanmutung und in der Regel auch der Verarbeitung nicht das Niveau der etablierten Autobauer.

Innenraum kann Volvo bisher besser!

Die von uns getesteten Volvo glänzten ausnahmslos mit einem hochwertigen Innenraum und einer guten Qualität der Verarbeitung. Diesen Markenkern bewahrt der schwedische Autobauer, der zur Zhejiang GeelyHolding aus China gehört, auch bei seiner Elektro-Marke Polestar. Zudem glänzt das „Einführungsmodell“ mit einer umfangreichen Serienausstattung. Denn bei den Erstkäufern des Polestar 2 legt Volvo jetzt das sogenannte Pilot- und das sogenannte Plus-Paket in einer sogenannten Einführungsversion hinzu.

Damit ziehen folgende Extras in den Polestar 2 ein:

Pilot-Paket:

  • Pilot Assist
  • Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage
  • Blind Spot Information System mit Lenkunterstützung
  • Cross Traffic Alert mit Bremseingriff
  • Heckaufprallabschwächung
  • Kollisionsvermeidung mit Brems- und Lenkeingriff
  • Run-off Road Mitigation
  • Frontkollisionswarner
  • Spurhalteassistent
  • Verkehrszeichenerkennung
  • Geschwindigkeitsbegrenzer
  • Driver Alert 
  • 360-Grad-Kamera mit Einparksensoren

Plus-Paket:

  • Panorama-Glasdach mit beleuchtetem Polestar Symbol 
  • Pixel-Scheinwerfer mit Willkommenssequenz
  • LED-Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht
  • Scheinwerfer-Hochdruckreinigungsanlage
  • Beheizte Wischerblätter
  • Beheiztes Lenkrad und Rücksitze (Sitzheizung vorne ist serienmäßig)
  • Elektrisch einstellbare Rückenlehnen vorne
  • Mechanische Einstellung der Beinauflage
  • Gepäcknetze an den Lehnen der Vordersitze
  • Ambientebeleuchtung innen
  • Harman Kardon Premium Soundsystem
  • Zusätzlicher USB-Anschluss hinten
  • Induktive Lademöglichkeit für Smartphones
  • Bodenklappe hinten mit Taschenhalter

Eine Abkehr vom Altbekannten ist übrigens der Vertrieb der Polestar-Fahrzeuge. Denn im Rahmen eines digitalen Vertriebsmodells verkauft Volvo die Fahrzeuge der Submarke Polestar ausschließlich online. Damit steigt auch Volvo offiziell in den Direktverkauf ein. En örtlicher Händler kommt in diesem Absatzmodell nicht mehr vor. Denn in den speziellen Polestar Spaces können sich Interessenten die Fahrzeuge zwar ansehen, nicht jedoch klassisch ordern. Der Bestellprozess erfolgt immer online. Noch in diesem Jahr eröffnet in Oslo der erste Polestar Space. Bis Ende 2020 plant Volvo dann die Eröffnung von weltweit insgesamt 50 dieser Showrooms.

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