Im Januar verkündete Verkehrsminister Alexander Dobrindt in seinem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ seine Pläne zur Einrichtung einer Teststrecke für selbstfahrende Autos. Jetzt gab das Verkehrsministerium weitere Details zu diesem Vorhaben bekannt.

Nach den Plänen des Verkehrsministeriums soll ein Teil der A9 in Bayern Testfeld für selbstfahrende Autos werden. Das Verkehrsministerium habe diese Strecke ausgewählt, weil die A9 eine stark befahrene Autobahn sei. Gleichzeitig verfüge diese Autobahn über Abschnitte mit modernen Verkehrssteuerungsanlagen. So die offizielle Begründung des Verkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage im Bundestag.

Meine Ablehnung des autonomen Fahrens habe ich schon mehrfach formuliert. Und auch bei diesem Vorhaben des Verkehrsministers stört mich einiges. Denn schon der Begriff „Teststrecke“ führt in die Irre. Das klingt nach einer isolierten Einheit. Stattdessen geht es darum, dass die Industrie selbstfahrende Autos im öffentlichen Verkehr testen kann.

Damit sind alle, die gerade zufällig zum gleichen Zeitpunkt wie ein Testfahrzeug auf der A9 unterwegs sind, Teil des Versuchs. In meinen Augen ein schwacher Trost, dass die Bundesregierung mit Warntafeln auf laufende Versuche hinweisen will.

Interessant ist auch die Streckenauswahl!

Die „Teststrecke“ liegt in Bayern. Dort stammt auch der CSU-Politiker Alexander Dobrindt her. Zudem haben Audi und BMW ihren Sitz in Bayern. Besonders Audi setzt ja sehr stark auf das Thema des Autonomen Fahrens. Wie praktisch, dass die A9 an Ingolstadt vorbeiführt. Klingt als ob die Politik auf die Wirtschaft Rücksicht nimmt.

Trotzdem ist die Streckenauswahl problematisch. Denn auch das Land Baden-Württemberg möchte gern einen Autobahnabschnitt als Teststrecke aus. Diese Pläne weist das Verkehrsministerium jedoch zurück. Die Ausweisung einer zweiten Teststrecke sei derzeit nicht beabsichtigt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

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