Alpine ist eine Name, der unter Sportwagenfreunden bis heute einen guten Ruf hat. Die von Jean Rédélé gebauten Sportwagen mit viel Renault-Technik setzten bis in die 1970er-Jahre neue Akzente im Rallye-Sport. Doch oft vergessen wird, dass die Rennwagen aus Dieppe schon unter Jean Rédélé auch auf der Rundstrecke zu Hause waren.

Typisch Franzose nimmt Rédélé die 24 Stunden von Le Mans ins Visier. Bereits 1962 entwarf der Lotus-Techniker Len Terry für Alpine einen passenden Sportprototypen. Zusammen mit Bernard Boyer machte Jean Rédélé aus diesem Entwurf den M63. Ihm folgte der A210, der von 1966 bis 1969 in Le Mans mehrere Klassensiege feiern konnte.

Grundlage der Rennwagen war dabei immer der 1,5-Liter große Gordini-Motor. Um um den Gesamtsieg kämpfen zu können, musste ein anderer Motor her. Als Gordini aus zwei der bewährten Vierzylinder-Motoren einen V8-Motor machte, baute Rédélé dafür den A220. Doch der drei Liter große V8-Motor erwies sich als nicht haltbar genug und der A220 blieb eine Randnotiz.

Renault Alpine A442B
Renault Alpine A442B – Le Mans Sieger 1978 mit Didier Pironi und Jean-Pierre Jaussaud

Ab 1970 konzentriere sich Alpine auf die Rallye-Einsätze. Erst als Renault die Mehrheit des Unternehmens übernahm, kehrte Alpine auf die Rundstrecke und nach Le Mans zurück. Mit dem Alpine A442 gelang 1978 der ersehnte Erfolg in Le Mans. Jean-Pierre Jaussaud und Didier Pironi gewannen das Rennen.

Als sich Renault auf die Formel 1 konzentrierte, wurde es ruhig um die Marke Alpine. Doch inzwischen plant Renault in Zusammenarbeit mit dem malaysischen Unternehmer Tony Fernandes ein Comeback der Marke. Zur Einstimmung auf diese Rückkehr trat vor zwei Wochen in Le Mans ein LMP2 (Le Mans Prototyp 2) des Signatech-Teams als Alpine A450 an.

Im Moment ist die Alpine A450 eine Mogelpackung

Denn der Alpine A450 ist nicht anderes als ein umlackierter Oreca-Nissan. Doch hier ist der Weg das Ziel. Phillipe Sinault, Chef von Signatech Alpine brachte es in Le Mans auf den Punkt: „Das Publikumsinteresse ist schon riesengroß. Unser erstes Ziel, die Marke Alpine erneut in den Herzen und im Bewusstsein der Menschen zu verankern, haben wir bereits erreicht.“


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:

In der Sportwagen-Weltmeisterschaft tritt das Team Signatech unter dem Namen Alpine an. der Signatech Rennwagen heißt deshalb A450, hat jedoch mit Alpine sonst nur wenig gemeinsam.

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

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