Audi lackiert zum Heimrennen an der Noris einen Audi RS 5 DTM um. Schöne Aktion von Audi, die an den Audi V8 als ersten DTM-Boliden von Audi erinnert.

In acht Tagen tritt die DTM am Norisring an. Wir haben hier im Auto-Blog für echte Auto-Natives in diesem Jahr schon ein mehrfach auf das Rennen in Nürnberg hingewiesen. Zuletzt auf den Auftritt der historischen Formel Vau im Rahmenprogramm des Wochenendes. Doch auch das die Hauptrennen der DTM hält in diesem Jahr ein Schmankerl für Freunde des historischen Motorsports bereit. Denn Audi bringt den Audi RS 5 DTM von Mattias Ekström in einer Lackierung zum Norisring, die an die erfolgreichen Tage des Audi V8 in Europas wichtigster Tourenwagen-Meisterschaft erinnert.

Vor 25 Jahren treten in der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft Autos an, die zumindest im Kern mit ihren Seriengeschwistern verwandt sind. Aber BMW und Mercedes legen im Wettbewerb regelmäßig Evolutionsmodelle ihrer Mittelklasse-Sportler M3 und 190 2.5 16 auf. Damit verwandeln sie die DTM, die 1984 als Meisterschaft der Tuner und Privatteams startete, in kurzer Zeit eine Hersteller-Meisterschaft.

Das lockt auch Audi in den Ring

1990 wechseln die Ingolstädter aus der amerikanischen IMSA-GTO-Serie in die DTM. Dort ist Audi als dritter Hersteller willkommen. Denn Ende 1989 stieg Ford aus der Szene aus. In Köln reagierte man darauf, dass die Oberste Nationale Sportkommission (ONS) Turbomotoren zu Saison 1991 aus der DTM verbannte. An einem Saugmotor wie die Konkurrenten hatte Ford damals kein Interesse.

Doch während BMW und Mercedes beide mit 2,5 Liter Hubraum und vier Zylindern antreten, vertraut Audi auf seinen V8 mit 3,6 Liter Hubraum und Allradantrieb. Mit dem modernen Vollaluminium-Achtzylinder verfügt Audi über einen Leistungsvorteil von mindestens 100 PS. Dazu verfügt der V8 dank Allrad über mehr Traktion als die heckgetriebenen Wettbewerber.

Beides zusammen sorgt schließlich dafür, dass Audi 1990 und 1991 zur Meisterschaft fährt. 1990 geht der Titel an Hans-Joachim Stuck. Der Lange gewinnt am letzten Rennwochenende des Jahres in Hockenheim beide Läufe und verweist damit Johnny Cecotto im BMW auf den zweiten Platz. Ein Jahr später folgt Frank Biela. Auch Biela kann sich den Titel erst im letzten Saisonrennen sichern. Im Regen von Hockenheim ist gehen die Audi kein Kraut gewachsen. Die vier Werkswagen von Audi fahren mit einem Vorsprung von mehr als 50 Sekunden vor dem Rest des Felds auf den ersten vier Plätzen ins Ziel.

1992 folgt der Ausstieg in der Mitte der Saison

Die ONS, der Vorläufer des heutigen DMSB, erhöht 1992 das Basisgewicht der Audi. Audi reagiert mit einer veränderten Kurbelwelle. Statt wie in der Serie mit 90° Hubzapfenversatz bekommt der Rennwagen 180°. Das sei nicht im Sinne der Regeln, schreien die Kritiker auf. Und erhalten schließlich von den Regelhütern Recht. Die ONS erklärt die geänderte Kurbelwelle für illegal.

Audi sieht das anders und steigt nach sechs der zwölf geplanten Wochenenden vorzeitig aus der Meisterschaft aus. Ausrechnet am Norisring tritt kein Audi mehr an. 2015 bringt Audi zumindest die damals übliche Lackierung zurück nach Nürnberg. Der Audi RS 5 DTM von Mattias Ekström tritt 2015 im Stil des legendären Audi V8 DTM beklebt an der Noris an.

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