Historischer Motorsport

Endlich geht es wieder los! AvD Oldtimer Grand Prix 2009

Rund geht’s endlich wieder. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn an der Grand-Prix-Strecke und auf der Nordschleife des Nürburgrings trifft sich zum 37. Mal die Crème de la Crème des historischen Motorsports. Rund 65.000 Besucher erwartet der AvD Oldtimer Grand-Prix, der vom 7. bis zum 9. August die Eifelwälder wieder gehörig in Schwingungen bringen wird.

Aus teils natürlich verständlichen Gründen sperren große Motosportveranstaltungen ihre Zuschauer oftmals aus. Dem Fan bleibt der Blick von der Tribüne oder durch den Fangzaun auf die Strecke, die Wagen und die Fahrer. Die Boxen sind hermetisch abgeriegelt, mit Sichtblenden versehen, wirken von außen wie ein Hochsicherheitstrackt.

Das war beim AvD Oldtimer-Grand-Prix schon immer anders. Er war immer hautnah. Jeder Besucher kann sich ungehindert in den Boxen und auch der Boxengasse bewegen. Die Ohren ganz nah an den Motoren, die Augen ganz nah an seltenen Rennwagen mit atemberaubenden Historien. Die meisten Teilnehmer zeigen sich offen und gesprächsbereit, so dass ein kleiner Schnack mit einem italienischen Mechaniker oder einem britischen Fahrer durchaus möglich ist.

450 Kilogramm, 1.5 Liter Hubraum = Formel 1 1961

Seit seinen Anfängen 1973 hat sich der Oldtimer-Grand-Prix zur größten historischen Motorsportveranstaltung der Welt entwickelt. Und wartet auch 2009 wieder mit einigen interessanten Überraschungen auf. So starten beim AvD Oldtimer-Grand-Prix erstmals seit vielen Jahren an diesem Wochenende wieder Formel-1-Wagen der Baujahr 1961 bis 1965. Aus Sicherheitsgründen wurde zur Saison 1961 der Hubraum der Formel 1 Fahrzeuge von 2,5 auf gerade einmal 1,5 Liter reduziert.

Die Konstrukteure bauten für diese Formel 1 pure Fahrmaschinen. Gerade mal 450 Kilogramm wogen die Formel 1-Fliegengewichte, die am 14. Mai 1961 auf dem Stadtkurs in Monte Carlo ihre Premiere feierten. Das Rennen über 100 Runden lieferte gleich eine Sensation. Es gewann keiner der favorisierten Ferrari mit der charakteristischen Haifisch-Nase, sondern Stirling Moss – in einem privat von Rob Walker eingesetzten Lotus 18-Climax.

Als erster Weltmeister dieser Formel 1 fand der Amerikaner Phil Hill seinen Weg in die Geschichtsbücher. Hill profitierte dabei sicherlich auch vom tödlichen Unfall des deutschen Rennfahrers Wolfgang Graf Berghe von Trips. Der charismatische Adelige führte in der Weltmeisterschafts-Wertung, als er beim Großen Preis von Italien in Monza bei einem furchtbaren Unfall starb. In den Folgejahren prägte der unvergessene Jim Clark diese Ära. Insgesamt 49 Grand Prix wurden mit den 1,5-Liter-Autos ausgetragen. Clark triumphierte in 19 von ihnen.

Nordschleifen-Highlight und Sport-Prototypen

Beim AvD-Historic-Marathon balgen sich erneut 200 historische Tourenwagen und GTs um gute Plätze. 500 Kilometer müssen die Fahrer auf der Nordschleife und einem Teil der Grand-Prix-Strecke zurücklegen. Die meisten Zuschauer werden hierfür wohl auf einen sonnigen Eifelhimmel hoffen, doch es soll ja Fahrer geben, die sich über den einen oder anderen Schauer durchaus freuen würden.

Auch die Sport-Prototypen der Gruppe C und aus der amerikanischen IMSA-Serie erlebten ihre zweite Jugend als Renn-Klassiker erstmals beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix. In diesem Jahr wird es zudem wieder ein Rennen für die faszinierenden spektakulären Zweisitzer vom Schlag eines Porsche 962, Sauber-Mercedes C9 oder Jaguar XJR-9 geben. Das Revival Deutsche Rennsport-Meisterschaft hingegen hat ein kleines Jubiläum, denn die Renn-Tourenwagen, GTs- und Gruppe 5-Fahrzeuge starten in diesem Jahr zu fünften Mal.

Weitere Informationen

Weitere Informationen rund um den 37. AvD-Oldtimer-Grand-Prix finden Sie im Internet unter
http://www.avd-oldtimer-grand-prix.de.

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