„Best Fun Racing“ ist das Motto der British-Car-Trophy. Und Spaß haben die Teilnehmer der kleinen Rennserie allemal, denn sich der zügigen Bewegung des klassichen Minis verschrieben.

"Ich weiß genau, wo ich langsam fahren muss. Ein Freund schneller Kurven war ich noch nie!“Aus dem Mund von Faxe Wassong klingt dieses Bekenntnis wie ein unauflösbarer Widerspruch, denn er ist einer der schnellsten Mini-Fahrer Deutschlands. Zusammen mit dem Düsseldorfer „Mano“Brack und dem nahe des Nürburgrings beheimateten Hans Müller-Deck organisiert und betreut er die British-Car-Trophy und ihre Teilnehmer.

Zum Motorsport kam er allerdings erst recht spät in seiner Laufbahn, denn das Arbeitsamt hatte in den 80er Jahren mit dem Gelsenkirchener zunächst andere Pläne: „Ihr Profil passt perfekt. Sie sollten Damenschneider werden!“Die Schlosser- und Systemtechniklehre war Wassong dann doch lieber. Zum Glück, denn wenn er heute bis zu beiden Ellebogen in den Motoren seiner Minis steckt, dann ist offensichtlich, dass auch das Amt sich mal gewaltig irren kann. Denn sein Herz schlägt für ein kleines Auto, dessen bahnbrechendes Konzept sich seit seinem ersten Baujahr 1959 bis zur Produktionseinstellung im Jahre 2000 kaum verändert hat.

Der Mini ist sein Broterwerb, sein Hobby und seine Freizeit. Den Ersten holte er sich 1986 für 500 DM vom Schrottplatz. „Ich habe mich immer irgendwie durchgewurschtelt und schließlich mein Hobby zum Beruf gemacht.“Für einen Neusser Händler reist er nun seid rund zehn Jahren regelmäßig auf die britische Insel, wo nach wie vor die besten und feinsten Teile für den Minis hergestellt werden. Heute ist er so etwas wie ein Alpha-Tier der minifahrenden Gemeinde und sein Ruf als Experte ist unangefochten. „Mano war immer mein Vorbild, denn ich hörte, dass er mit seinem 1000er Mini zahlreiche Bergrennen gewann."

Die Szene der Minifahrer in Deutschland ist klein; über kurz oder lang lernen sich die echten Enthusiasten kennen und so kam es, dass 1999 der Bergrennfahrer Rolf „Mano“Brack den Newbie Faxe Wassong zur Testfahrt auf den Circuit Zolder in Belgien einlud. „Ich wollte gar nicht mehr aufhören und bin Runde um Runde bis zum letzten Tropfen Sprit gefahren.", berichtet Wasson begeistert. Zu dieser Zeit hatten sich schon einige Mini-Fahrer zur „Mini-Racing IG“zusammengefunden, aus der dann schließlich im Jahre 2002 die „British-Car-Trophy“hervorging. Tourenwagen, Gran Tourismen und Sportwagen ausschließlich englischer Herkunft mit einem maximalen Hubraum 1300 ccm sind zugelassen. Seit 2007 startet die „British-Car-Trophy“gemeinsam mit der ABARTH-COPPA-MILLE und der NSU-TT-Trophy als beim Deutscher Motor Sport Bund registrierte „ABN-Gruppe".

Trotz eines gemeinsamen Starterfelds behalten die ehemals drei Serien eine gewisse Eigenständigkeit. Das Starterfeld der „British-Car-Trophy“kann grob in zwei Gruppen eingeteilt werden: Die Gruppe 1 ist den seriennahen Fahrzeugen vorbehalten, die maximal 85 Ps haben dürfen. In der Gruppe 2 starten verbesserte Fahrzeuge, deren Beschränkung fast nur im technisch Machbaren liegt.

Im Fahrerlager geht es sehr freundschaftlich und familär zu. So etwas, wie eine verbissene Hightech-Atmosphäre gibt es dort nicht. Da läßt der Champion der letzten Saison auch mal die Arbeit an seinem Wagen ruhen, wenn ein Neuling technische und moralische Unterstützung braucht.

Wer die schnellen Renner der „British-Car-Trophy“einmal live erleben möchte, der hat dazu auch 2008 wieder reichlich Gelegenheit. Gemeinsam mit der ABN-Gruppe werden die schnellen Britten bei sechs Veranstaltungen zu Gast sein. Im Motopark Oschersleben, auf dem Hockenheimring, auf der
Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings sowie auf dem Circuit Goodyear in Colmar-Berg/Luxemburg und bei Bergrennen in Osnabrück können die Fans die schnellen Renner bewundern. Alle Termine finden Sie in unser aktualisierten Terminübersicht.

 

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