Volkswagen schickt einen Beetle in die Wüste und geht auf Geschwindigkeitsjagd. Am Ende ist der Beetle LSR (Land Speed Record) 328 Kilometer pro Stunde schnell und setzt eine neue Rekordmarke in seiner Klasse.

Geschwindigkeit begeistert mich seit Kindertagen. Schon beim Quartett-Spielen auf dem Schulhof war für mich der Porsche 911 Turbo das „beste“ Auto. Denn der war mit einer Geschwindigkeit von 260 km/h angegeben. Deshalb habe ich im Sommer auch immer fasziniert zum World of Speed Event auf dem Lake Bonneville in Utah herübergeschielt. Denn jedes Jahr im Sommer, wenn der Salzsee im Westen der USA weitestgehend trockenfällt, jagen hier Unverzagte nach neuen Höchstmarken.

Natürlich gibt es auch bei der Jagd nach Geschwindigkeit inzwischen jede Menge Fahrzeugklassen, die das Ganze etwas aufweichen. Wie beim Rekord auf dem Nürburgring kann es am Ende nur einen geben, der der Schnellste ist. Trotzdem sind Nachrichten von der Geschwindigkeitsfront durchaus interessant. Volkswagen hat in diesem Sommer zum Beispiel einen Volkswagen Beetle LSR (Land Speed Record) vorbereitet und in die Wüste geschickt.

Beeile LSR – 550 PS stark und 328 km/h schnell

Der mit einem 2,0-Liter-Turbo-Direkteinspritzer ausgerüstete LSR erreichte über die Distanz von einer Meile mit 328,195 km/h (205,122 mph). Das ist die schnellste, jemals für einen Beetle dokumentierte Geschwindigkeit. Um mit den Extrembedingungen auf dem Salzsee klarzukommen, stattete Volkswagen den Rekordjäger mit speziellen Rädern und Reifen für Fahrten auf Salz aus. Dazu senkte VW die Karosserie des Beetle deutlich ab.

Volkswagen Beetle LSR
Der Volkswagen Beetle LSR – Zum Sicherheitspaket des Renners gehören ein Überrollkäfig, ein Rennsitz samt Fünfpunktgurten sowie ein Feuerlöschsystem. Dazu verfügt der Beetle LSR über zwei Bremsfallschirme, die den Flitzer nach seiner Fahrt abbremsen. (Foto Volkswagen)

Ein Sperrdiffenzial verbessert zusätzlich die Traktion des 550 PS starken und 571 Newtonmeter kräftigen Bettle. Um die Motorleistung des 2,0 Liter-TSI auf dieses Niveau zu heben, waren einige Modifikationen notwendig. Die Techniker verpassten dem Serienblock des Motors unter anderem einen neuen Turbolader, andere Kolben, Nockenwellen und Pleuel. Dazu modifizierten sie den Zylinderkopf des Motors.

2 Kommentare

  1. Stephan Schneider Reply

    Ein Auto mit Charakter und Power.
    Braucht man da noch einen Porsche? Die Form ist uralt und ohne Heckflügel so schnell wie ein F1-Auto. Einfach eine tolle Leistung.

    • Hubert Keller Reply

      F1-Geschwindigkeit? Ok, zumindest geradeaus 🙂 Trotzdem stimme ich Dir zu, toll!

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