Beim Großen Preis von Singapur kehrte Sebastian Vettel endlich in die Erfolgsspur zurück. Wie schon in Montreal fuhr der Heppenheimer als Erster ins Ziel. Doch anders als im Juni durfte Vettel beim heutigen Nachtrennen von Singapur den Sieg behalten. Damit trug sich der Ferrari-Pilot nach 392 Tagen endlich wieder offiziell in die Siegerlisten der Formel 1 ein.

Hinter dem Deutschen fuhren die Jungstars Charles Leclerc und Max Verstappen als Zweiter und Dritter ins Ziel. Damit stand erst das zweite Mal in dieser Saison kein Mercedes-Pilot auf dem Treppchen. Denn zuvor fehlte nur auf dem Hockenheimring ein Silberpfeil unter den ersten Drei. Bei allen anderen Läufen stand immer mindestens ein Pilot aus dem britischen Team des deutschen Autobauers auf dem Podest.

Im heutigen Rennen profitierte Sieger Sebastian Vettel von einem schweren Fehler der Mercedes-Taktiker. Das erfolgsverwöhnte Mercedes-Team ließ Lewis Hamilton zu lange auf der Strecke. Als der Brite endlich stoppte, verlor der aktuelle Weltmeister hinter dem Red Bull von Max Verstappen zurück. Da auf der Strecke in der Hauptstadt des Inselstaats das Überholen fast unmöglich ist, blieb es bis ins Ziel dabei.

Trotz des Siegs gab es bei Ferrari schlechte Stimmung!

Schon der Zieleinlauf gestaltete sich ungewohnt. Denn anders als bei den bisherigen Siegen blieb Sebastian Vettel im Cockpit diesmal ungewöhnlich ruhig. Keine spontanen Jubelschreie, kein ausführlicher Dank ans Team. Gelassen fuhr der Deutsche ins Ziel. Auch das Team hielt sich mit dem Jubel auffällig zurück. Gut möglich, dass für den Einen oder Anderen im Team gerade der falsche Pilot als Sieger ins Ziel fuhr.

Denn Vettel hatte den Platz an der Sonne in der Box erobert. Teamkollege Charles Leclerc verstand die Welt nicht. Der Monegasse schäumte vor Wut. Seiner Meinung nach war er der wahre Sieger dieses Rennens. Ganz kann ich mich dieser Auffassung nicht anschließen. Denn Leclerc hatte die Chance, zum vierfachen Weltmeister aufzuschließen. Schließlich unterbrach das Safety Car dreimal den Fluss des Rennens.

Damit war das Safety Car auch in diesem Jahr beim Großen Preis von Singapur ein Stammgast auf der Strecke. Wie bei allen Rennen, die seit dem Debüt 2008 in Singapur stattfanden. Bei allen drei Neustarts zeigte sich Vettel nervenstark. Der Deutsche nutzte immer wieder geschickt den Vorteil, das Tempo des Felds bestimmen zu dürfen. Weshalb Sebastian Vettel die Taktikschlacht des Rennens am Ende verdient für sich entschied.

Nach vielen ernüchternden Rennen war der heutige Sieg wie ein Befreiungsschlag. Ob der Erfolg ein erster Schritt aus der Krise ist, bleibt abzuwarten. Noch ist die lange Saison 2019 nicht zu Ende. Sechs Rennen bleiben noch. Lewis Hamilton verfügt auch nach dem Rennen in Singapur über einen beruhigenden Vorsprung. Die bisherigen neun Saisonsiege sind eine schwere Hypothek für die Verfolger. Trotzdem können Leclerc die sieben Punkte, die der Monegasse heute verlor, noch sehr schmerzen.

1 Kommentar

  1. Tobi Tobi Tobi Reply

    Jetzt ist Vettel der Held? Vor ein paar Tagen war er doch noch der Versager dem seine Karrieer bald zu Ende geht und jetzt istder Vettel wieder der Megastar. Das ist doch lächerlich!

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