Deutschland liegt weiterhin unter einer dicken Schneedecke. Die Straßen haben Streusalz und die Mitarbeiter der Räumdienste inzwischen überwiegend wieder freigelegt. Doch von einem Wetter, das zum reuelosen Bewegen des Klassikers taugt, sind wir leider immer noch weit entfernt. Gut, dass da am kommenden Wochenende mit der „Bremen Classic Motorshow“ die erste große Oldtimermesse der Saison auf dem Programm steht, um die ärgsten Entzugserscheinungen zu dämpfen.

Zum inzwischen durchaus bewährten Konzept der „Bremen Classic Motorshow“ gehört, sich als Treffpunkt für alle Oldtimer-Enthusiasten darzustellen. Denn hier bieten nicht nur professionelle Händler ihre meist besonders edlen und handverlesenen Schmuckstücke an. Die Messe steht auch privaten Oldtimer-Besitzern als Handelsplatz offen. Und so hat sich in Bremen eine umfangreiche private Fahrzeugbörse fest als Bestandteil der Messe etabliert.

Bisher wurden bereits rund 100 Fahrzeuge für dieses Highlight der „Bremen Classic Motorshow“ angemeldet. Vom Alfa Romeo GTC über Ford Thunderbird oder Porsche 911 bis zu VW Käfer oder Volvo 444 werden zahlreiche Klassiker im Parkhaus des Messegeländes in Bremen zum Verkauf stehen. Parallel dazu können Freunde historischer Motorräder in der Bremen Arena den passenden Untersatz für die nächste Zweiradsaison finden.

Der rote Faden 2010: Italien

Darüber hinaus lädt in Bremen natürlich auch ein umfassender Teilemarkt die Messe-Besucher zum Stöbern ein. Dabei findet sich – mit etwas Glück – sicherlich das eine oder andere lange gesuchte Ersatzteil für den eigenen Klassiker. Zur „Bremen Classic Motorshow“ gehören zudem die Stände der Interessengemeinschaften und Vereine, die im Rahmen der Messe die Möglichkeit nutzen, ihre Begeisterung für Oldtimer mit anderen zu teilen. Dabei eifern die Oldtimer-Clubs um den Preis für die schönste Clubpräsentation. Das Motto 2010 heißt „Dolche Vita und Bella Italia“. Hier dürfte eine Menge Spaß zu erwarten sein und vermutlich der Klassiker „Urlaub in Italien“ an den Ständen erlebbar werden.

Maserati 250F
Der Maserati 250 F gibt auch heute auf
der Rennstrecke noch ein gutes Bild ab.

Einen festen Platz im Portfolio der „Bremen Classic Motorshow“ nimmt der historische Motorsport ein. Denn insbesondere die Exponate der spektakulären Sonderschau „Bella Macchina“, die in der Halle 5 die Herzen der Fans italienischen Autobaus höher schlagen lassen wird, haben vielfach einen engen Bezug zum Motorsport. Dazu gehören zum Beispiel die beiden Siegerwagen der legendären Mille Miglia aus den Jahren 1930 bzw. 1936 und 1937, der Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport und der 8C 2900 A. Ausgestellt werden dort auch zwei der schönsten Rennwagen aller Zeiten: der Alfa Romeo Gran Premio Tipo 159 „Alfetta“ und der Maserati 250 F. Doch sie sind nicht nur hübsch, sie waren auch Meilensteine der Entwicklung des Motorsports. Mit dem Alfa Romeo Tipo 159 sicherte sich  Juan Manuel Fangio 1951 seinen ersten Formel 1 Weltmeisterschaftstitel. Und der Maserati 250F war wohl der langlebigste Formel-1-Wagen der Grand-Prix-Geschichte. Bis 1960 wurde der bereits 1954 vorgestellte Rennwagen bei den Rennen der Formel 1 an den Start gebracht

Freunde des Motorrad-Rennsports können in Bremen eine sehr seltene Ducati Imola 750 bewundern. Der Brite Paul Smart gewann mit dieser Königswellen-Ducati 1972 das erste „200 Meilen Rennen von Imola“. Bis heute haben nur zwei echte Werksrennmaschinen dieses motorsportlichen Urahn der bis heute erfolgreichen Maschinen aus Bologna überlebt.

Doch Italien hat mehr zu bieten als Motorsport

Auch zahlreiche Klassiker mit großen Potential zu einer guten Platzierung in jedem Concours D‘ Elegance – oder sollte man in diesem Fall besser Concorso d´Eleganza sagen – sind in dem Land des Apennin entstanden. Zweifelsfrei so ein Kandidat ist das Lancia Astura Cabriolet mit der Karosserie von Boneschi aus dem Jahr 1938. Nicht umsonst wurde dieser Lancia im vergangenen April in der Villa d´Este prämiert.

Dazu kommen einige interessante Fahrzeuge aus dem Haus Alfa Romeo , das in der kommenden Klassiker-Saison seinen 100. Geburtstag feiern wird. Das Alfa-Werksmuseum unterstützt mit einigen exquisiten Leihgaben die Sonderschau „Bella Macchina“ und wird so in der Oldtimerszene
zum Auftakt des Jubiläumsjahrs sicherlich für einigen Gesprächsstoff sorgen.

Öffnungszeiten der 8. „Bremen Classic Motorshow“

Freitag, 5. Februar bis Sonntag, 7. Februar 2010 jeweils 9 bis 18 Uhr, Eintritt 13,– €
Weitere Informationen auch unter classicmotorshow.de

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