Das Motto der „British Car Trophy“ lautet „best fun racing“. Das beschreibt viel, was die Clubsportplattform für englische Tourenwagen und Sportwagen bis 1300 ccm bietet. Denn seit 2001 steht für die Teilnehmer der British Car Trophy der Spaß an Motorsport und der Technik im Vordergrund. Im Fahrerlager gehört es zum guten Ton, sich tagsüber gegenseitig beim Schrauben zu helfen und abends gemeinsam zu feiern. Trotzdem wird auf der Rennstrecke ernsthafter Motorsport geboten. Damit gehört die BCT seit vielen Jahren bei etablierten Motorsport-Events zu den absoluten Highlights.

Grundsätzlich sind in der „British Car Trophy“ alle englischen Fahrzeuge vom Tourenwagen, über die GTs oder bis zu Sportwagen zugelassen. Doch das Regelement sehr stark auf den Mini ausgerichtet. Denn das Hubraumlimit von 1300 ccm favorisiert die Motoren der A-Serie. Diese finden im klassischen Mini optimale Voraussetzungen für einen Sporteinsatz. Schließlich gewann der Mini zwischen 1964 und 1967 dreimal die Rallye Monte Carlo und gehörte auch auf der Rundstrecke viele Jahre fest zum Inventar. Zahlreiche spätere Formel 1 Piloten, wie der schließlich dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda oder der Schweizer Grand Prix Sieger Clay Regazzoni, bestritten ihre ersten Rennen am Steuer des legendären Briten.

Die Teilnehmer der „British Car Trophy“ streiten sich in zwei Leistungsklassen um die Punkte der Clubsportmeisterschaft. Die seriennahe Gruppe 1 ist ausschließlich den Minis der Baujahre 1992 bis 1996 mit Zentraleinspritzung (SPI) vorbehalten. In der Gruppe 2 dürfen die technischen Grenzen mit sehr wenigen Beschränkungen ausgelotet werden.

Gruppe 1 der seriennahen Fahrzeuge

Zur Saison 2009 etablierte die BCT eine neue seriennahe Gruppe 1. Damit zogen die Verantwortlichen einen Schlussstrich unter das in den vergangenen Jahren immer stärker ausgeprägte Wettrüsten. Sie wählten bei der Neugestaltung des Reglements in vielen Punkten das Class-A-Reglement der britischen Standard Mighty Minis als Vorbild. Dieses eng gefasste Reglement lässt wenig Spielräume für technische Modifikationen und gewährleistet so spannende Rennen mit annähernd identischen Fahrzeugen – bei überschaubaren Kosten.

Im Rahmen der Techno Classica 2009 in Essen stellte die „British Car Trophy“ einen ersten seriennahen Gruppe 1 vor. Basis dieses Fahrzeugs war ein 1992`er Mini Cooper Spi. Dieser wurde mit der notwendigen Sicherheitsausstattung zum Rennwagen „aufgerüstet“. Erbauer Marco Teuscher bezifferte im Gespräch mit AutoNatives.de dem Gesamtaufwand inklusive Anschaffungs- und Zulassungskosten sowie eines großzügigens Austauschs minitypischer Verschleißteile mit rund 6.000,- €. Im Verlauf der Saison 2009 werden weitere seriennahe Fahrzeuge an der Strecke erwartet.

Nach oben fast offen – die Gruppe 2 der „British Car Trophy“

Wer für den Aufbau seines Renners auf andere britische Fahrzeuge zurückgreifen möchte oder seinen Mini über die Möglichkeiten der seriennahen Klasse hinaus verbessern möchte, der kann natürlich auch 2009 in der BCT-Gruppe 2 für verbesserte Fahrzeuge antreten. In dieser Klasse rollen echte Rennwagen mit rund 140 PS und einem Kampfgewicht von rund 550 kg an den Start. Kein Wunder, dass diese Boliden bei den Veranstaltungen der „British Car Trophy“ Rundenzeiten erreichen, die auch einige moderne Rennfahrzeuge in Bedrängnis bringen würden.

Während bisher die Gruppe 2 Fahrzeuge meist auf 10“großen Rädern unterwegs waren, ziehen die Piloten der Gruppe 2 in der jüngsten Vergangenheit immer häufiger auf 13“große Räder. Dies ermöglicht höhere Geschwindigkeiten und verbessert vor allem im Bereich der Reifen die Materialsituation erheblich. Denn moderne Rennreifen für 10“große Felgen sind eigentlich nur noch von einem Hersteller verfügbar. 13“große Rennreifen bieten, da diese zum Beispiel auch in der Formel Renault gefahren werden, mehrere Hersteller an.

„British Car Trophy“ – best fun racing mit geringen Kosten

Die Veranstaltungen der „British Car Trophy“ werden in der Regel unter dem Titel „Kampf der Zwerge“ gemeinsam mit der „ABARTH COPPA MILLE“ und der „NSU-Trophy“ durchgeführt. Der „Kampf der Zwerge“ findet regelmäßig in Oschersleben, Hockenheim sowie am Nürburgring statt. In den vergangenen Jahren war die „British Car Trophy“ zudem bereits in Zolder (Belgien), Zandvoort (Niederlande), Spa-Francorchamps (Belgien), Croix en Ternois (Frankreich) sowie Colmar-Berg (Luxemburg) am Start.

British Car Trophy Termine 2009

Die Termine der Saison 2009 finden Sie in unser Saisonvorschau.

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