Ende 1999 galt der Audi A2 als automobiler Aufbruch in die Moderne. Doch die Kunden mieden den kompromisslosen Kleinwagen. So stoppte Audi die Produktion des A2 nach gut fünf Jahren. Jetzt setzt das Buch „Audi A2 – Meilenstein und Kultobjekt“ aus der Edition Audi Tradition dem Kleinwagen ein literarisches Denkmal. Autor Dirk-Michael Conradt erzählt in dem Buch die Geschichte des ungewöhnlichen Kleinwagens.

Als Audi Ende 1999 den Audi A2 präsentierte, waren die Erwartungen hoch. Die Führungsmannschaft rund um Konzernchef Ferdinand Piëch wollte den Ingolstädter Automobilhersteller unterhalb der Mittelklasse etablieren. Gleichwohl ohne bei einem Kleinwagen den Premiumanspruch der Marke aufzugeben. Dabei entstand der wohl technisch hochgestochenste Kleinwagen seiner Zeit.

Schon die Studie war ihrer Zeit voraus

Als Vorboten dieses Kleinwagens präsentierte Audi 1997 in Frankfurt die Studien Al2. Bereits sie erreichten durch die Verwendung durchsichtiger Kunststoffteile und Aluminium und bis dahin in der Kleinwagen-Klasse unbekanntes Raumgefühl. Zwei Jahre später stand das Serienmodell in Frankfurt. Es überführte die Markmale der Studie größtenteils in die Serie. Und auch das Serienmodell zeichnete der umfangreiche Einsatz des teuren Aluminiums für die aerodynamisch ausgefeilte Karosserie und Fahrwerksteile aus.

Audi-Studie AL2 von 1997
Audi-Studie AL2 von 1997 – Foto Audi

Audi beschrieb den A2 als leichtgewichtig und aerodynamisch, somit sparsam im Verbrauch und gleichzeitig variabel im Interieur. Der – heute legendäre – Audi A2 TDI 3L unterstrich diesen Anspruch besonders eindrucksvoll. Denn der 3L war ein Niedrigenergiefahrzeug, dessen Normverbrauch bei 2,99 Litern lag. Damit galt dieser Audi A2 lange als das einzige in Großserie produzierte Dreiliterauto mit fünf Türen.

Doch die aufwendige Technologie machte den Kleinwagen A2 deutlich teurer als alle Kontrahenten. Das futuristische Konzept war seiner Zeit voraus, um vom breiten Käuferpublikum akzeptiert zu werden. Da halfen auch die zahlreichen Design-, Innovations- und Umweltpreise, die der Audi A2 einheimste, nichts. Das kompromisslos auf optimale Windschlüpfrigkeit ausgerichtete Design und vielleicht auch die damals ungewohnten Proportionen polarisierten.

2005 scheiterte der Audi A2

Auch Karla und ich fuhren den Audi A2 vor 15 Jahren nur Probe und blieben unseren damaligen Audi A3 treu. Und so stoppte Audi im Juli 2005 nach nur rund fünf Jahren. Gerade einmal 176.377 Exemplare des Audi A2 entstanden. Nur rund 6.500 davon entfielen übrigens auf den besonders progressiven Audi A2 TDI 3L. Heute betrachten viele den Audi A2 in einem anderen Licht. Denn heute steht der A2 für herausragende technische Innovationen und genießt damit längst Kultstatus.

Kein Wunder, dass die Edition Audi Tradition den Audi A2 jetzt mit einem Buch würdigt. „Audi A2 – Meilenstein und Kultobjekt“ ist im Delius Klasing Verlag erschienen. Es kostet 39,90 Euro.


Das Buch Audi A2 – Meilenstein und Kultobjekt ist im Buchhandel oder bei Amazon (Werbung) erhältlich.


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Buch: Audi A2 – Meilenstein und Kultobjekt

Foto: Audi

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

1 Comment

  1. Ich fand den Audi A2 damals schon schrecklich und kann den heutigen Hype um den A2 nicht verstehen. Die Alu-Karosserie sprengte preislich völlig den Rahmen dessen, was bei Kleinwagen damals zu verkaufen war. Dazu kam, dass das Ding total unpraktisch war. Denn bei Regen wurden die Sitze beim Öffnen der Türen nass. Super Idee, auch wenn viele Kunden ja schon vom Audi 80 AERO kannten 😉

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