Der Traum vom offenen Fahren, das wurde in Deutschland lange ganz eng mit dem VW-Käfer verbunden. Mit dem Käfer Cabrio begründete Volkswagen seine inzwischen mehr als 60 Jahre währende (zivile) Cabrio-Tradition. In Berlin, wo die Wolfsburger das „Automobil Forum Unter den Linden“ betreiben, stellt Europas größter Autohersteller vom 3. Februar bis 4. März 2012 jetzt die Cabriolet-Ikonen des Konzerns aus.

Die Palette der ausgestellten Fahrzeuge reicht vom legendären Käfer Cabriolet, das bereits 1949 in Serie ging, bis zum aktuellen Golf VI Cabriolet. Insgesamt werden in der Ausstellung, die Cabrios aus sieben Jahrzehnten umfasst, 16 Fahrzeuge gezeigt. Dazu kommen exklusive Designskizzen, die in dieser Form bisher nicht der Öffentlichkeit zugänglich waren. Denn um die Fahrzeuge unterschiedlichster Epochen besser vergleichen zu können, um dabei ihr Design zu verstehen und ein Gefühl für ihre Formen zu entwickeln, hat das Team der Volkswagen Designer Cabriolets von gestern und heute in speziellen Zeichnungen vergleichbar gemacht.

Die ausgestellten historischen Volkswagen-Modelle stammen aus den Sammlungen von Volkswagen Classic und der Stiftung AutoMuseum Volkswagen. Sie zeigen eindrucksvoll, warum viele Autofahrer ein Cabrio bis heute schlechthin mit dem Traum vom Fahren gleichsetzen.

Verständlich, denn im Vergleich zum nächtlichen Träumen hat das Cabrio den Vorteil, in der Regel unvergessliche Momente im Hirn zu hinterlassen. Intensiver kann Autofahren auf der Straße vermutlich nur erleben, wer wie Zoë Bell im Film „Death Proof“ des Kult-Regisseurs Quentin Tarantino „Schiffsmast“ auf der Motorhaube eines fahrenden Autos spielt.

Vom Käfer bis zum Golf – und dazu ein paar Prototypen

 Das viersitzige Typ 3 Cabriolet wurde 1961 von Karmann serienreif entwickelt, kurz vor Produktionsstart aber gestoppt

Selbstverständlich ist ein Käfer Cabrio Bestandteil der Ausstellung. Denn der offene Käfer machte von 1949 bis 1980 als erster Volkswagen den Cabrio-Genuss für eine breitere Käuferschicht erschwinglich. Mit 331.847 gebauten Exemplaren avancierte es zu einem Bestseller, der sich weltweiter Nachfrage erfreute und gemeinsam mit dem geschlossenen Bruder zu einem Symbol des deutschen Wirtschaftswunders wurde.

Parallel zum Käfer Cabrio wurde von 1957 bis 1974 mit dem Karmann Ghia Cabriolet Typ 14 ein technisch eng verwandtes Fahrzeug gebaut, das für viele Freunde klassischer Oldtimer bis heute als eines der schönsten offenen Automobile aller Zeiten gilt und deshalb in Berlin ebenfalls nicht fehlen darf. Dazu kommen gleich fünf Exemplare des Golf Cabrios, das – wenn auch in unterschiedlichen Varianten – seit 1979 mehr als 680.000 Käufer fand.

Die Ausstellung bezeugt zudem, dass es immer wieder auch Träume gibt, die unerfüllt bleiben. Da Sie, was Autos betrifft, wenigstens als Prototypen existieren, kann die Ausstellung wenigstens einige dieser Fahrzeuge präsentieren. Sie bietet damit die Gelegenheit, um den Karmann Ghia Cabrio Typ 1, das Cabrio des Typs 34, sowie die Cabrio-Versionen der VW-Modelle 1500 und 411 einmal genau unter die Lupe zu nehmen.

Details zur Ausstellung: „Cabrio. Der Traum vom offenen Fahren“

Die Ausstellung kann vom 3. Februar bis 4. März 2012 im Automobil Forum Unter den Linden – Unter den Linden 21 (Ecke Friedrichstraße), Berlin-Mitte – besucht werden. Sie ist täglich 10.00 – 20.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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