In dem siebten Teil unserer Serie „Formel-1-Legenden“ stellen wir Ihnen Dan Gurney vor. Denn der Kalifornier konnte 1962 beim Grand Prix von Frankreich den bisher einzigen Porsche-Sieg der Formel-1-Geschichte erringen. Daneben verdanken wir dem großen Amerikaner auch ein bekanntes Siegeszeremoniell.

Daniel Sexton Gurney wurde am 13. April 1931 in Port Jefferson, USA als Sohn eines Opernsängers geboren. Nach dem Ende seiner Militärzeit, Gurney diente im Koreakrieg, begann er 1955 mit einem Triumph TR2 seine Karriere als Rennfahrer. Nur drei Jahre später startete er erstmals in Le Mans. Ab 1959 gehörte Gurney zum exklusiven Club der Grand Prix Piloten.

Zunächst war Gurney ein Jahr bei Enzo Ferrari unter Vertrag. Über die Zwischenstation BRM wechselte der Amerikaner zu Porsche. Als Teamkollege des Schweden Joakim Bonnier holte sich Gurney 1961 immerhin drei zweite Plätze. Ein Jahr später konnte Gurney die bisher einzigen Formel-1-Siege der Firma Porsche sichern.

Wiederholungstäter in Rouen

Zunächst siegte er auf der Straßenstrecke von Rouen beim Großen Preis von Frankreich. Eine Woche später holte Gurney auf der Stuttgarter Solitude einen weiteren Sieg. Auch wenn dieses Rennen nicht zur Formel-1-Weltmeisterschaft zählte, waren hier starke Konkurrenten wie Jim Clark oder Gerhard Mitter am Start. Trotzdem zog sich Porsche kurze Zeit später aus der Formel 1 zurück. Dan Gurney wechselte zum neuen Team von Jack Brabham. In Rouen sorgte der US-Boy 1964 für den ersten Sieg eines Brabham-Formel-1-Rennwagens.

Parallel zu seiner Tätigkeit als Formel-1-Pilot betrieb Gurney zusammen mit Carroll Shelby ab 1962 das Sportwagenteam „All-American Racers“. Nachdem sie in den ersten Jahren überwiegend großvolumige amerikanische Sportwagen an den Start brachten, wurde ab 1965 ein eigener Rennwagen, der „AAR Eagle“ für das Indianapolis 500 und die Formel 1 entwickelt. Für die Formel-1-Einsätze wurde der elegante dunkelblaue Bolide bald mit einem V12-Motor von Weslake bestückt, wodurch das AAR nun als „Anglo-American Racers“ interpretiert wurde. Beim Großen Preis von Belgien in Spa führte Dan Gurney 1967 seinen Eagle um Sieg. Doch nicht nur diese Erfolge haben Dan Gurney zur Legende gemacht.

Wußten Sie, dass wir Dan Gurney die Beule im Dach des Ford GT 40 verdanken?

Mit dieser Beule machte Ford dem langen Gurney das Sitzen in dem flachen Sportwagen möglich. Gurney dankte – an der Seite A.J. Foyt – mit einem Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans! Zum Ausdruck seiner „überschäumenden Freude“verspritzte Gurney nach dem Rennen den Champagner, der für die Sieger bereitgestellt war.

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