Bisher reduzierte sich die Spannung in der Formel 1 Saison 2014 auf den Wettstreit zwischen den Mercedes-Piloten. Auch beim heutigen Großen Preis von Kanada sah es lange nach einem weiteren Doppelerfolg der Silberpfeile aus. Doch dann schlug die Defekthexe zu.

Beide Mercedes hatten ein Problem mit dem System zur Energierückgewinnung. Das führte zu einem Überhitzen der Bremsen. Nach dem Defekt mussten diese die gesamte Bewegungsenergie in Wärme umwandeln. Ein Fall, der in der modernen Formel 1 so nicht vorgesehen ist. Die Bremsen sind nicht dafür ausgelegt, alleine zu arbeiten. Eine größere Bremse, die das locker könnte, würde das Gewicht erhöhen, wenn die Energierückgewinnung wie vorgesehen funktioniert.

Der Ausfall offenbarte einen wesentlichen Unterschied in den Cockpits des Mercedes-Werksteams. In vielen Situationen ist Lewis Hamilton kurzfristig der schnellere Fahrer. Aber Rosberg ist schlauer. Denn während Lewis Hamilton mit heißer Bremsen ausfiel, brachte Nico Rosberg seinen Silberpfeil trotz des Defekts ins Ziel

Nico Rosberg fuhr wie ein Weltmeister

Denn fast das halbe Rennen fuhr Rosberg auch ohne volle Motor- und Bremsleistung den Verfolgern im ersten Drittel der Strecke immer ein Stück davon. Im restlichen Teil der schellen Strecke knabberten die Verfolger Runde um Runde etwas vom Vorsprung des Deutschen ab.

Bis zwei Runden vor dem Ende hielt sich Rosberg sogar an der Spitze. Dann schloss Daniel Ricciardo im Red Bull zum Mercedes-Piloten auf und fuhr mit Leichtigkeit vorbei. Womit im siebten Saisonrennen erstmals kein Mercedes als Erster ins Ziel fuhr. Obwohl Mercedes-Pilot Nico Rosberg trotzdem als der ganz große Sieger Canada verlassen haben dürfte.

Glück im Unglück hatte Felipe Massa.

In der Schlussrunde wollte der Brasilianer den Force-India-Piloten Sergio Perez überholen. Der versuchte mit einem leichten Schwenk nach links seine Position zu verteidigen. Dadurch berührten sich die Rennwagen der Streitvögel.

Massas Williams streifte sich das rechte Vorderrad ab, während der Force-India sich nach rechts in die Leitplanken drehte. Massa flog fast ungebremst in die Absperrungen, verpasste dabei Sebastian Vetteln um Haaresbreite. Der Aufprall war hart, sah gefährlich aus. Doch zum Glück konnte Massa seinen völlig zerstörten Rennwagen aus eigener Kraft verlassen.

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