In den 1970er und 1980er-Jahren rasten die Spielzeugautos von Darda durch viele Kinderzimmer. Am Anfang des neuen Jahrtausends wurde es ruhig um die kleinen Flitzer. Jetzt feiert Darda ein Comeback. Wir haben das ausprobiert.

Bereits vor fast drei Jahren schrieben wir hier im Auto-Blog für echte Auto-Natives einmal über das Darda Auto und den Klassiker im Kinderzimmer . Es klang fast wie ein Nachruf. Denn die kleinen Autos mit einem Uhrwerk als Antrieb waren zu dieser Zeit nur noch ein Fall für Sammler. Ganz anders als in unserer Jugend, als fast jedes Kind die kleinen Flitzer kannte. Doch Computer- und Videospiele veränderten die Spielgewohnheiten. 1993 verkaufte Erfinder Helmut Darda seine Patente an ein Unternehmen aus den USA, um sich auf sein Maschinenbau-Unternehmen zu konzentrieren.

Die neuen Eigentümer verlagerten die Produktion der Spielzeugautos nach China und verloren in den kommenden Jahren kontinuierlich Marktanteile an das Konkurrenzprodukt „Hot Wheels“ von Mattel. Nach mehreren Inhaberwechseln feiern die Autos von Darda zusammen mit ihren typischen Kunststoffschienen jetzt ein Comeback. Zum Neustart gibt es sechs Bahnen, die zwischen 27,99 € und 59,99 € kosten. Dazu gibt es insgesamt 35 Rennwagen-Modelle, die zum Preis von 9,99 € auch einzeln erhältlich sind. Im Angebot sind Fahrzeuge von Audi, BMW, Mercedes, Mini, Porsche, Pontiac und vielen anderen Marken.

Darda Loop Master
Darda Loop Master mit dem Audi R8 – TrackMania auf dem Fussboden

Darda ist zurück – das mussten wir ausprobieren!

Als Spielgerät haben wir uns die Bahn „Loop Master“ ausgesucht. Die 6,80 Meter lange Strecke mit zwei hohen Steilkurven kostet im Handel 49,99 Euro. Und sorgte beim Ausprobieren tatsächlich für einen Flashback. Die bunten Kunststoffschienen waren wie eh und je schnell zusammengesteckt. Am Stecksystem der Schienen hat sich wenig geändert. Der Aufbau geht im wahrsten Sinne schnell von der Hand. Bereits nach wenigen Minuten jagte der silberne Audi R8, der zu „unser“ Bahn gehört, durch den Parcours.

Darda Loop Master
Darda Loop Master … rein ins Looping
Dreimal vor- und zurückschieben und die Reise kann losgehen. Ein Überdrehen ist unmöglich. Das Spielprinzip ist genauso genial wie einfach. Der Rennwagen schießt los und beschleunigt – natürlich im Maßstab von 1:60 – in weniger als einer Sekunde auf ein Tempo von 100 Kilometern pro Stunde. Die (skalierte) Höchstgeschwindigkeit liegt bei 960 Kilometern pro Stunde. Das sorgte bei Denny und Mono für etwas Unbehagen.

Den Antrieb des Miniaturflitzers übernimmt der von Helmut Darda entwickelte Uhrwerkmotor. Der 2013 verstorbene Tüftler ersann diesen Motor in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre. Die Idee, einen vor- und rückwärts aufziehbaren Spielzeugmotor zu konstruieren, kam dem Unternehmer als seine Kinder mit antriebslosen Matchbox-Autos spielen. Rund fünf Jahre dauerte es von der Idee bis zu Serienreife. 1970/71 kamen die in Blumberg hergestellten Spielzeugautos von Darda in den Handel.

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