In Paris läuft die „Le Mondial De L’Automobile 2014“. Vielleicht die wichtigste Automesse des Jahres. Denn natürlich präsentieren die Hersteller in der französischen Hauptstadt jede Menge Neuigkeiten. Zumindest sind sie erstmals einem breiteren Publikum direkt zugänglich. Der neue Opel Corsa gehört dazu. Die fünfte Generation des Erfolgsmodells feiert in Paris ihre Weltpremiere.

Wer von den Herstellern regelmäßig das Pressematerial bezieht, beurteilt den Wert der Messe unter Umständen anders. Denn er kennt die Eckdaten der wichtigsten Neuvorstellungen oft schon seit einigen Wochen. Das gilt auch für den neuen Opel Corsa. Bereits vor einigen Wochen stellte Opel selbst erste Fotos des Neuen zur Verfügung. Dabei kokettierten die Rüsselsheimer geschickt mit der sonst üblichen Jagd auf Erlkönige.

Claudia Schiffer und der neue Opel Corsa
Claudia Schiffer und der neue Opel Corsa (Foto: Opel)

Mit der Premiere in Paris wird es ernst. Jetzt ist der Schleier offiziell gelüftet. Wobei Opel Claudia Schiffer bemühte. Das Ex-Modell bei der Premierenfeier aus. Ich hätte Gelegenheit gehabt, beim Lüften des Schleiers dabei zu sein. Doch leider lies mein beruflicher Terminkalender das im Moment nicht zu. Max und ich werden erst in einigen Tagen in Paris sein.

Der Corsa spielt für Opel eine wichtige Rolle.

In 32 Jahren haben die Rüsselsheimer fast 12.000.000 Exemplare des Kleinwagens verkauft. Trotz der anstehenden Ablösung war der bisher aktuelle Corsa noch immer ein sicherer Umsatzbringer für die Opel-Händler. Im ersten Quartal 2014 war der Kleinwagen trotz des angekündigten Nachfolgers das bestverkaufte Opel-Modell.

Der neue Opel Corsa (Foto: Opel)
Der neue Opel Corsa (Foto: Opel)

Deshalb darf es beim neuen Opel Corsa E keine Panne geben! Die Verantwortlichen haben daher nichts dem Zufall überlassen. Haben sich konsequent auf die bewährten Corsa-Werte konzentriert. Das fängt beim Namen an. Anders als beim Agila, dessen Nachfolger Karl heißen wird, bleibt der Corsa einfach der Corsa. Diese Tradition setzt sich optisch fort.

Denn obwohl es sich um ein neues Auto handelt, auf den ersten Blick wirkt der neue Corsa sofort vertraut. Evolution statt Revolution war offensichtlich das Motto der Entwickler. Völlig neu entwickele Opel das Fahrwerk und die Lenkung. Das Ziel war die Verbesserung des Fahrkomforts. Das lässt sich in Paris natürlich nicht nachvollziehen. Wir werden das bei Gelegenheit überprüfen.

Zunächst 90 und 115 PS – später mehr

Auch beim Corsa folgt Opel dem Trend zu kleinen Motoren. Das Standardaggregat hat einen Liter Hubraum und verfügt über Benzindirekteinspritzung und einen Turbolader. Der Motorblock des Drei-Zylinders ist aus Aluminium gefertigt. Zwei Leistungsstufen mit 90 PS und 115 PS sind zunächst verfügbar. Beide Varianten liefern ein Drehmoment von 170 Newtonmetern, das schon bei 1.800 Umdrehungen pro Minuten anliegt. Wer nachfragt bekommt die Antwort, dass das noch nicht das Ende der Leistungsskala sein. Das macht Hoffnung auf eine OPC-Variante oder eine Neuauflage des Corsa GSI.

Ich habe es schon beim Test des Opel Mokka geschrieben, Umdenken erfordert Nachdenken. Opel beweist das auch beim neuen Corsa. Offensichtlich kennt Opel seine Corsa-Kunden, nimmt auf ihre Bedürfnisse Rücksicht. Das sind gute Ansätze, um erfolgreich zu verkaufen. Das hat beim Vorgänger funktioniert. Ich finde beim ersten Blick keinen Grund, der das beim Neuen verhindern sollte.

 

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