Am Mittwoch dieser Woche startet in Essen die Techno Classica. Auf der größten Klassikmesse der Welt feiert der Alfa Romeo 4C seine Deutschland-Premiere. Klassik-Puristen werden anführen, was ein Auto, das erst vor gut einem Monat in Genf seine Weltpremiere feierte, auf einer Oldtimer-Messe soll. Alfa Romeo antwortet darauf auf elegante Art.

Denn die Italiener stellen dem kleinen Sportwagen legendäre Rennfahrzeuge des Hauses zur Seite. Zusammen mit dem neuen Alfa Romeo 4C stehen einige erfolgreiche Rennfahrzeuge der Mailänder Marke im Mittelpunkt des Messeauftritts. Angefangen vom Tipo RL (1923), über die Modelle Alfa Romeo Giulia TZ (1963) und TZ2 (1965) bis zum Tipo 33/2 (1968) und dem 1993er Alfa Romeo V6 TI.

Die Fahrzeuge aus dem Bestand des werkseigenen Alfa Romeo Museo Storico sind mit Bedacht ausgewählt. So erinnert der Tipo RL beispielsweise an den ersten Sieg von Alfa Romeo beim legendären Straßenrennen Targa Florio auf Sizilien. Und er war der erste Träge des Quadrifoglio Verde. Pilot Ugo Sivocci malte das vierblättrige Kleeblatt auf die Motorhaube seines Tipo RL, um mit dem Glücksbringer ein Gegengewicht zur Startnummer 13 zu schaffen.

Alfa Romeo Giulia TZ2 von 1965
Der Alfa Romeo Giulia TZ2 von 1965 vor dem Werkstor von Autodelta (Foto: Alfa Romeo)

Ebenfalls Bestandteil der Ausstellung ist der Alfa Romeo Giulia TZ. Der GT-Sportwagen entstand in Zusammenarbeit mit der von Carlo Chiti gegründeten Firma Autodelta. Alfa Romeo stellt in Essen zwei TZ-Varianten aus. Denn neben dem normalen TZ mit der von Zagato aus Aluminium gefertigten Karosserie von 1963, gab es auch den 1965er TZ2 mit einer Kunststoffkarosserie. Beide zählen zu den erfolgreichsten Sportwagen ihrer Zeit.

Mit dem ebenfalls ausgestellten Tipo 33/2 bestritt Alfa Romeo ab 1968 erfolgreich die Marken-Weltmeisterschaft. Angetrieben von einem Zweiliter-V-Achtzylinder kämpften die Alfa-Piloten zunächst um Klassensiege. Nach dem Umstieg auf einen ebenfalls von Carlo Chiti konstruierten Dreiliter-Boxermotor gewann Alfa in den 1970er-Jahren zweimal den Titel des Marken-Weltmeisters. 1975 mit dem deutschen Willi Kauhsen Racing Team, 1977 mit dem Werksteam Autodelta SpA.

Abgerundet wird die Präsentation der Rennsportfahrzeuge durch den Alfa Romeo V6 TI, der vor 20 Jahren in der DTM erfolgreich war. Mit dem Allrad-Boliden stieg Alfa Romeo Anfang 1993 in die DTM ein. Nicola Larini gewann im ersten Jahr zehn der 20 Rennen und sicherte den Italienern damit den Titel. Unvergessen der Auftritt des Italieners auf der Nordschleife. Obwohl Neuling auf der schwierigen Strecke, fuhr Larini beim letzten Auftritt der DTM in der grünen Hölle zu zwei überlegenen Laufsiegen.

Die Techno Classica wird am Mittwoch, den 10. April mit einem Fachbesuchertag eröffnet. Vom Donnerstag, dem 11. April bis zum Sonntag, den 14. April ist die Messe für das allgemeine Publikum zugänglich.

1 Kommentar

  1. Ich habe mir das heute angesehen. Leider ist der 4C kaum zugänglich. Die Absperrung nimmt die Sicht. Man kann den Wagen weder richtig ansehen noch gescheit fotografieren. Ärgerlich, hatte mich auf den Zollern Eahen gefreut.

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