Kaum zu glauben, aber ist es schon 25 Jahre her, dass der französische Rennfahrer Didier Pironi bei einem Motorboot-Rennen tödlich verunglückte. Ich weiß noch genau, wie ich von der Nachricht hörte. In Zeiten, als das Internet noch nicht erfunden war, hörte man solche Nachrichten meist im Radio oder von Freunden, die die Nachricht vor einem Selbst gehört hatten. Mir erzählte damals Christian, der vor einigen Wochen in Spa so prima Fotos vom Kampf der Zwerge geschossen hat, die traurige Nachricht.

Der ehemalige Ferrari-Pilot gehörte fünf Jahre zuvor zu unseren Favoriten im Kampf um den Formel-1-Weltmeistertitel 1982. Doch ein Unfall beim Training zum Großen Preis von Hockenheim beendete die Ambitionen des Franzosen, den ersten Fahrer-Weltmeister-Titel für die Piloten aus der „Grande Nation“ zu sichern. Statt Didier Pironi wurde Keke Rosberg Weltmeister, was wir damals schrecklich ungerecht fanden. Denn der Finne hatte am Ende der Saison gerade mal einen Saisonsieg auf dem Konto, während Didier Pironi mit zwei Saisonsiegen und viel weniger Rennen nur Vize-Weltmeister wurde.

Angefangen hat die Formel-1-Karriere des Franzosen übrigens nicht bei Ferrari, sondern 1978 im Team des Holzhändlers Ken Tyrrell. Tyrrell hatte das Talent des jungen Pironi erkannt und sicherlich auch nichts gegen die finanzielle Unterstützung des Mineralölherstellers Elf einzuwenden, der Pironi seit dem Gewinn des „Volant Elf“ 1973 unterstütze. Die Auftaktsaison geriert zum Lehrjahr, das Pironi immerhin mit sieben WM-Punkten auf dem 15. Gesamtrang abschloss. Doch Teamkollege Patrick Depailler konnte satte 34 Punkte sammeln und in Monaco sogar gewinnen.

Tyrrell 009
Tyrrell 009, den 1979 Didier Pironi gefahren ist.

Ein Jahr später, in der zweiten Saison für Tyrrell, schloss Pironi die Saison mit dem Tyrrell 009, den ich hier als Titelbild ausgewählt habe, als bester Tyrrell-Fahrer ab. Dabei hatte er die Teamkollegen Jean-Pierre Jarier, Geoff Lees und Derek Daly meist klar im Griff. Es folgte der Wechsel zu Ligier, von wo es Pironi nach nur einem Jahr zu Ferrari weiterzog. Im Ferrari-Team stieg Didier Pironi endgültig zum Formel-1-Superstar seiner Zeit auf. Bis der Regen von Hockenheim 1982 seine Karriere zerstörte. Fünf Jahre später, vor inzwischen 25 Jahren, starb Didier Pironi bei einem Motorboot-Rennen vor der britischen Küste.

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