Schon in den 1980er-Jahren tauchten regelmäßig Ideen für neue Kleinwagen auf. Stadtwagen-Konzepte standen auf Messen oder füllten die Seiten der Fachpresse. Doch der Autoindustrie zum Bau fehlte lange der Mut. In den 1990er-Jahren wurde aus dem Swatch-Auto der Smart.

Seit 1998 bietet Daimler den knuffigen Kleinwagen an. Heute stellten die Schwaben in Berlin die dritte Generation des Smart vor. Wie bisher ist der der neue fortwo ein heckgetriebener, zweisitziger Kleinstwagen. Anders als die Vorgänger entsteht der Neue in Kooperation mit Renault. Daimler entschied sich zu diesem Schritt, um einen neuen viersitzigen Smart richtig Smart sein zu lassen.

Dem ersten Versuch eines Smart-Viersitzers hing der Makel an, er sei ein Mitsubishi Colt mit übergestülpter Tridion-Sicherheitszelle. Nur mit großen Nachlässen war der forfour vor rund zehn Jahren zu verkaufen. Nach zwei Jahren zog der Daimler-Vorstand vorzeitig den Stecker und beendete das Experiment. Mit der heute vorgestellten dritten Smart-Generation wagt Daimler einen Neuanfang.

Die Smart-Familie ist in Zukunft modular aufgebaut. Der neue Smart fortwo und der neue Smart fourfour basieren auf einer Plattform. Durch die Kooperation mit Renault steigen die Stückzahlen zusätzlich. Der neue Renault Twingo ist ein automobiler Halbbruder der beiden Smart. Trotzdem bleibt es bei dem Anspruch, die besten Stadtautos der Welt zu bauen. Ab sofort entscheiden die Kunden, ob die Stuttgarter mit dem neuen Smart den Anspruch erfolgreich umsetzen konnten.

Gute Anlagen hat der neue Smart

Die zweite Generation war eine sanfte Überarbeitung des Urmodells. Das Design des Neuen ist eine Revolution. „Boxiger“ und damit knuffiger wirkt der neue Smart. Die Gestaltung der dritten Generation des neuen Smart löst sich deutlich von den Vorgängern.

Unverändert ist die Fahrzeuglänge des fortwo. Sie beträgt weiter 2,69 Meter. Der Smart forfour ist mit 3,49 Metern deutlich länger als der kleine Bruder. Für Raumgewinn sorgt ein Zuwachs von zehn Zentimetern in der Breite. Beide neuen Smart sind jetzt 1,66 Meter breit.

Trotzdem konnten die Entwickler den Wendekreis des fortwo von Wand zu Wand auf 7,30 Meter drücken. Bisher benötigte der Smart 8,75 Meter. Offensichtlich hat Mercedes nicht gefallen, dass der Smart in dieser typischen Stadtprüfung im Test von Kollegen mit Zollstock gegen den Toyota IQ verlor. Der neue forfour erreicht den für seine Länge respektablen Wert von 8,95 Metern.

Den Antrieb der Smart-Familien übernehmen Dreizylinder-Motoren mit 45 kW/60 PS, 52 kW/71 PS und 66 kW/90 PS. Wobei der Basismotor mit 60 PS erst wenige Monate nach der Markteinführung verfügbar ist. Die Kraftübertragung erfolgt entweder über ein Fünfgang-Schaltgetriebe oder die Doppelkupplungs-Automatik twinamic mit sechs Gängen.

Bei der Vorstellung in Berlin betonten die Entwickler die Fortschritte des Fahrwerks. Vielen Autofreunden war der bisherige Smart zu hart. Für die neue Generation verspricht Mercedes einen deutlichen Komfortgewinn. Ich werde mir einen Eindruck verschaffen, wenn der neue Smart bei den Händlern steht.

Was kostet der neue Smart?

Mercedes kündigte an, dass der Preis des neuen smart fortwo dem Preis der aktuellen smart Baureihe entspricht. Der Einstiegspreis des bisherigen fortwo lag mit dem 61PS-Motor bei 10.335 Euro, für die 71PS-Variante waren bisher knapp 13.000 Euro fällig.

Wer sich für den forfour interessiert, muss bei jeweils gleicher Motorisierung einen Aufpreis von rund 600 Euro kalkulieren. Spätestens im November, wenn der neue Smart bei den Mercedes-Händlern stehen wird, wissen wir mehr.

1 Kommentar

  1. Ich finde das Design sehr ansprechend. Der rekordverdächtige Wendekreis ist natürlich auch bemerkenswert. Über so einen Stadtflitzer sollte man echt mal nachdenken?!

Schreib einen Kommentar

Mit dem Absenden des Kommentars übermittelten Sie uns Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre IP-Adresse, Ihre URL (sofern angegeben) und Ihren Kommentartext. Gleichzeitig stimmen Sie ausdrücklich der Speicherung und der Veröffentlichung des Kommentars zu. Die Veröffentlichung erfolgt ohne E-Mail- und IP-Adresse. Diese Daten dienen dem Schutz vor Missbrauch der Kommentarfunktion (SPAM) und werden anschließend automatisch gelöscht. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen oder die Links zu entfernen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung des Kommentars besteht nicht.