Über John Eldridge und seinen Fiat Mefistofele haben wir hier im Blog bereits vor rund zwei Jahren ausführlich geschrieben. Damals präsentierte FIAT den ungewöhnlichen Rennwagen auf der Techno Classica in Essen. Am kommenden Wochenende gibt es die Möglichkeit, den Mefistofele auch auf der Straße zu erleben.

Fiat bringt den Fiat Mefistofele zur den Classic Days am Schloss Dyck (2. bis 4. August 2013). Nicht nur als Ausstellungsstück, sondern als Teilnehmer an den Demonstrationsfahrten rund um das Wasserschloss in der Nähe von Düsseldorf. Anders als 1924 wird der Fiat Mefistofele dabei sicherlich nicht auf Rekordjagt gehen. Trotzdem wird die Ausfahrt des ursprünglich bereits 1908 gebauten Rennwagens einer der Höhepunkte des Oldtimer-Festivals am Niederrhein sein.

Fiat nutzt die Ausfahrt des Fiat Mefistofele auch, um technischen Fortschritt zu demonstrieren.

Denn in der Ankündigung zum Ausflug des Mefistofele stellt Fiat dem Oldtimer den aktuellen Fiat 500 TwinAir gegenüber. Der Vergleich des 875 Kubikzentimeter kleinen Zweizylinder-Turbomotors mit dem 21,7 Liter großen Sechszylinder-Motor hat einen gewissen Reiz. Denn er dokumentiert in einigen Details auf interessante Art und Weise den technischen Fortschritt.

Ok, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 173 Kilometern pro Stunde ist der Fiat 500 TwinAir heute langsamer als der Fiat Mefistofele es bei seiner Rekordfahrt war. Der ehemalige Rekordhalter erreichte 1924 eine Geschwindigkeit von rund 235 Kilometern pro Stunde.

Doch während der moderne Kleinwagen für jeden km/h Geschwindigkeit nur knapp ein halbes PS benötigt, waren dazu im ehemaligen Rekordjäger fast eineinhalb PS pro km/h notwendig. Für den aktuellen Fiat wird ein Durchschnittsverbrauch von 3,9 Litern für 100 Kilometer angegeben. Mit dieser Benzinmenge kommt der Fiat Mefistofele keine drei Kilometer weit.

Aber das ist alles nebensächlich, wichtig ist – frei nach Adi Preißler – auf der Straße. Und da ist der Fiat Mefistofele beeindruckend. Denn der Brite John Eldridge legte im Juli 1924 mit dem Mefistofele einen „fliegenden Kilometer“ mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 234,98 Kilometern pro Stunde zurück. Auf einer schmalen und unbefestigten Landstraße in der Nähe von Paris!

Im Vergleich zu der Strecke bei Arpajon ist der Rundkurs am Schloss Dyck eine Autobahn. Wer also am kommenden Wochenende das Vergnügen hat, den Fiat Mefistofele auf der Strecke zu bewundern, der sollte einfach mal in seinem Kopfkino die Vorspultaste drücken und sich so in eine andere Zeit versetzten. Viel Spaß dabei!


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Der FIAT Mefistofele Eldridge auf der Techno Classica 2011 in Essen

Der FIAT Mefistofele Eldridge auf der Techno Classica 2011 in Essen

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