Am vergangenen Wochenende hatte Tom das Vergnügen, beim Preis der Stadt Magdeburg in Oschersleben den Kampf der Zwerge im gemeinsamen Rennen mit der HAIGO sowie die Cup und Tourenwagen Trophy als Streckensprecher zu begleiten. Ich nutzte den Ausflug in die Magdeburger Börde, um (endlich) mal wieder ein paar Motorsport-Fotos zu schießen. In dieser Bilder-Galerie haben wir für Euch ein paar Impressionen von der Strecke zusammengestellt. Ausgewählt haben wir Bilder von den Formelfahrzeugen der Formel Easter, aus dem ADMV-Trabant RS-Cup und dem Kampf der Zwerge.

Ich gebe zu, Oschersleben ist nicht gerade eines meiner Traumziele. Von uns aus sind es fast 400 Kilometer auf einer mir abgrundtief verhassten Autobahn. Mit dem Zug, so habe ich am letzten Wochenende erleben müssen, ist es auch nicht entspannter. Das letzte Mal stand ich vor genau zehn Jahren an der Hotelkurve der Motorsportarena Oschersleben und habe geschwitzt. Es war derart heiß, dass mir das Fotografieren fast keinen Spaß mehr gemacht hat. Und das will eine Menge heißen.

Doch als ich am letzten Sonntag Morgen mein Equipment zur Strecke schleppte dämmerte es mir, dass da was war. Diese Kurve hatte mich schon damals in ihren Bann gezogen. Von ihr aus kann ich nämlich drei bis vier Streckenabschnitte gut übersehen und mit Glück das meandernde Kommen und Gehen gleich mehrerer Wagen in ein Foto packen. Es prickelte wieder. Canon hatte mir zudem die Canon EOS 1D X Mark II zum Testen zur Verfügung gestellt. Neben meinem ohnehin schon großen Ehrgeiz, ein paar ordentliche Fotos mit nach Hause zu bringen, spornte mich diese Kamera noch ein bisschen mehr an.

Im Schneidersitz im Kiesbett?

Doch bei allem Ehrgeiz bin ich nicht lebensmüde. Ich habe schon deutlich schnellere Rennen als diese fotografiert und ein paar wirklich heikle Situationen erlebt. Vermutlich käme ich deshalb niemals auf die Idee, mich um eine Leitplanke herum zu schwänzeln und mich mit meiner Kamera im Schneidersitz in ein Kiesbett zu setzen. Aber es gibt Menschen, die tun das für ein Foto. Offenbar stellen sie sich erst gar nicht die lästige Frage, wofür ein Kiesbett da ist? Diejenigen sollten ein einziges Mal einem FIA Fotografen-Briefing lauschen. Sie werden so einen Schwachsinn nie wieder tun. Oder irgendeinem Wagen geht tatsächlich die Strecke aus. Dann hat sich die Sache sowieso erledigt.

 

Wie immer fand ich innerhalb der einzelnen Serien schnell meine Lieblinge. Das ist natürlich einerseits persönlicher Geschmack und andererseits die Fotogenität eines Autos. Manche sind strunz langweilig, selbst dann wenn sie auf zwei Rädern um die Kurve kommen. Andere wiederum sind entweder durch ihre Form oder wahlweise ihre Farbgestaltung höchst spannend. Die Kamera liebt sie einfach und ich kann oft noch nicht einmal genau sagen warum.

Schreib einen Kommentar