Mit der sechsten Generation seiner Transporterreihe beschwört Volkswagen alte Werte. Das Design des T6 folgt der klassischen Bulli-Linie. Dazu gibt es neue Motoren und mehr Komfort. Trotzdem liegt der Einstiegspreis des Neuen unter dem seines Vorgängern.

Vor 65 Jahren reifte Volkswagen mit dem Typ 2 von Käfer-Bauer zum Automobilkonzern. Bis heute entstanden bei Volkswagen rund zwölf Millionen Transporter. Gut zwei Millionen davon entfielen auf den bereits 2003 präsentierten Vorgänger, den die Generation SIX jetzt ablöst. Der Modellwechsel war auch deshalb nötig, weil die bisher in der Transporter-Familie verbauten Motoren nicht die Euro-6-Norm erfüllen.

Motoren im T6: vier Diesel und zwei Benziner

Für den T6 entstanden daher neue TDI-Motoren. Mit Blick auf die „harten“ Anforderungen eines Nutzfahrzeugs stand bei der Entwicklung der Motoren eine besondere Robustheit im Vordergrund. VW bietet das 2.0 Liter große Aggregat in vier Leistungsstufen an. Dazu gibt es noch zwei 150 und 204 PS starke Benziner der Baureihe EA888. Sie erreichen bereits bei moderaten 1.500 U/min ein maximales Drehmoment von 280 beziehungsweise 350 Newtonmetern.

VW T6 MotorenLeistungMotorGetriebeAllradantrieb
Diesel84 PS2.0 TDI5-Gang-Manuellnicht verfügbar
102 PS2.0 TDI5-Gang-Manuellnicht verfügbar
150 PS2.0 TDI6-Gang-Manuell oder 7-Gang-DSG4Motion (optional)
204 PS2.0 BiTDI6-Gang-Manuell oder 7-Gang-DSG4Motion (optional)
Benziner150 PS2.0 TSI6-Gang-Manuell4Motion (optional)
204 PS2.0 TSI7-Gang-DSG4Motion (optional)

Alle Motoren verfügen serienmäßig über ein Start-Stopp-System. Das kommt dem Verbrauch zugute. VW verspricht, dass die Generation T6 durchschnittlich 15% weniger Prozent verbraucht als das Vorgängermodell. Das Motorenhighlight ist der 204 PS starke Diesel. Er verfügt über eine zweistufig geregelte Aufladung. Zwischen 1.400 bis 2.400 U/min stemmt der Vierzylinder damit ein Drehmoment von 450 Newtonmetern auf die Kurbelwelle. Das ist genug Leistung, um erstmals mit einem Diesel-Transporter von VW die Marke von 200 km/h zu knacken.

Und das Design der neuen Volkswagen Transporter?

Alle Generation des VW-Transporters sind Design-Klassiker. Kein Wunder, dass die Designer bei Volkswagen auf Experimente weitestgehend verzichten. Daher sieht die sechste Generation der Fünften extrem ähnlich. Volkswagen spricht davon, dass die neuen Transporter schärfer, präziser und wertiger seien. Dem will ich nicht widersprechen. Schließlich ist mir bewusst, dass der durchschnittliche Parkraum auf Straßen und in Tiefgaragen die Abmessungen eines Transporters beeinflusst. Volkswagen war da bereits mit dem T5 am Anschlag. Das schränkt den Spielraum ein. Daher ist das kantige Design nicht nur ein Markenzeichen, es ist auch eine logische Konsequenz der Gegebenheiten. Es maximiert den Raum im Fahrzeug.

Blick in den Innenraum
Ein Blick in den Innenraum des T6 (Foto: Karla Schwede)

Grundlage der T-Baureihe sind – wie bisher – die Nutzfahrzeuge. Beim geschlossenen Kastenwagen steht in der Grundversion eine 4,3 Quadratmeter große Ladefläche zur Verfügung. Mit dem um 40 Zentimeter verlängerten Radstand sind es sogar satte 5,0 Quadratmeter. Je nach Dachversion (Normdach, Mittelhochdach oder Hochdach) lassen sich zwischen 5,8 und 9,3 Kubikmeter im Innenraum verstauen. Dazu gibt es auch den T6 als Pritsche, Tiefladepritsche oder als Fahrgestell. Und natürlich in den Komfortversionen Multivan und Caravelle, die sich auch an Privatkunden richten.

Was kostet der Einstieg in den T6?

Das ist noch nicht ganz klar. Die Preise sollen sich auf dem Niveau des Vorgänger-Modells oder auch leicht darunter bewegen. Bei einigen Modellen sollen die Preise sogar deutlich unterhalb der vergleichbaren Vorgänger-Versionen liegen. Doch dazu gibt es bisher keine Details. Bisher nennt VW nur einige ausgewählte Einstiegspreise. So kostet der Transporter mit dem 84-PS-TDI 23.035 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Der gleichstarke Multivan Conceptline kostet 29.952 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Zusammengefasst: Die neue Generation der VW Transporter und des VW Multifan wirkt genauso konservativ wie praktisch. Das wird sicherlich Kritiker auf den Plan rufen. Aber VW weiß, dass die Kunden genau diese Merkmale am VW Bus schätzen.


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Der neue VW-Bus ist ganz der Alte.

Der neue VW-Bus ist ganz der Alte (Foto: Karla Schwede)

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

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