Am kommenden Wochenende tritt der Kampf der Zwerge beim Zolder Race Festival an. Der Besuch der Zwerge in Belgien ist eine gute Gelegenheit, um einmal in den Geschichtsbüchern des Motorsports zu blättern. Mit einem interessanten Ergebnis, denn schon kurz nach der Eröffnung des Circuit fand 1963 mit dem „Grand Prix von Limburg“ ein Lauf zur Tourenwagen-Europameisterschaft in Zolder statt, der erstaunlich viele Parallelen zur Gegenwart hatte.

Der Mini: Schon bei Debüt schnell!

Denn das Rennen geriet in der Hubraumklasse bis 1,3 Liter zur Mini-Show. Nicht nur der Sieger Rob Slotemaker sondern auch auf den Plätzen zwei bis vier kamen ausschließlich Austin Mini Cooper S ins Ziel. Bester Nicht-Mini war Wolf-Dieter Mantzel mit einem DKW F12. Dieses Ergebnis erinnert unweigerlich an den Kampf der Zwerge. Denn das Kräfteverhältnis der Rennwagen hat sich bis heute nicht verändert. Der Mini ist auch in der Gegenwart meist der schnellste kleine Tourenwagen bis 1,3 Liter Hubraum.

Beeindruckend ist dabei, welche Zeiten die historischen Mini vorlegen können. Bei den Testfahrten vor einigen Wochen in Spa-Francorchamps lies Steve King im Mini auch den einen oder anderen BMW 2002 hinter sich. Wobei auch dies im Prinzip keine ganz neue Erfahrung ist. Denn bereits 1963 verlor Slotemaker mit seinem vom legendären Mini-Tuner Downton Engineering vorbereiteten Mini in Zolder über 15 Runden nur 6,5 Sekunden auf Peter Nöcker, der im Jaguar Mk II 3.8 das Rennen der großen Fahrzeuge gewann.

Obwohl solche Vergleiche über verschiedene Rennen, auch wenn sie an einem Tag stattfanden, nicht immer ganz fair sind, zeigen diese Zeiten doch eindrucksvoll, welches Niveau die Minis schon vor fast einem halben Jahrhundert hatten. Ein Trend, der sich in den nächsten Jahren verfestigte. Denn auch in den folgenden Jahren blieb der Mini bei den Tourenwagen-EM-Läufen in Zolder in seiner Hubraumklasse das überlegene Fahrzeug. 1964 feierte mit Julien Vernaeve ein Lokalheld den Sieg, dessen Mini vom Londoner Holzhändler Ken Tyrrell eingesetzt wurde.

Ab 1965 lesen sich die Ergebnislisten dann endgültig wie die Ergebnisse beim Kampf der Zwerge. Denn in der Hubraumklasse bis 1 Liter drängten nun – ganz wie heute – die ABARTH-Treter an die Spitze. 1965 gewann Leo Cella in einem Abarth 1000 TC. Der Italiener schlug dabei übrigens Yves Deprez in seinem Morris Mini Cooper S 970, der mit 999 Kubikzentimetern ebenfalls bei den kleinsten Rennwagen starten durfte. Doch bei den 1.300ern gewann erneut ein Mini-Pilot. Dieses Spiel setzte sich in den kommenden Jahren fort. Während die ABARTH die Klasse bis 1 Liter dominierten, fuhren die Mini in der Klasse bis 1,3 Liter Jahr für Jahr zum Sieg.

Und heute? Besuchen Sie das Zolder Race Festival!

Wenn Sie die sportlichen Kleinwagen einmal im heißen Motorsport-Einsatz erleben möchte, haben Sie dazu am kommenden Wochenende in Zolder eine gute Gelegenheit. Im Rahmen des von der Youngtimer Trophy organisierten Zolder Race Festival tritt der Kampf der Zwerge gleich dreimal zu Test- und Einstellfahrten an. Zunächst geht es für die Zwerge beim Zolder Race Festival am Freitag von 15:45 bis 16:15 Uhr sowie von 17:25 bis 17:55 Uhr auf die Strecke. Am Samstag rennt der Kampf der Zwerge beim Zolder Race Festival dann von 14:10 bis 14:40 Uhr, direkt vor dem Rennen zum FHR Langstrecken-Cup.

Neben dem Kampf der Zwerge und dem FHR Langstrecken-Cup treten beim Zolder Race Festival zudem u.a die Youngtimer Trophy, die HTGT sowie der Belgian Historic Cup und die STT an. Weitere Informationen zum Zolder Race Festival finden Sie im Internetauftritt der Youngtimer Trophy.

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