Als ich mit 18 Jahren meinen Führerschein machte, war der Golf GTI mein Traumauto. Ein besonderes Auge hatte ich schon damals auf dem (bis heute) legendären Pirelli-Golf geworfen. Doch irgendwie fand sich damals kein geeignetes Exemplar. So startete ich mit einem normalen Golf in mein Autoleben.

Der VW Golf GTI Clubsport hat einen Grundpreis von 34.500 Euro. Neben der Leistungssteigerung auf 265 PS verfügt der Clubsport auch über ein straffer abgestimmtes Fahrwerk. Zudem überarbeitete VW die Aerodynamik des Fahrzeugs.

Den GTI gab es dann erst etwas später. Denn als ich 1989 Lehrling wurde, habe ich mir natürlich möglichst schnell einen Golf GTI gekauft. Für einen Neuwagen hat es damals noch nicht gereicht. So wurde es ein grüner GTI des Modelljahrs 1986. Wobei das durchaus von Vorteil war, denn damit gab es wenigstens keine Probleme mit der Garantie, als mein Großvater die Leistung des Motors mit zwei Doppelvergasern steigerte.

Offensichtlich ist man sich im Marketing von VW der Faszination des Pirelli bis heute bewusst. Denn zur Präsentation des neuen Golf GTI Clubsport holten die Verantwortlichen auch einen 1983er Pirelli Golf aus dem Museum. Beide GTI haben mehr Gemeinsamkeiten, als man auf den ersten Blick denkt.

Der VW Golf GTI Pirelli war das erste Sondermodell des GTI. Mit ihm schloss Volkswagen das Kapitel GTI im Golf der ersten Generation ab. Auf der IAA 1983 stand der Golf II. Im ersten Golf reichten 112 PS und ein Leergewicht von weniger als einer Tonne für jede Menge Fahrspaß. Das begeisterte auch echte Sportfahrer. Es gab tatsächlich Menschen, die aus purer Begeisterung über den Sportgolf vom Porsche 911 Targa auf den GTI umstiegen.

Golf GTI Pirelli und Golf GTI Clubsport
Golf GTI Pirelli und Golf GTI Clubsport – Foto Volkswagen

Ursprünglich hatte VW nur mit einer Sonderserie von 5.000 Exemplaren geplant. Doch die Nachfrage übertraf alle Erwartungen. Produktionsstart des GTI war Mitte 1976. Ende 1977 rollten schon fast 22.000 GTI auf Deutschlands Straßen. Legendär die Werbung für den GTI, die schon mal darauf hinwies, dass der GTI „auch zum Einkaufen in Schrittgeschwindigkeit ruckfrei zu fahren“ sei. Offensichtlich fürchtete man in Wolfsburg, dass der „Raser-Golf“ die normale Kundschaft verschrecken könne.

Auftritt: Golf GTI Clubsport

Der neue Golf GTI Clubsport würdigt den 40. Geburtstag des Golf Grand Tourismo Injection. Leistungstechnisch liegt der Clubsport mit 265 PS zwischen dem „normalen GTI (220 PS bzw. 230 PS als Performance) und dem Golf R (300 PS und Allradantrieb). Der besondere Clou des Clubsports ist die Overboost-Funktion. Für maximal zehn Sekunden stehen 290 PS zur Verfügung. Und auch das Drehmoment steigt im Boost-Modus von 350 auf 390 Newtonmeter an.

Um den Booster zu aktivieren, reicht eine Kick-down-Bewegung des Gaspedals. Dank dieses Leistungspluses sprintet der VW Golf GTI Clubsport in 5,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 Kilometer pro Stunde. Wer sich für die Version mit Doppelkupplungsgetriebe (Aufpreis 1.950 Euro) entscheidet, wird bei dieser Sprintübung von einer „Launch-Control“ unterstützt. Und ganz sportliche Fahrer können den Clubsport bereits ab Werk auch mit Semi-Slicks ordern.

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