Der Klang des Namens „Goodwood Festival of Speed“ überstraht inzwischen wohl alle anderen Oldtimer-Meetings. Unter dem Motto „Viva Veloce! – The Passion for Speed“ findet an diesem Wochenende die Ausgabe 2010 statt. Und da sich der Gründer des „Goodwood Festival of Speed“ selbst als Alfista bezeichnet, stehen dabei Italien und Alfa Romeo im Mittelpunkt.

Die vom Earl of March und Kinrara („Lord March“) in seinem weitläufigen Schloßpark organisierte Veranstaltung setzt seit Jahren Maßstäbe, an denen sich inzwischen viele andere Veranstaltungen orientieren. Und mit der Souveränität eines Marktführers geht die Mannschaft um Lord March auch das Thema Italien an. Denn das Land auf der Apenninhalbinsel steht ebenso für Marken wie Alfa Romeo, Ferrari oder MV Agusta wie für Rennfahrer wie Alberto Ascari, Tazio Nuvolari oder Giacomo Agostini. Es steht für Strecken wie Monza oder für Veranstaltungen wie die Targa Florio und die Mille Miglia. Schon die Nennung dieser Namen sorgt für eine wohl einzigartige Faszination, die auch entsteht, weil man bis heute den Motorsport in Italien mit Inbrunst und Hingabe zu leben pflegt.

Italien wurde in der Geschichte des Motorsports mehrfach unsterblich. Denn Italien steht bis heute für die Dominanz der Rennwagen von Alfa Romeo und Maserati in den unmittelbaren Nachkriegsjahren. Später sorgten Gilles Villeneuve und Michael Schumacher in ihren Ferrari für neuen Glanz und machten sich damit (nicht nur) in den Herzen der Italiener unsterblich. Abseits der Formel 1 verbindet man mit Italien das Dröhnen der Lancia, die von Sandro Munari, Henri Toivonen oder Juha Kankkunen bewegt, einst die Rallye-Weltmeisterschaft beherschten. Und auch das Sirren der Motorräder von MV Agusta, die in den Händen von Ausnahmekönnern wie John Surtees, Mike Hailwood oder eben Giacomo Agostini einst unzählige Siege und Titel einfuhren.

Das 100. Jubiläum der Marke Alfa Romeo bot nun den geeigneten Anlass, um Italien in den Mittelpunkt des „Goodwood Festival of Speed“ zu rücken. „Alfa Romeo besitzt einen der beneidenswertesten Stammbäume aller Automobilhersteller – und eine Geschichte, die zur Legende wurde. Für mich als Alfista verkörpert sie die Schönheit des Automobils an sich, und ich fühle mich geehrt, dass wir in diesem Jahr zusammen das hundertjährige Bestehen von Alfa Romeo feiern können.“ sagte Lord March, der Gründer des „Goodwood Festival of Speed“ jüngst dazu.

Und als Ehrengast des „Goodwood Festival of Speed“ sind die Mailänder 2010 mit mehr als fünfzig historischen und aktuellen Modellen in der englischen Grafschaft West Sussex vertreten. Zudem werden die Besucher des „Goodwood Festival of Speed“ vor dem Herrenhaus von einer Skulptur des Künstlers Gerry Judah begrüßt. Bestandteil dieser Installation, die unverkennbar vom legendären Kleeblatt-Symbol der Mailänder inspiriert ist, sind der Alfa Romeo 8C Competizione und der Alfa Romeo P2 Grand Prix. Während der Alfa Romeo 8C Competizione die Moderne verkörpert, würdigt der P2 die Geschichte der italienischen Traditionsmarke. Denn der Alfa Romeo P2 Grand Prix gewann 1925 die erste Automobil-Weltmeisterschaft für die damals noch jugendliche Firma. Ein Erfolg, zu dessen Würdigung dem ursprünglichen Alfa Romeo-Markenzeichen seinerzeit ein goldener Lorbeerkranz hinzugefügt wurde.

Doch ein Alfa Romeo muss bewegt werden!

Und so sind mit dem Alfa Romeo 8C 2900 B Le Mans Speciale von 1938, dem Alfa Romeo Gran Premio Tipo B (P3) aus dem Jahr 1932, der Alfa Romeo Gran Premio Tipo 159 „Alfetta“ von 1951 und dem Alfa Romeo 155 V6 TI DTM aus dem Jahr 1993 gleich vier Alfa Romeo Teilnehmer am Goodwood Bergrennen, das ein wichtiger Bestand des „Goodwood Festival of Speed“ ist. Der extrem anspruchsvolle Zwei-Kilometer-Kurs beginnt mit einem Geradeausstück durch den von Bäumen gesäumten südlichen Bereich des Anwesens, bevor sie vor dem prächtigen Herrenhaus scharf abknickt. Über eine gerade, schmale und ansteigende Straße, die zwischen Steinmauern und dichten Wäldern hindurchführt, geht es zur Goodwood-Rennstrecke hoch. Die Strecke weist zwischen Start und Ziel rund 100 Meter Höhenunterschied auf. Sie ist technisch außerordentlich anspruchsvoll und fordert von den beteiligten Piloten ein Höchstmaß an Konzentration. Rekordhalter ist übrigens Nick Heidfeld, der mit 1999 mit einem McLaren-Mercedes MP4/13 in 41,6 Sekunden den Berg erstürmte.

In Ausstellungebereichen würdigt das „Goodwood Festival of Speed“ zudem die 60. Geburtstage der Formel 1 und des Straßenrennens Carrera Panamericana. Ihren 50. Geburtstag darf die RAC-Rallye beim „Goodwood Festival of Speed“ feiern. Weitere Informationen zum „Goodwood Festival of Speed“ gibt es im wunderschönen Internetangebot des Earl of March und Kinrara.

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