An diesem Wochenende findet in Goodwood das Festival of Speed statt. Seit 1993 lädt Lord March zur größten „Motorsport-Gartenparty“ auf das Areal von Goodwood House ein. Das Festival wurde schnell weltweit zum Vorbild für zahlreiche ähnliche Veranstaltungen. Doch während sich die Kopien oft exklusiv an einen Hersteller binden, der dann die Schmuckstücke aus seinem Museum präsentiert, gibt es in Goodwood offensichtlich keine Berührungsängste. Vertreten sind alle wichtigen Hersteller.

Offizieller Partner ist in diesem Jahr McLaren

Die Briten nutzen das Festival, um ihren neuen Supersportwagen McLaren P1 zu präsentieren. Nebenbei feiert McLaren den 50. Firmengeburtstag mit einer Auswahl legendärer CanAm-Rennwagen. Dazu nimmt McLaren mit dem „McLaren MP4-12C GT Can-Am Edition“ am Bergrennen, das während des Festivals auf dem Hügel vor Goodwood House ausgetragen wird, teil.

Porsche stellt den 911 und Le Mans in den Mittelpunkt

Neben McLaren feiert auch Porsche in diesem Jahr einen 50. Geburtstag. Zwar nicht den des Unternehmens, aber den der 911er-Baureihe. In Goodwood präsentieren die Stuttgarter daher alle sieben Generationen des Sportwagenklassikers. Übrigens zusammen mit den Le Mans-Fahrzeugen der Typen Porsche 962, 911 GT1, 935/78 „Moby Dick“ und Porsche 917 Kurzheck. Gefahren werden die Fahrzeuge von Größen wie Walter Röhrl und Hans-Joachim Stuck.

Porsche 935 „Moby Dick“ aus dem Jahr 1978.
Porsche 935 „Moby Dick“ aus dem Jahr 1978. (Foto: Porsche)

Den legendären Porsche 917, der 1970 den ersten Gesamtsieg für Porsche in Le Mans erzielte, holt Porsche nur extrem selten aus dem Museum. In Goodwood werden ihn, wie 1970 in Le Mans, Hans Herrmann und Richard Attwood bewegen. Sich diesen legendären Rennwagen live auf der Strecke anzusehen, ist ein absolutes Muss beim Goodwood das Festival of Speed.

BMW glänzt mit dem Brabham BMW BT52

Auch BMW nutzt das Festival, um sich auf der Insel in Szene zu setzen. Da die Bayern in diesem Jahr den 90. Geburtstag der Motorradproduktion feiern, würdigen sie zunächst die Motorrad-Erfolge des Hauses. Doch auch die BMW-Auto-Auswahl kann sich sehen lassen. Denn während des Festivals lässt BMW den 1999er Le Mans Sieger BMW V12 LMR, ein 1979er BMW M1 Procar und den Brabham BMW BT52 von der Leine.

Für den erfolgreichen Formel-1-Rennwagen, mit dem Nelson Piquet 1983 zum Titel des Fahrerweltmeisters fuhr, ist es der erste Ausflug nach der Restaurierung. Der Rennwagen stand lange Jahre im Foyer des BMW Museums. Die Restauration erwies sich als relativ aufwendig, da nur wenige technische Unterlagen existieren. Der Fahrzeughersteller Brabham existiert nicht mehr. Daher band BMW bei der Restauration heutige Entwicklungsfachabteilungen sowie 1983 involvierte Mechaniker ein.

Das Goodwood Festival of Speed ist der erste offizielle Fahreinsatz des frisch restaurierten Formel-1-Bolidens. In West Sussex wird, wie vor 30 Jahren Nelson Piquet am Steuer des Rennwagens Platz nehmen. Deutschen Motorsport-Fans, die anders als einige Auto Blogger an diesem Wochenende leider nicht nach Goodwood fahren können, bleibt ein Trost. BMW wird den BT52 auch im August bei Oldtimer Grand Prix am Nürburgring ausführen.

Schreib einen Kommentar

Mit dem Absenden des Kommentars übermittelten Sie uns Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre IP-Adresse, Ihre URL (sofern angegeben) und Ihren Kommentartext. Gleichzeitig stimmen Sie ausdrücklich der Speicherung und der Veröffentlichung des Kommentars zu. Die Veröffentlichung erfolgt ohne E-Mail- und IP-Adresse. Diese Daten dienen dem Schutz vor Missbrauch der Kommentarfunktion (SPAM) und werden anschließend automatisch gelöscht. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen oder die Links zu entfernen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung des Kommentars besteht nicht.