Bereits zum 33. Mal richtet der der badische Motorsport Club am kommenden Wochenende, vom 25. bis zum 26. September 2010 die Hockenheim Classics aus. Zusammen mit dem sportlichen Ausrichter, dem Veteranen-Fahrzeug-Verband hat man auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ein familienfreundliches auf die Beine gestellt.

Was eine Handvoll Enthusiasten vor über 30 Jahren begonnen haben, gehört heute für vielseitig interessierte Oldtimerfans zu den ereignisreichen Motorsportevents in Deutschland. Denn wie beim Oldtimer-Festival am Nürburgring decken die Hockenheim Classics die gesamte Breite des historischen Motorsports ab. Auf der Strecke kämpfen – natürlich in getrennten Wertungsläufen – Motorräder und Gespanne sowie Tourenwagen und Formelfahrzeuge um die Positionen. Hinzu kommen Sonderläufe mit Museumsfahrzeugen und Autogrammstunden mit den Rennfahrer-Legenden Hans Herrmann, Roland Asch und Helmut Bross.

Wobei diese ehemaligen Rennsport-Helden natürlich auch auf der Strecke zu bewundern sein werden. Hans Herrmann hat angekündigt, mit dem Porsche 917-Le Mans-Siegerwagen von 1970 aus dem Bestand des Porsche Museum, an den ersten Gesamtsieg des Sportwagenherstellers bei diesem Langstreckenklassiker zu erinnern. Porsche Cup- und DTM-Legende Roland Asch wird einen Porsche 904 GTS – ebenfalls aus dem Bestand des Porsche Museums – bewegen, während Helmut Bross in einem Porsche 924 Carrera GT Prototypen antreten wird. Das Porsche Museums nutzt damit die Gelegenheit zum Ende der historischen Motorsportsaison, nochmals an die große Sportgeschichte der Zuffenhausener zu erinnern.

Unterstützung findet man dabei auch bei den Kollegen des VW-Museums. VW stellt am Hockenheimring einen Formcar von 1964 aus und dokumentiert damit die enge Verbindung der beiden Firmen. Denn der kleine Monoposto wurde von dem damaligen Porsche-Rennleiter Huschke von Hanstein im Auftrag von Ferry Porsche als Bausatz aus den USA importiert und in den Porsche-Werkshallen montiert. Von Hanstein und Porsche gaben damit den Startschuss für die „Formel V“ in Europa. Neben diesem Urvater des Volkswagen-Motorsports stellt das VW-Museum mit dem VW Iltis das Paris-Dakar-Siegerfahrzeug von 1980 sowie den 275 PS starken Golf A59 aus den neunziger Jahren vor. Mit diesem Prototypen auf Basis des Golf 3 wollte VW einst die Rallye-Weltmeisterschaft aufmischen. Doch nach umfangreichen Testfahrten stellte man das Projekt ein.

Doch bei der Hockenheim Classics kommen nicht nur die Fans von Rennsportwagen aus allen Epochen auf ihre Kosten, sondern auch der historischen Motorradfraktion wird eine Menge geboten. Als sportlicher Höhepunkt gelten dabei die Läufe der Deutschen historischen Motorradmeisterschaft. Dazu kommen gleich drei Sonderläufe mit Museumsfahrzeugen. Das Spektrum reicht dabei von einer Norton Manx 500 aus dem Jahr 1954 bis zu einer Werks Aprilia RSV 500 von 1996. Besonders auf Interesse dürfte zudem die Eckert-Werks-Honda RCB 750 stoßen. Mit dieser Maschine kämpfte einst Helmut Dähne beim Motorradrennen Bol d`Or um die Spitzenposition.

Abgerundet wird das vielfältige Programm der Hockenheim Classics durch die Clubtreffen, die wie in den Vorjahren von den Oldtimerfreunden „Hoggene-Kurpfalz“ organisiert werden und sicherlich auch 2010 wieder eine stattliche Anzahl an Vorkriegsautomobilen an die Strecke locken wird. Das Tagesticket kostet 15 €, Kinder bis 16 Jahre haben dreien Eintritt. Weitere Informationen gibt es unter hockenheim-classics.de.

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