Mit der „Hockenheim Historic – In Memory of Jim Clark“ ist die Garagenzeit auch für die Liebhaber des historischen Motorsports zu Ende. Vom 15. bis 17. April 2011 wird auf dem Hockenheimring die historische Motorsportsaison 2011 endlich eröffnet. Gleich elf Rennserien, darunter auch der „Kampf der Zwerge“, nehmen auf der badischen Rennstrecke ihren Rennbetrieb 2011 auf. Dazu lockt die „Hockenheim Historic“ mit einem bunten Rahmenprogramm, in dessen Mittelpunkt in diesem Jahr ein großes Lotus-Treffen sowie ein Treffen historischer Renntransporter stehen.

Doch das Herz der Veranstaltung schlägt auf der Rennstrecke. Bei der inzwischen siebten historischen Motorsport-Veranstaltung auf dem Hockenheimring zu Ehren des Ausnahmefahrers Jim Clark  treten insgesamt elf Rennserien zum Wettbewerb an. Die dabei bewegten Fahrzeuge aus fast sechs Jahrzehnten Motorsport sind der Eröffnungsbeitrag des Hockenheimrings zum Jubiläum „125 Jahre Automobil“, das – unter dem Stichwort „Automobilsommer“ – insbesondere in Baden-Württemberg in diesem Jahr ausführlich gefeiert werden wird.

Mit gleich sechs Rennserien für Formel-Fahrzeuge wird die „Hockenheim Historic – In Memory of Jim Clark“ ihrem Anspruch als Gedenkveranstaltung an Jim Clark mehr als gerecht. Der Schotte, der im März übrigens 75 Jahr alt geworden wäre, feierte seine größten Erfolge in Formel-Rennwagen. 1963 und 1965 errang Clark den Titel des Formel 1 Weltmeisters, 1965 siegte Clark beim Indianapolis 500. In Gedenken an den schnellen Schotten treten bei der „Hockenheim Historic – In Memory of Jim Clark“ gleich drei offizielle Meisterschaften des Automobilweltverbands FIA an:

Dazu kommen mit der BOSS GP, in der sich Formel 1-Boliden der 1990er-Jahre mit Formel-Fahrzeugen der Champ Car World Series sowie der Indy Car Series messen, und der Formel Lista Junior zwei weitere Formelserien, in der vergleichsweise moderne Fahrzeuge an den Start rollen. Das Feld der Formel-Fahrzeuge wird von der Rennsportgemeinschaft „Race History on Track“ vervollständigt. Zu den Highlights dieses Präsentationslaufs gehört der Auftritt von zwei Formel 1-Boliden aus dem Hause Toyota. Neben einem TF 104, der in der Saison 2004 von Jarno Trulli und Olivier Panis gefahren wurde, tritt hier auch ein TF 105, welcher ein Jahr später von Jarno Trulli und Ralf Schumacher bewegt wurde, an.

Publikumsmagneten „Super SportsCup“ und „Kampf der Zwerge“

Im „Super SportsCup„, dem ehemaligen „Orwell Supersportscup“, treten die stärksten Sportprototypen der Welt an. Motorengiganten mit über sieben Litern Hubraum aus der ehemaligen CanAm-Serie sorgen hier für Vortrieb. Doch Kraft ist nicht alles, denn die Riesen der CanAm-Serie müssen sich im „Super SportsCup“ zahlreichen kleineren Rennwagen stellen. Die wieselflinken Zweiliter-Rennwagen aus den europäischen Rennsportschmieden von Chevron oder Lola, wissen ihren Gewichtsvorteil zu nutzen und fordern den Hubraummonster – wie damals – auf der Strecke einiges ab.

Der „Kampf der Zwerge“ punktet nicht über die Größe der Rennwagen. Mit regelmäßig mehr als 50 Renntourenwagen auf der Strecke unterwegs,
bietet der „Kampf der Zwerge“ eines der größten Starterfelder des
historischen Motorsports. Mini Cooper, NSU TT, DKW Junior, Steyr-Puch 650TR, Abarth TC, Autobianchi A-112 oder Fiat 127, die Kleinwagen der 1960er und 1970er-Jahre verfügen fast alle über eine umfangreiche Rennsport-Historie. Der „Kampf der Zwerge“, in dem die alten Konkurrenten heute um die Wette rennen, feiert bereits zum dritten Mal bei der „Hockenheim Historic – In Memory of Jim Clark“ seinen Saisonauftakt.

Sowohl der „Super SportsCup“ als auch der „Kampf der Zwerge“ sind dem Publikum an den Rennstrecken seit vielen Jahren bekannt und gelten als die Lieblinge der Fans. Mit Spannung wird am Hockenheimring jedoch auch das Starterfeld der niederländischen Tourenwagen und GT´s, das seit 1994 unter dem Namen „Nederlands Kampioenschap Historische Toerwagens en GT´s“ (NKHTGT) zusammengefasst ist, erwartet.

In der „NKHTGT“ sind Rennwagenwagen bis Baujahr 1971 zum Start berechtigt. Das bunte Motorsport-Programm der „Hockenheim Historic – In Memory of Jim Clark“ runden die ebenfalls niederländische „Youngtimer Touring Car Challenge“ für Tourenwagen der Baujahre von 1971 bis 1989 sowie die „Spezial Tourenwagen Trophy“ (STT), in der Tradition und Moderne ohne Baujahrsbeschränkung aufeinander treffen, ab. Neben modernen Porsche werden in der STT zahlreiche „alte“ Gruppe 5 bzw. Gruppe H Fahrzeuge bewegt.

Rahmenprogramm im Fahrerlager

Abseits der Strecke lockt ein buntes Rahmenprogramm. Im für alle Besucher frei zugänglichen Fahrerlager sorgen direkt hinter den Boxen historische Renntransporter von Ferrari, Porsche, Mercedes-Benz, Ford und VW für ein historisches Ambiente. Nach dem Vorbild des legendären „Goodwood Revival“ haben die Veranstalter das Treffen der historischen Renntransporter erstmals in Deutschland direkt in die Veranstaltung integriert.

Für die Freunde der englischen Traditionsmarke Lotus gibt es bei der „Hockenheim Historic – In Memory of Jim Clark“ ein extra ausgewiesenes Lotus-Clubareal. Zudem sind in den Mittagspausen Demonstrationsrunden auf der Grand-Prix-Strecke sowie eine Clubsport-Trophy für Lotus Seven, Elise und Exige, auf dem an das Motodrom angrenzende Übungsgelände geplant.

Eintrittspreise und Öffnungszeiten

Alle Eintrittskarten bieten freie Platzwahl auf den geöffneten Tribünen und einen freien Zugang zum Fahrerlager. Freitag ist der Eintritt frei, am Samstag und Sonntag kostet der Zugang zur Rennstrecke jeweils 25,- €. Die Wochenendkarte kostet 35,- €. Rollstuhlfahrer und Kinder bzw. Jugendliche unter 16 Jahre haben freien Eintritt.

Der Rennbetrieb beginnt an allen drei Tagen jeweils um 9 Uhr. Weitere Information zur „Hockenheim Historic – In Memory of Jim Clark“ finden Sie unter hockenheim-historic.de. Dort finden Sie auch den aktuellen Zeitplan.

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