Der AvD meldete heute früh, dass es „optimistische Signale für den AvD Oldtimer Grand Prix“ gibt. Die Pressemitteilung machte uns neugierig. Wir fragen uns, was für Signale das sein können. Planen die Frankfurter einen Geister-OGP ohne Zuschauer?

Denn bis Ende August sind in Deutschland keine Publikumsveranstaltungen möglich. Der AvD Oldtimer Grand Prix soll vom 7. bis 9. August stattfinden. Doch der AvD betont, Freunde des historischen Motorsports können sich den Termin nach aktuellem Stand dick im Kalender anstreichen. Klingt zunächst nach einem Widerspruch. Gut denkbar, dass sich dieser Widerspruch in Kürze auflöst. Denn seit gut drei Wochen ist am Nürburgring wieder einen Testbetrieb möglich. Zuletzt nutzte das die DTM, die in der Eifel offizielle Testfahrten durchführte. Ende Juni gibt es mit dem Auftakt der Nürburgring-Langstrecken-Serie, der ehemaligen VLN, endlich wieder echten Rennsport am Ring.

Alles zusammen macht auch die Veranstalter des AvD Oldtimer Grand Prix zuversichtlich, fahren zu können. Wobei sie betonen, dass die Corona-Pandemie das Konzept der Veranstaltung verändert. Gemeinsam mit den Partnern am Nürburgring arbeite man, so die Pressemitteilung mit Hochdruck an einem genehmigungsfähigen Konzept. Zu diesem gehört vor allem die Re-Organisation der sportlichen Rahmenbedingungen. Das reicht von der technischen Abnahme über die Aufgaben der Rennleitung bis hin zu den Streckenposten. Zu all diesen Aufgaben sei ein praktikables Hygienekonzept zu entwickeln.

Ein Konzept, das möglicherweise keine Zuschauer enthält!

Denn wer das Treiben an der Nordschleife verfolgt, der weiß, dass die Nürburgring-Langstrecken-Serie ihre ersten Rennen 2020 ohne Publikum fährt. Auch der Profi-Fußball, der mit seinen Spielen den Weg auch für andere Sportarten freimachte, verzichtet bisher auf Zuschauer. Doch der Fußball denkt bereits darüber nach, wie er die Behörden überzeugt, seine Stadien mit reduzierter Kapazität öffnen zu dürfen. Denn selbst mit 10.000 oder 15.000 Zuschauern würden sich im Dortmunder Westfalenstadion oder dem ehemaligen FIFA-WM-Stadion München gängige Abstandsregeln einhalten lassen.

Der AvD und seine Partner planen, dass das Konzept für den Oldtimer Grand Prix 2020 Anfang Juli fixiert ist. Dann sei auch klar, wie das Rennprogramm der Traditionsveranstaltung des historischen Motorsports aussieht. Wichtig sei, wie der AvD in seiner Pressemitteilung betont, die Neuauflage des „AvD-Historic Marathons“. Dieses Langstreckenrennen auf der Nordschleife soll im Rahmen des AvD Oldtimer Grand Prix nach einigen Jahren Pause 2020 ein Comeback feiern. Hier gilt es offenbar, das Feld zu bestellen. Denn erst vor ein paar Tagen kündigten die Macher der Nürburgring Classic die Neuauflage des 1.000 Kilometer-Rennens auf der Kombination aus Nordschleife und dem Grand-Prix-Kurs an. Es steigt im September 2021 auf der Nordschleife. Und Kennern der Szene ist längst klar, dass das ein Fest wird!

Gibt es trotzdem die Möglichkeit, die Rennen beim AvD Oldtimer Grand Prix zu verfolgen?

Vermutlich ja! Denn in Großbritannien laufen die historischen Motorsport-Meetings in Goodwood oder Silverstone seit Jahren auf eigenen YouTube-Kanälen. Auch der AvD experimentierte bereits mit dieser Übertragungstechnik. Es ist also möglich, dass die Verantwortlichen das auch für einen Geister-Oldtimer Grand Prix 2020 planen. Lassen wir uns überraschen!


Nachtrag vom 31. Juli 2020: Der AvD und der Nürburgring ermöglichen pro Veranstaltungstag jeweils 5.000 Zuschauern den Zugang zum AvD Oldtimer Grand Prix 2020. Informationen dazu, wie Ihr an Eintrittskarten kommt, gibt es in einem weiter Blogbeitrag zum AvD Oldtimer Grand Prix 2020.

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