Heute vor 103 Jahren fand in Indianapolis das erste 500-Meilen-Rennen statt. Schon gut zwei Jahre zuvor war die bis heute genutzte Strecke entstanden. Die Initiative zum Bau der Strecke ging auf Carl Graham Fisher zurück. Der Geschäftsmann war 1905 bei einem Aufenthalt in Frankreich dem Motorsport verfallen. Nach einem Besuch in Brooklands reifte der Plan, in seiner amerikanischen Heimat eine permanente Rennstrecke zu bauen.

Mit Frederick E. Moskovics, dem Geschäftsführer der Automarke Marmon fand Fisher einen Unterstützer. In der Nähe der Marmon-Fabrik in Indianapolis fanden sie ein passendes Gelände für die Strecke. Zusammen mit James A. Allison, Arthur Newby, and Frank W. Wheeler kaufte Carl G. Fisher das Gelände und begann im März 1909 mit dem Bau des „Indianapolis Motor Speedway“.

Bis zum Sommer entstanden ein 2,5 Meilen langes Oval und ein 2 Meilen langer Road Course. Wobei sich beide Streckenvarianten teilweise überschnitten. Schon zur Eröffnung, einem Wettbewerb mit Heißluft-Ballonen, strömten in Juni 1909 mehr als 40.000 Zuschauer zur Strecke. Mitte August fand das erste Motorradrennen statt.

Wenige Tage später folgte das erste Autorennen. Dabei verunglückten Wilfred Bourque und sein Mechaniker Harry Halcomb tödlich. Das warf einen Schatten auf die Veranstaltung. Auch am dritten Renntag gab es einen tödlichen Unfall.

Rund 75.000 Zuschauer hatten die drei Renntage besucht. Bei einem Dollar Eintritt kein schlechtes Geschäft für die Erbauer. Denn deren Investition für den Kauf des Geländes und den Bau der Strecke lag bei gerademal 320.000 Dollar.

Die Unfälle bedrohten das Geschäft!

Deshalb entschieden sich die Gründer schon einen Monat nach der Eröffnung dafür, die Strecke zu befestigen. Mit 3,2 Millionen Ziegelsteinen wurde die Strecke gepflastert, was ihr den Spitznamen „Brickyard“ einbrachte. Bis heute besteht die Ziellinie aus diesen Ziegelsteinen.

Nach dem Abschluss der Arbeiten im Dezember 1909 begann der Rennbetrieb erneut. Gefahren wurde meist über Distanzen von 100 und 200 Meilen. Im Jahr 1910 fanden satte 66 Rennen auf der Anlage statt.

Ein Jahr später steuerten die Verantwortlichen radikal dagegen. In Zukunft sollte nur noch ein Rennen pro Jahr auf der weitläufigen Anlage stattfinden. Zum Memorial Day wurde daher erstmals ein Rennen über die Distanz von 500 Meilen ausgeschrieben.

Zum Sieg beim ersten Indianapolis 500 fuhr nach 6 Stunden, 42 Minuten und 11 Sekunden Ray Harroun. Der Rennfahrer steuerte einen in Indianapolis gebauten Marmon Wasp. Der Rest ist Geschichte!

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