Auch hier im Ruhrgebiet sind die Temperaturen inzwischen deutlich gesunken. Für die nächsten Tage sagen die Meteorologen eine weitere Abkühlung voraus. Deshalb wird es höchste Zeit dafür zu sorgen, dass das eigene Auto winterfest ist. Dazu gehört mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen Winterreifen. Wir sagen Euch, was Ihr sonst noch beim Autofahren im Winter berücksichtigen solltet.

Winterreifen sind ein Muss!

Spätestens, wenn die angekündigte Sibirische Kälte mit Eis und Schnee Deutschland in Beschlag nimmt, benötigt Ihr Winterreifen. Sonst muss das eigene Auto auf dem Parkplatz verweilen. Denn bereits vor sechs Jahren hat der Gesetzgeber eine witterungsabhängige Winterreifenpflicht eingeführt. Wer mit den falschen Reifen auf Schnee und Eis unterwegs ist, riskiert neben einem Bußgeld auch einen Eintrag in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Das macht durchaus Sinn, schließlich stellen kalte Temperaturen das Gummi Eurer Reifen vor besondere Anforderungen.

[grey_box]Tipps für die richtige Wintervorbereitung

  • Winterreifen
  • Eiskratzer und einen Handfeger
  • Antibeschlagtuch und Enteisungsmittel für das Türschloss
  • Batterie prüfen
  • Scheibenwaschanlage mit Frostschutzmittel auffüllen
  • Eine Wolldecke, etwas Sand und eine kleine Schaufel oder eine zusätzliche Matte als Anfahrtshilfe
  • Handschuhe

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Bereits ab Temperaturen im einstelligen Bereich bieten Winterreifen unbestrittene Vorteile. Selbst auf trockener Strasse verfügen sie dann im Vergleich zu Sommerbereifung über eine deutlich bessere Haftung. Verantwortlich dafür sind die speziellen Gummimischungen und das spezielle  Profil und vielen Lamellen. Dies hilft auch, wenn Schnee auf der Straße liegt. Denn dann vergrößert sich der Vorteil winterfester automobiler Schuhe. Auf schneebedeckten Strecken reduziert sich der Bremsweg vom Winterreifen. Wer also immer noch auf Sommerreifen unterwegs ist, handelt verantwortungslos.

Achtet beim Kauf von Winterreifen bitte darauf, dass die Reifen – wie Winterreifen von Michelin – eine von einem Berg mit drei Gipfeln eingerahmte Schneeflocke auf der Flanke tragen. Dieses Gütesiegel, auch bekannt als 3PMSF-Symbol, bekommen, anders als das sogenannte „M+S“-Symbol (Matsch und Schnee), nur Reifen, die einem festen Prüfverfahren unterzogen wurden und dabei überdurchschnittliche Leistungen nachweisen konnten. Damit liegen mit einer Schneeflocke gekennzeichnete Winterreifen bei unabhängigen Vergleichstests im oberen Drittel des Leistungsspektrums.

Die richtige Wintervorbereitung fängt jetzt an!

Auch in Zeiten von Funkfernbedienungen frieren Türschlösser und Türdichtungen immer noch zu. Daher solltet Ihr jetzt die Türdichtungen mit Talkum bestäuben. Das ist ein bewährtes Mittel, um das Festfrieren der Türdichtungen zu verhindern. Zudem hilft es, ein Enteisungsmittel für das Türschloss bereitzulegen. Wobei das Enteisungsmittel natürlich nicht im Auto liegen sollte.

Zur guten Vorbereitung gehört auch ein Check der Batterie. Denn der Winter fordert die Batterie gleich mehrfach. Einerseits leiden Batterien bei kalten Temperaturen unter einem Leistungsverlust. Zudem fällt dem Anlasser das Starten von kalten Motoren etwas schwerer als im Sommer. Das ist eine verhängnisvolle Kombination, die eine fitte Batterie erfordert.

Vor dem Start der Fahrt bitte Eis und Schnee vom Auto entfernen.
Vor dem Start der Fahrt bitte Eis und Schnee vom Auto entfernen. (Foto: Michelin)

Vor dem Antritt einer Winterfahrt solltet Ihr immer das ganze Auto von Schnee und Eis befreien. Kümmert Euch dabei bitte nicht nur um die Scheiben und die Beleuchtung. Wichtig ist auch, dass sich während der Fahrt keine Eisplatten oder Schneebretter von Eurem Auto lösen können. Daher solltet Ihr Euch bereits jetzt einen guten Eiskratzer und einen Handfeger besorgen, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein.

Nehmt Euch Zeit und paßt Eure Fahrweise an!

Zur richtigen Winterfahrweise gehören außerdem ein sanftes Bremsen und ein ruhiger Umgang mit dem Gaspedal. Das verhindert blockierende oder durchdrehende Räder. Wer bei Glätte im zweiten Gang anfährt, der sorgt dafür, dass die Reifen besseren Grip aufbauen können. Trotzdem sorgen Schnee und Glatteis regelmäßig für Verkehrsbehinderungen. Daher solltet Ihr für Eure Touren im Winter immer etwas mehr Zeit als üblich einplanen.

Ärgerlich ist, dass dafür oft Verkehrsteilnehmer verantwortlich sind, die noch auf den falschen Reifen unterwegs sind. An Steigungen bleiben sie dann einfach hängen und blockieren den Verkehr. Falls Ihr in so einen Stau geraten solltet, denkt bitte an die Rettungsgasse. Schließlich müssen die Bergungsfahrzeuge irgendwie zum Verursacher des Staus vordringen können.


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Unterwegs bei der Porsche Driving Experience Winter

Foto: Porsche

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1 Comment

  1. Viktoria Maisner Reply

    Hallo zusammen,
    der Artikel gibt eine tolle Übersicht darüber, was im Winter nicht fehlen darf im Auto. Ich habe noch nie darüber nachgedacht eine Matte als Anfahrtshilfe ins Auto zu legen, das ist ein super Tipp. Vielen lieben Dank dafür. Außerdem finde ich es immer wieder erschreckend, wie viele Autos im Winter mit Sommerreifen unterwegs sind. Dabei sind Winterreifen doch das Wichtigste!

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