Ein offener Einsitzer auf Basis des F-Type, der Bezug zur erfolgreichen Rennsport-Geschichte von Jaguar nimmt. Das klingt interessant und gehört ebenfalls zu den Highlights beim Goodwood beim Festival of Speed an diesem Wochenende.

Sieben Siege in Le Mans hat Jaguar sich bisher gesichert. Fünf davon zwischen 1951 bis 1957, in der goldenen Motorsport-Ära des Unternehmens. Die Rennsportmodelle Jaguar C-Type (1951 bis 1953) und D-Type (1954 bis 1957) waren die fortschriftlichsten Sportwagen ihrer Zeit. Beim Antrieb setzte Jaguar auf den Sechszylinder-Motor aus dem Jaguar XK 120. Das Ende der 1940er neu konstruierte 3,5-Liter-Triebwerk verfügte als erster Motor bei Jaguar über zwei oben liegende Nockenwellen und war der perfekte Sportmotor seiner Zeit.

Die beiden letzten Jaguar-Siege in Le Mans folgten 1988 und 1990 mit Gruppe C Sportprototypen. Sie wurden von der Mannschaft von Tom Walkinshaw gebaut und eingesetzt. Zum Jaguar machte sie der bereits 1971 im E-Type vorgestellte V12 des Hauses. Und natürlich ein Sponsorvertrag des Werks, der die finanziellen Rahmenbedingungen des TWR-Teams sicherte.

Jaguar Project 7
Der Jaguar Project 7 passt auf die Rennstrecke. Leider in kein aktuelles Reglement. Das schreit nach einem Markenpokal. (Foto: Jaguar)

Schon in den in den 1950er-Jahren errang Jaguar nur drei der Siege mit einem echten Werksteam, das in der Fabrik angegliedert war. 1956 trat auch die von David Murray, einem Geschäftsmann aus Edinburgh und seinem Mechaniker Wilkie Wilkinson geführte Ecurie Ecosse mit dem D-Type an. Prompt schlug das „Team Schottland“ mit seinen Piloten Ninian Sanderson und Ron Flockhart die Werksmannschaft von Mike Hawthorn und Ivor Bueb. Ein Jahr später, als ausschließlich Kundenteams mit dem D-Type antraten, wiederholte das Team den Erfolg.

Die Zutaten für den Jaguar Project 7!

Die Jaguar Project 7 genannte Studie ist ein puristischer Einsitzer auf Basis des neuen F-TYPE. Wer all die historischen Zutaten mit dem neuen Jaguar F-Type mischt, der landet genau bei diesem Auto. Übrigens einem voll funktionsfähigen Hochleistungssportwagen und keinem Blender für eine Autoausstellung. Bei Bedarf ist die Studie 300 km/h schnell. Zum Einsatz kommt eine 550 PS starke Version des Kompressor-V8-Motors. Hier kündigt Jaguar nebenbei eine R Performance-Version des F-Type an.

Stabilisierungsflosse am Jaguar Project 7
Die Stabilisierungsflosse am Heck erinnert an den D-Type. (Foto: Jaguar)

Die Stabilisierungsflosse am Heck stellt eine deutliche Verbindung zum Jaguar D-TYPE von 1954 her. Die blaue Farbe der Studie weist auf die Erfolge der Ecurie Ecosse hin. Denn Team das Team trat in Analogie zur schottischen Nationalflagge mit blauen statt in British Racing Green lackierten Rennwagen an.

Jaguar Designdirektor Ian Callum beschreibt die Philosophie der Studie mit

Project 7 ist ein einsitziger Sportwagen auf Basis des F-TYPE, mit einer vom Motorsport inspirierten Form, von der alle Designer träumen. Er verfolgt vor allem ein Ziel: schnell gefahren zu werden und seinen Piloten zu erfreuen. Jaguar Sportwagen sind berühmt für außergewöhnliche Performance und schnörkelloses Design. Project 7 verkörpert diese Tugenden in ihrer reinsten Form.

Die Studie Jaguar Project 7 entstand innerhalb von vier Monaten. Sie begeistert nicht nur alte Jaguar-Fans wie mich. Die Kolleginnen und Kollegen von Fanaticar träumen von einem Project 7 Cup. Dieser könnte, wenn ich da noch mal einen drauflege, im Rahmenprogramm der Sportwagen-Weltmeisterschaft den Jaguar Project 7 sogar nach Le Mans führen. Das hätte in der Tat was! Aber vielleicht wartet Jaguar damit besser, bis es von F-Type ein Fixed Head Coupé gibt.

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