Seit dem vergangenen Wochenende steht der Jaguar F-Type, den ich bereits testen konnte, bei den Händlern. Jaguar ist zu wünschen, dass der Sportwagen ein Erfolg wird und die Briten in indischen Händen ihre Erfolgsgeschichte damit fortschreiben können.

Schon wegen seines Namens wird der F-Type oft mit dem legendären E-Type verglichen. Der 1961 vorgestellte Sportwagen gilt für viele als der Jaguar schlecht hin. Doch mein Lieblingsjaguar trägt einen anderen Namen. Für mich ist der direkte Nachfolger des E-Type, der Jaguar XJ-S der Lieblingsjaguar. Natürlich ist der E-Type hübsch. Doch mir gefiel der XJ-S irgendwie schon immer noch besser.

Dazu hatte der XJ-S im Auto-Quartett den Vorteil, mit einem 12-Zylinder-Motor aufzutrumpfen. Das gab es sonst in den 1970er-Jahren kaum. Das war für mich als Grundschüler ein wichtiges Attribut, das zu weiterer Zuneigung führte. Als dann Tom Walkinshaw ab 1982 mit dem Jaguar XJ-S in der Tourenwagen-Europameisterschaft antrat, war es endgültig um mich geschehen.

Auch wenn Jaguar in der EM-Herstellerwertung in den folgenden Jahren gleich mehrfach an Alfa Romeo scheitern sollte, war das Engagement erfolgreich. Der listige Tom Walkinshaw sicherte sich 1984 mit dem XJ-S den Titel des Tourenwagen-Europameisters. Ein Titel, den Jaguar übrigens zuvor weder mit dem XK noch mit dem E-Type einfahren konnte.

Später wanderte der 12-Zylinder-Motor des XJ-S in die Sport-Prototypen der IMSA und der Gruppe C. Zunächst bei Bob Tullius und seinem Rennteam Group 44. Ab 1985 auch bei Walkinshaw. Mit einem Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans krönte der V12-Motor 1988 seine Motorsportlaufbahn. Und machte gleichzeitig den XJ-S auch für den Fahranfänger, der heute hier diese Zeilen verfasst, zum Traumwagen, der er heute noch ist – auch wenn der F-Type toll ist.

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