Auch wenn sich der Name Jim Clark beim besten Willen nicht mit der gigantischen Rennsportanlage des EuroSpeedways verbinden lässt, steht in der Niederlausitz am kommenden Wochenende das „JIM CLARK-REVIVAL“ auf dem Programm. Vom 15. bis zum 17. Mai 2009 gehen dabei internationale Rennserien, wie zum Beispiel die „FiA Lurani Trophy“ der Formel Junior oder der „Orwell SuperSportsCup“ mit den Sport-Prototypen der legendären CanAm-Serie und der ehemaligen Marken-Weltmeisterschaft auf der etwa 130 km südlich von Berlin gelegenen Anlage zum Gedenken an den schottischen Formel-1-Weltmeister an den Start.

Aufmerksamen Beobachtern der historischen Rennszene fällt bestimmt auf, dass der Name dieser Veranstaltung bisher mit dem Hockenheimring verbunden war. Dort fand bereits viermal ein „JIM CLARK-REVIVAL“ statt – zum Teil mit großen Zuschauerzuspruch. Mit der Organisation des „JIM CLARK-REVIVALS“ war in den vergangenen Jahren eine Marketing-Agentur betraut. Sie bereitete auch 2009 die Durchführung des „JIM CLARK-REVIVALS“ auf dem Hockenheimring vor.

Doch durch Rochaden im internationalen Motorsport-Kalender geriet man in Terminschwierigkeiten. Der bisher vom „JIM CLARK-REVIVAL“ belegte Termin – Mitte Mai – wurde von der DTM beansprucht. Es war allen Beteiligten nicht möglich, das „JIM CLARK-REVIVAL“ auf Ende April zu verlegen. Einige Rennserien, die man für die 2009er-Ausgabe des „JIM CLARK-REVIVALS“ bereits unter Vertrag genommen hatte, standen an diesem Termin bei der RMU Classic in Spa im Wort.

Also trennten sich die Wege des „JIM CLARK-REVIVALS“ und des Hockenheimrings. Der Hockenheimring feierte Ende April eine gelungene Premiere der „Hockenheim Historic – In Memory of Jim Clark“. Das „JIM CLARK-REVIVAL“ geht auf Tour und wagt einen Umzug an den Lausitzring. Den Veranstaltern gelang es dazu, einige interessante Rennserien für einen Start beim „JIM CLARK-REVIVAL“ auf dem EuroSpeedway zu begeistern.

FiA Lurani Trophy

Die „FiA Lurani Trophy“ für Formel Junior Fahrzeuge der Baujahre 1958 bis 1963 steht für packenden historischen Motorsport. Die vom italienischen Rennfahrer und Journalisten Giovanni Conte Lurani 1958 ins Leben gerufene Serie hatte das Ziel, Nachwuchsrennfahrern eine Einstiegsmöglichkeit in den Formel-Rennsport zu eröffnen.

GTC-TC

Historischen GT und Tourenwagen der GTC-TC
Für Viele der historische GT-Rennwagen überhaupt:
Porsche 911

Die bunte Mischung spektakulärer und zum Teil auch sehr seltenen historischen GT und Tourenwagen Rennfahrzeugen macht die Auftritte der „GTC-TC“ immer zu einem spannenden Erlebnis. Zumal die Fahrzeuge von ihren Piloten oftmals beherzt in packenden Duelle getrieben werden. Vertretene sind Fahrzeuge u.a. Abarth, AC, Alfa Romeo, Aston Martin, Austin Healey, BMW, Chevrolet, De Tomaso, Ford, Jaguar, Lotus, Marcos, Mercedes-Benz, MG, Porsche und Triumph.

Historische Formel Vau Europa

Was 1959 in Amerika für den Rennbetrieb als reines Formelfahrzeug auf VW Basis begann, eroberte innerhalb weniger Jahre die ganze Welt. Die „Formel V“ gilt als weltweit größte und weitverbreiteste Formelklasse aller Zeiten. Möglich machte dies die zahlreicher VW Großserienkomponenten, die für geringe Kosten sorgten. Die 375 kg leichten Fahrzeuge entwickeln beeindruckende Fahrleistungen und waren offensichtlich eine gute Motorsport-Schule. Denn gleiche mehrere spätere Formel-1-Weltmeister feierten in der „Formel V“ ihren Einstand in den Formel-Rennsport.

HAIGO – ADAC Formel and Touring Cars Historic Cup

TLRC Trabant
Trabant 601 im „Trabant – Lada – Racing – Cup“
(Foto: Thomas Kraft)

Die „Historische Automobil Interessengemeinschaft Ostdeutschland“ (HAIGO) hat sich dem Erhalt von historischen Rennwagen der ehemaligen sozialistischen Länder verschrieben. Im Rahmen des „JIM CLARK-REVIVALS“ auf dem EuroSpeedway, der auf dem Gebiet der ehemaligen „DDR“ liegt, möchte sie die Zuschauer daran erinnern, dass auch mit Technik aus der sozialistischen Mangelwirtschaft spannendet Motorsport möglich war.

TLRC & HTWC

Auch der „Trabant – Lada – Racing – Cup“ (TLRC) dient der Erhaltung der Technik aus der ehemaligen „DDR“. Seit Anfang der Saison trägt der „Historische Tourenwagencup“ (HTWC) seine Rennen gemeinsam mit dem TLRC aus. Die Teilnehmer fahren im gleichen Rennen, werden aber gesondert gewertet. Alle Fahrzeuge wurden vor 1989 gebaut. So kommt es zu dem einzigartigen Aufeinandertreffen von Mercedes, BMW, Opel und Ford kontra Trabant und Lada.

Orwell SuperSportsCup

Von den CanAm-Rennwagen der 60er und 70er Jahre mit ihren zum Teil beeindruckenden und bis zu 1.000 PS starken V8-Motoren über die Zweiliter-Motoren von Cosworth oder BMW mit rund 300 PS bis hin zu den interessanten Porsche-Rennwagen, die in der Marken-Weltmeisterschaft zum Einsatz kamen, geht die Zeitreise, die der „Orwell SuperSportsCup“ den Zuschauern bietet.

EuroBoss

Die „EuroBoss-Serie bietet starken Formelfahrzeugen, hauptsächlich aus den 80er und 90er-Jahren, ein neue Heimat. Neben den Formel 1-Boliden und Formel 3000 Fahrzeugen ist die Rennserie auch für Champcar, Indycar, IRL, Nissan- und Renault-Worldseries und Formel Nippon aller Jahrgänge geöffnet.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise:

„JIM CLARK-REVIVAL“ – International Historic Grand Prix
vom 15. Mai bis zum 17. Mai 2009 am EuroSpeedway Lausitz

Eintrittspreise: Tickets: Freitag € 5,- Samstag € 20,- Sonntag € 20,- Wochenendticket € 35,-. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist der Eintritt frei!

Höhepunkte:

Das „JIM CLARK-REVIVAL“ bietet internationale Rennserien, freien Zugang zu den Tribünen, dem Fahrerlager und den Boxen, diverse Händler- und Ausstellerflächen sowie ein großes Klassiker- und Markenclub Areal.

Schreib einen Kommentar

Mit dem Absenden des Kommentars übermittelten Sie uns Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre IP-Adresse, Ihre URL (sofern angegeben) und Ihren Kommentartext. Gleichzeitig stimmen Sie ausdrücklich der Speicherung und der Veröffentlichung des Kommentars zu. Die Veröffentlichung erfolgt ohne E-Mail- und IP-Adresse. Diese Daten dienen dem Schutz vor Missbrauch der Kommentarfunktion (SPAM) und werden anschließend automatisch gelöscht. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen oder die Links zu entfernen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung des Kommentars besteht nicht.