Mit 95 Jahren verstarb am vergangenen Mittwoch der ehemalige Rennfahrer und Verkehrssicherheitspionier John Fitch. Der in Indianapolis geborene Amerikaner wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Rennfahrer. Für den legendären Teamchef Briggs Cunningham nahm Fitch bereits 1951 erstmals an den 24 Stunden von Le Mans teil. Mit einem dritten Platz erzielte Fitch dabei zwei Jahre später den größten Erfolg eines Cunninghams an der Sarthe.

1955 wurde John Fitch Werksfahrer bei Mercedes-Benz. Als Teamkollege von Stirling Moss und Juan Manuel Fangio nahm Fitch für Mercedes-Benz an den großen Straßenrennen dieser Zeit teil. Bei der Mille Miglia erreichte Fitch mit einem Mercedes-Benz 300 SL (W 198) den fünften Gesamtrang. Nebenbei gewann der Amerikaner gemeinsam mit seinem Beifahrer Kurt Gesel die Klasse der GT-Fahrzeuge über 1,3 Liter Hubraum.

John Cooper Fitch bei der Tourist Trophy Race
Tourist Trophy Race, Dundrod-Circuit in Nordirland, 17. September 1955. Mit der Startnummer 10 – John Cooper Fitch. (Foto: Mercedes-Benz)

Gemeinsam mit Stirling Moss siegte Fitch bei der Tourist Trophy in Dundrod/Irland. Die Targa Florio schloss der Amerikaner auf einen vierten Platz ab. In Le Mans ging John Fitch als Partner des Franzosen Pierre Levegh an den Start. Das Rennen endete mit einer Tragödie. Mercedes-Benz zog sich zum Saisonende aus dem internationalen Motorsport zurück.

Daraufhin ging John Fitch zurück in seine amerikanische Heimat. Als Werksfahrer bei Chevrolet setzte er in den USA seine Karriere fort und blieb schließlich bis 1966 Profi-Rennfahrer. Anschließend arbeitete der Hobbysegler als Automobilentwickler und Berater amerikanischer Rennstrecken. Zudem setzte sich Fitch für die Verkehrssicherheit ein. Dabei erfand der Amerikaner die nach ihm benannte „Fitch Barrier“ – ein Crash-Element aus mit Sand oder Wasser gefüllten Kunststoffbehältern, das Unfälle an Autobahn-Ausfahrten entschärft.

1 Kommentar

  1. Georg Bohling Reply

    Über Briggs Cunningham hättest Du mal etwas schreiben sollen.

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