Historischer Motorsport

Vorschau: Der Kampf der Zwerge beim Eifelrennen

Am kommenden Wochenende stehen vom 8. bis 10. Juni 2012 endlich die Saisonläufe drei und vier des „Kampf der Zwerge“ auf dem Programm. Beim Eifelrennen um den Jan-Wellem-Pokal werden mehr als 60 sportliche Kleinwagen, um  den Sieg und die Platzierungen im „Kampf der Zwerge“, der vielleicht beliebtesten Serie des historischen Motorsports, kämpfen.

Für viele Teilnehmer am „Kampf der Zwerge“ steht damit am zweiten Veranstaltungswochenende bereits das Top-Event der Saison auf dem Programm. Denn das Eifelrennen um den Jan-Wellem-Pokal lockt mit seinem auch über den „Kampf der Zwerge“ hinaus spannenden Programm traditionell zahlreiche Zuschauer an den Grand Prix Kurs in der Eifel. Was naturgemäß auch die Zwergenkämpfer begeistert, schließlich macht es unter den Beifall der Zuschauer noch mehr Spaß über den Nürburgring zu jagen.

Und der Beifall ist dem „Kampf der Zwerge“ gewiss, schließlich kann keine andere Serie des historischen Motorsports das Publikum so stark emotional begeistern. Die Ursache ist, wenn man während des Rennens auf der Tribüne verweilt, offensichtlich:

Guck mal, mit so einem Auto hat die Oma mich früher zur Schule gefahren!

oder

Schön, das war ja mein erstes Auto!

Solche Sprüche erklingen überall, wenn der „Kampf der Zwerge“ auf der Strecke unterwegs ist. Sie deuten an, warum der „Kampf der Zwerge“ nicht nur Eifelrennen um den Jan-Wellem-Pokal so beliebt ist.

Wo der „Kampf der Zwerge“ seinem Namen fand!

Das Eifelrennen ist auch für die Teilnehmer am „Kampf der Zwerge“ meist eine emotionale Geschichte. Denn seit das Eifelrennen vor einem Jahr mit dem „Oldtimer-Festival um den Jan-Wellem-Pokal“ zu einer gemeinsamen Veranstaltung verschmolzen ist, kehrt der „Kampf der Zwerge“ beim Eifelrennen zu der Veranstaltung zurück, wo einst der Name „Kampf der Zwerge“ für den Zusammenschluss aus „Abarth Coppa Mille“, „British Car Trophy“ und „NSU TT Trophy“ geboren wurde.

Und so ist es kein Wunder, dass der Organisationsleiter des „Kampf der Zwerge“, der Krefelder Klaus Kleber auch beim Eifelrennen für ein stolzes Teilnehmerfeld verantwortlich zeichnet. Im Feld der mehr als 60 Kleinwagen verbergen sich zahlreiche Glanzlichter. So werden sich zum Beispiel in der Wertungsgruppe der „British Car Trophy“ mit Mini-Legende Gerald Dale sowie mit Phil Harvey unter anderem zwei Briten mit ihren bekannt fixen Mini aus der britischen Mini Miglia der Herausforderung des „Kampf der Zwerge“ stellen.

Nach dem in Hockenheim vor acht Wochen die neue Wertungsgruppe des „FIAT-Simca-Histo-Cup“ nur schwach besetzt war, werden beim Eifelrennen nun mindestens sechs Piloten in dieser Klasse antreten. Dabei wird mit Spannung erwartet, ob die FIAT 128, wie sie von Helmut Stevens oder Wolfgang Grossmann bewegt werden, tatsächlich das Zeitniveau der bisher das Tempo diktierenden Mini erreichen und dabei auch über die Distanz kommen.

Denn obwohl der „Kampf der Zwerge“ als Gleichmäßigkeitsprüfung ausgetragen wird, wird im „Kampf der Zwerge“ feiner und auch schneller Motorsport geboten. So fahren die nach dem Reglement der britischen Mini Miglia vorbereiteten Mini auf der 5,148 Kilometer langen Variante der Grand Prix Strecke des Nürburgrings Zeiten um 2:30 Minuten. Wobei der besondere Reiz einer Gleichmäßigkeitsprüfung nicht darin liegt, möglichst nur eine schnelle Runde zu fahren. In einer Gleichmäßigkeitsprüfung muss man das mehrmals schaffen.

Die Herausforderung der Gleichmäßigkeitsprüfung

Denn in einer Gleichmäßigkeitsprüfung erfolgt die Werbung der Teilnehmer auf Basis der Zeitabweichungen zwischen ihrer persönlichen Setzzeit, die im Kampf der Zwerge in der zweiten Runde nach dem Start genommen wird, und den Zeiten der Bestätigungsrunden. Die Teilnehmer müssen dazu in einem Zeitfenster von 25 Minuten auf dem Nürburgring mindestens drei Bestätigungsrunden absolvieren. Für jede 1/100 Sekunde gibt es dabei einen Strafpunkt. Übrigens ganz gleich, ob man in einer Bestätigungsrunde schneller oder langsamer als in seiner Setzrunde war.

Vor acht Wochen auf dem Hockenheimring, wo sechs Bestätigungsrunden zu absolvieren waren, sammelte Olivier Leibel als Gesamtsieger gerade einmal 199 Strafpunkte auf seinem Konto an. Der Franzose verfehlte seine Setzzeit also im Mittel gerade einmal um eine 1/3 Sekunde. Wobei diese Betrachtung die Leistung Leibels nur verzerrt wiedergibt. Denn wären nur die fünf besten Runde in die Wertung eingeflossen, so hätte Leibel sich nur 78 Punkte (also 0,78 Sekunden Abweichung in fünf Runden!) anrechnen lassen müssen.

Die Zahlen verdeutlichen deutlich, wie anspruchsvoll die Aufgabe einer Gleichmäßigkeitsprüfung ist. Für Spannung ist also gesorgt. Der Kampf der Zwerge geht beim Eifelrennen

  • am Freitag, 08. Juni 2012 um 10:55 und um 14:35 zu Test/Einstellfahrten
  • am Samstag, 09. Juni 2012 um 19:15 zum 1. Wertungslauf
  • und am Sonntag, 10. Juni 2012 um 12:50 zum 2. Wertungslauf

auf die Strecke. Das vollständige Programm des Eifelrennens um den Jan-Wellem-Pokal finden Sie in Internetauftritt des Veranstalters.

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