Seit mehr als 10 Jahren treten im Kampf der Zwerge die Abarth Coppa Mille, die British Car Trophy und die NSU TT Trophy gemeinsam an. Und selbst nach dieser langen Zeit durften die Zwerge am vergangenen Wochenende nochmals Neuland betreten. Denn erstmals in der Geschichte der Rennsportgemeinschaft für Tourenwagen bis 1.300 ccm trat man in Assen an. Im Rahmen der RSG Racing Days führte der Kampf der Zwerge am vergangenen Wochenende zwei Gleichmäßigkeitsprüfungen durch.

Ein Ausflug, der sich absolut lohnte

Denn Assen bietet eine Strecke, die allen Teilnehmern viel Spaß gemacht hat. Dazu glänzt der TT Circuit mit einer vorbildlichen Infrastruktur, hohen Sicherheitsstandards und im Fall der RSG Racing Days mit einer weitestgehend perfekten Organisation. Es tat auch dem Kampf der Zwerge gut, dass die Veranstalter alle Läufe dem anwesenden Publikum mit einer Startaufstellung an der Startlinie präsentierten. Nach einer Informationsrunde hinter dem Sicherheitsfahrzeug wurden die Rennen dann mit einem Indianapolisstart auf die Reise geschickt.

Erst nach dem Abschluss dieser Informationsrunde wurde die Uhr gestartet. Der eine oder der andere der Teilnehmer am Kampf der Zwerge wunderte sich daher nach den Läufen, wie lang 30 Minuten sein können. In der ersten der zwei durchgeführten Gleichmäßigkeitsprüfungen bewies Roland Müller, dass man in einer Gleichmäßigkeitsprüfung auch mit gleichmäßig schnellen Runden erfolgreich sein kann. Denn keiner der 28 Starter im Kampf der Zwerge legte während des Laufs mehr Runden zurück als der NSU-Pilot.

Schnell und Gleichmäßig

Um so erstaunter waren alle Anwesenden, als am Ende zusammengezählt wurde. Denn der Computer wies für den ehemaligen Kartfahrer gerade einmal 65 Strafpunkte aus. Mit Abweichungen von 3/1000, 16/1000 und 46/1000 sicherte sich Müller souverän den Sieg der ersten Gleichmäßigkeitsprüfung, die am Sonntag Mittag durchgeführt wurde. Den zweiten Platz sicherte sich Thorsten Babon. Der Solinger brachte dabei das seltene Kunststück fertig, eine Nullrunde in die Wertung zu bringen. Babon schaffte es, die Setzzeit von 2:23.354 exakt zu bestätigen. Nach zwei Runden, die jeweils 45/1000 von der Setzzeit abwichen, standen am Ende 90 Strafpunkte auf dem Konto des Fiat-Piloten. Mit 142 Strafpunkten wurde Martin Wahl in einem weiteren NSU TT Dritter.

In der zweiten Gleichmäßigkeitsprüfung, die das Rennwochenende abschloss, blieb der Sieg im Kampf der Zwerge bei der von der RSG Hamburg organisierten Veranstaltung in der Hansestadt. Ingo Biehl sicherte sich, wie 2010 beim Oldtimer-Festival, den Laufsieg. Mit Abweichungen von 0.010, 0.017 und 0.027 Sekunden fuhr Biehl unschlagbare 54 Strafpunkte zusammen und siegte damit klar vor Stefan Schmelter im NSU TT. Für Schmelter hatte man 94 Strafpunkte notiert. Eine knappe Entscheidung, denn das waren gerade einmal drei Punkte weniger als Gerd Harbauer im Mini SPI auf Platz drei zusammenfuhr.

Macht es noch einmal!

Obwohl der Kampf der Zwerge in Assen zahlenmäßig nur ungewöhnlich schwach vertreten war, waren sich alle Beteiligten am Sonntag Abend einig: Der Ausflug in die Niederlande hat sich gelohnt und schreit gerade zu nach einer Wiederholung! Dabei ist dann zu hoffen, dass der Kampf der Zwerge auch wieder in Sollstärke ausfährt und dann alle Wertungsgruppen auf der wunderbaren Rennstrecke, die die Jungs von den Männern trennt, antreten werden.

Bilder vom Kampf der Zwerge in Assen

Fotos von Christian Rath

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