Opel bringt einen Kleinwagen unterhalb des Corsa. KARL wird er heißen, OPEL KARL! Über den Namen wurde bei seiner Ankündigung viel diskutiert. Jetzt geben die Rüsselsheimer ihrem Neuen ein Gesicht.

Zu einem Preis von weniger als 10.000 Euro will Opel mit dem OPEL KARL 3,68 Meter Auto bieten. Trotzdem soll Karl geräumig sein. Deshalb sind fünf Türen bei der automobilen Hommage an den Sohn des Firmengründers Adam Opel Standard. Seine offizielle Premiere feiert der Karl (vermutlich) auf dem Autosalon in Genf.

Offiziell bestätigt ist das noch nicht. Genf ist aber traditionell ein beliebter Premierenort für Opel. Insofern sind die Fotos vom neuen Opel Karl ziemlich früh verfügbar. Das ist nicht neu, denn bereits beim neuen Corsa ging Opel ähnlich vor. Auch vom neuen Corsa veröffentlichte das Marketing der Rüsselsheimer vorab erste Fotos.

So sieht der neue Opel Karl aus (Foto: Opel)
So sieht der neue Opel Karl aus (Foto: Opel)

Doch diesmal vermute ich noch etwas mehr Taktik. Denn natürlich werden die Bilder in den Medien ein weites Echo finden. Dieser Artikel beweist das. Und auch andere Blogger haben das Thema bereits aufgegriffen. Gar kein schlechter PR-Schachzug, denn damit flutet die Opel-PR alle Kanäle. Insofern ist es kein Zufall, dass dies zu einem Zeitpunkt passiert, an dem bei Opel in Bochum die letzte Schicht anläuft.

Zurück zum Opel Karl

Standardmotor des neuen Opel Karl wird der 75 PS starke Einliter-Dreizylinder sein. Das unterstreicht den Anspruch eines Stadtautos. Deshalb statten die Entwickler den Karl – zumindest optional – auch mit einem City-Modus für die Servolenkung sowie einem Parkpiloten aus. Wobei der Name „Pilot“ etwas irritiert. Opel nennt seine aktualistischen Warnsignale so.

Innenraum des neuen Opel Karl (Foto: Opel)
Innenraum des neuen Opel Karl (Foto: Opel)

Dazu gibt es serienmäßig einen Berg-Anfahr-Assistenten, der das Auto beim Start am Hang am sofortigen Zurückrollen hindert. Außerdem sind auch in dem Kleinwagen Karl ein Spurassistent, ein automatischer Geschwindigkeitsregler mit Geschwindigkeitsbegrenzer und eine Abbiegelichtfunktion verfügbar. Für den Komfort gibt es – optional – ein beheizbares Lederlenkrad und ein Glas-Schiebedach.

So gesehen lässt der neue Opel Karl kaum Wünsche offen. Bleibt die Frage, wie ich die Gestaltung finden soll. Ich erkenne in dem Design eine Mischung aus dem aktuellen Opel Meriva und dem aktuellen Opel Corsa. Das wirkt durchaus gefällig. Auch wenn das Design nicht so „livestylig“ wie beim Opel Adam geraten ist. Im Vergleich zum up! von Volkswagen mit seinem Anti-Design wirkt der Karl sogar angenehm gestaltet. Trotzdem, ein echter Aufregen ist der Karl nicht. Aber das will die Kundschaft im Segment der Kleinwagen gar nicht.


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
So sieht der neue Opel Karl aus (Foto: Opel)

So sieht der neue Opel Karl aus (Foto: Opel)

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

1 Comment

  1. Ist ja eine wirklich grandiose Huldigung…ich würde mich auch riesig freuen wenn man einen Kleinwagen nach mir benennt der mit einem billigen Preis und einem laschen 3-Zylinder aufwartet.
    Marketing hin oder her, sein Namensgeber müsste gerade im Grab rotieren..
    Wobei Markenschwester Vauxhall mit dem Namen Viva ja scheinbar genauso der Griff ins Klo gelungen ist.
    „…der spritzig-lebendige Kleinwagen für die Abenteuer die sie in ihrem langweiligen Leben eh nicht erleben werden…“ 😉

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