Als Citroën 2002 seinen C3 Pluriel vorstellte, war sich die Fachpresse einig. Der Kleinwagen stand für eine unbekümmerte Experimentierfreude und bot eine ausgeprägte Vielseitigkeit. Im Mai 2003, also vor zehn Jahren, wurde der Citroën C3 Pluriel auch auf dem deutschen Markt eingeführt.

Bei der Vorstellung des C3 Pluriel überraschte Citroën mit einem ungewöhnlichen Modularitätskonzept. Denn der Pluriel war – wie die Werbung versprach – „fünf Autos in einem“. Der Kleinwagen kann als Limousine, Panorama-Limousine, Cabrio, Spider und Spider-Pickup gefahren werden.

Dieser Ansatz war ungewöhnlich. Die Idee, sein Auto je nach Tageslaune umzugestalten, erinnert an die Ideen von Nicolas G. Hayek. Schon Ende 1980er-Jahre wollte der Schweizer, dass die Kunden ihr Swatch-Auto einfach mal umgestalten, wenn ihnen der Sinn danach steht. Wobei das mit den Varianten beim C3 Pluriel streng genommen immer so eine Sache war.

Concept Car Pluriel
Das Concept Car Pluriel war der Ursprung des Citroën C3 Pluriel

Denn die Dachholme lassen sich nicht im Fahrzeug verstauen. Somit kann der „Spider“ – ohne ein Zubehörverdeck – unterwegs nicht verschlossen werden. In der Pick-up-Variante verdeckt die geöffnete Heckklappe das Nummernschild. In Deutschland darf der Pick-up daher nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden.

Der Citroën C3 Pluriel geht im Ursprung auf das „Concept Car Pluriel“ zurück. Es wurde 1999 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Studie verfolgte einen vielleicht etwas spezifischen Styling-Ansatz. Denn während die eine Seite des Pluriel klassisch über eine glatte Oberfläche verfügte, war die zweite Seite horizontal gerippt. Nach der Vorstellung der Serienversion, 2002 im Pariser Centre Georges Pompidou, war der Kleinwagen ab 2003 zu kaufen.

Citroën C3 Pluriel Charleston
Mit dem Citroën C3 Pluriel Charleston setzte Citroën den C3 Pluriel in Bezug zur Ente.

Bis 2010 wurden insgesamt 109.682 Citroën C3 Pluriel produziert. In Deutschland fand der C3 Pluriel 11.659 Kunden. Davon werden zurzeit mehr als 300 bei den bekannten Gebrauchtwagen-Börsen angeboten. Die Preise für ein 2003er-Modell beginnen deutlich unter 2.000 Euro. Die Charleston-Versionen der späten Modelljahre liegen bei rund 12.000 Euro.

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