Das Gastspiel der Sportwagen-Weltmeisterschaft am Nürburgring bot Matthias Malmedie und Helge Thomsen die offenbar richtige Kulisse für ein Männerwochenende. Während die aufregenden Le Mans Prototypen durch die Eifel jagten, streiften die bekannten TV-Moderatoren mit ihrem genauso unverblümten wie erwachsenen Humor durch das Fahrerlager.

Ich wurde beim Kucken des Videos fast etwas neidisch. Denn leider hatte ich 2016 keine Zeit für einen Besuch des WM-Rennens am Nürburgring. Ich saß zeitgleich etwas weiter westlich in Spa-Francorchamps in der Sprecherkabine, um den Kampf der Zwerge zu moderieren. Auch das ist eine interessante Aufgabe. Aber bei aller Begeisterung für die Mini, Abarth und NSU, die Sportprototypen der Sportwagen-Weltmeisterschaft spielen dann doch in einer anderen Liga.

Le Mans zu Gast in der Eifel

Laut, stark und schnell – mit diesen drei Attributen fasste ich schon vor längerer Zeit meinen Eindruck von den Sportprototypen zusammen. Für Karla war der Besuch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans die Begegnung mit einem gierigen Biest. Auch Matthias Malmedie und Helge Thomsen teilen in ihrem Video diese Einschätzungen. Kein Wunder, denn mit bis zu 1.000 PS gelten die Le Mans Prototypen als die zurzeit kräftigsten Rennwagen der Welt.

Das lockt Petrolheads an die Strecke und fordert auf der Strecke Mensch wie Material. Denn der Wettbewerb in der Sportwagen-Weltmeisterschaft ist gigantisch. Audi, Porsche und Toyota setzen bei ihren Boliden auf drei unterschiedliche Antriebs-Konzepte. Audi fährt einen Diesel-Hybrid. Porsche einen hybriden Turbo-Benziner und Toyota boostet einen V8-Saugmotor mit Hybrid-Power. Trotzdem sind die drei Kontrahenten auf der Strecke fast gleich schnell.

Einig sind sich die Kontrahenten – bei allem Wettbewerb auf der Strecke – bei der Wahl des Reifenherstellers. Audi, Porsche und Toyota vertrauen beim schwarzen Gold alle auf Michelin. Für den Reifenhersteller ist das ein großes Kompliment. Denn in der Langstrecken-Szene gibt es anders als in vielen anderen Rennserien kein Reifen-Monopol. Und für den französischen Reifenhersteller macht genau das die Langstrecke so interessant.

Denn Michelin bekennt sich traditionell zum Wettbewerb. Die Franzosen verfolgen auch im Sport das Ziel, ihre Kunden mit Leistung zu überzeugen. Das führt zu der einfachen Formel: Wer siegen will, muss Michelin fahren. Gleichzeitig bietet die Sportwagen-Weltmeisterschaft die Möglichkeit, im Rennsport Erfahrungen für die Serienentwicklung zu gewinnen. Die bis zu 1.000 PS starken Rennwagen sind daher auch ein rollendes Reifenlabor.

Von der Rennstrecke auf die Straße

Die Hightech-Aramid-Fasern in der Karkasse des aktuellen Michelin Pilot Sport 4 sind ein schönes Beispiel für diesen Prozess. Auch sie erprobte Michelin zunächst auf der Rennstrecke. Schon dort lobten die Rennfahrer die hohe Lenkpräzision des Reifens. Den Aerodynamikern der Teams gefiel zudem, dass sich die Reifen dank dieser Fasern bei Höchstgeschwindigkeit weniger als zuvor ausdehnten.

Rennsportfreunde wissen, dass ein konstanter Bodenabstand für das Funktionieren der bei den LMP1 hochgestochenen Aerodynamik ist. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Feuertaufe übernahm Michelin die Aramid-Fasern in die Serie. Wodurch der Michelin Pilot Sport 4 in vielen Tests ebenfalls mit einer hohen Lenkpräzision und einer hohen Langlebigkeit überzeugt. Im Durchschnitt halten Sommer-Reifen von Michelin 8.000 km länger als Reifen der Konkurrenz.

Das führt mich zurück zum Video. Matthias Malmedie und Helge Thomsen sind bei ihrem Roadtrip für Michelin unterwegs. Sie treffen den Sterne-Koch Markus Semmler und Porsche Werksfahrer Marc Lieb. Nebenbei stoßen die beiden TV-Moderatoren immer wieder auf interessante Details. Denn hättet Ihr beispielsweise gewusst, wie viele Kilometer die Piloten bei den 24 Stunden von Le Mans mit einem Reifensatz zurücklegen?


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Matthias Malmedie und Helge Thomsen unterwegs

Foto: Michelin

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