Im ersten Halbjahr 2016 wird die Landschaft der Automuseen in Deutschland bunter. Der japanische Autobauer Mazda und das Augsburger Autohaus Frey präsentieren dann in einem historischen Straßenbahndepot der Fuggerstadt die Sammlung: „Mazda Classic – Automobil Museum Frey“

Grundstock des Museums ist die Mazda-Sammlung der Familie Frey, Sie hat unter Kennern schon länger legendären Ruf. Initiator der der Sammlung ist Walter Frey, der Anfang der 1970er-Jahre zu den ersten Mazda-Händlern in Deutschland gehörte und über diese Tätigkeit seinen Zugang zur Geschichte des Unternehmens fand. Frey begann bereits vor mehr als 25 Jahren mit dem Sammeln von historischen Mazda-Fahrzeugen. Inzwischen führen die Söhne Markus und Joachim Autohaus und Sammelleidenschaft fort. Rund 150 historische Mazda-Fahrzeuge gehören zu der beeindruckenden Sammlung.

Im Vorfeld des bei Mazda anstehenden Wankel-Comebacks widmet sich die Ausstellung besonders der Wankel-Tradition des japanischen Autobauers. Walter Frey lagen die Wankel-Modelle von Mazda beim Sammeln von Anfang an besonders am Herzen. So gehören zu der Sammlung nicht nur der legendäre Mazda Cosmo Sport und die bekannten Wankel-Sportwagen RX-7, sondern auch echte Exoten wie ein Mazda Rotary Pick-up von 1974 oder ein Mazda Parkway Bus – ebenfalls mit Kreiskolbenmotor.

Mazda K360 – Mazda Mazdago Pritschenwagen
Mazda K360 – Mazda Mazdago Pritschenwagen (mehr …)

Zur Sammlung gehören auch zahlreiche Modelle, die in Deutschland nie (offiziell) verkauft wurden. Immerhin wurde Mazda bereits vor mehr als 90 Jahren gegründet, ist aber „erst“ seit 1972 in Deutschland aktiv. Ab 1930 baute Mazda Motorräder. Kurze Zeit später folgten die Mazda Mazdago genannten Pritschenwagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute Mazda dann zunächst kleine LKW, um sich in den 1960er-Jahren zu dem Autohersteller, den wir heute kennen, zu wandeln.

Die Ausstellung im „Mazda Classic – Automobil Museum Frey“ hat das Ziel, diese wechselvolle Geschichte des Unternehmens zu dokumentieren. Klingt alles spannend. Denn ähnlich wie bei den heutigen Fahrzeugen zeichneten sich auch die frühen Mazda-Modelle oft durch unkonventionelle Lösungen aus. Und das nicht nur beim Vertrauen in den Wankelmotor, sondern oft auch bei der Gestaltung der Fahrzeuge. Insofern sieht es fast so aus, als ob es in Augsburg in Zukunft eine echte Alternative zum Werkmuseum in Hiroshima gibt.

Schreib einen Kommentar