Nach der Messe ist vor der Messe. Viele Auto-Fans grübeln noch, wie die IAA 2019 zu bewerten war. Die Autobauer sind gedanklich schon weiter. Denn die ersten Hersteller kündigen bereits an, was sie Ende Oktober auf der Tokyo Motor Show 2019 ausstellen. Mazda gab heute die Premiere seines ersten batterie-elektrischen Fahrzeugs Mazda-EV bekannt.

Mit seinem ersten Elektroauto will Mazda, wie es in der Ankündigung heißt, die Vorzüge des elektrischen Antriebs mit Leistung und Fahrspaß verknüpfen. Wobei Mazda bei seinem Einstieg in den Markt der Elektroautos auf ein eigenständiges Modell setzt. Das Elektroauto ist nach dem Mazda CX-30 und Mazda3 Fastback das dritte Modell der neuen Modellgeneration von Mazda.

Ganz überraschend erfolgt die Ankündigung nicht!

Denn bereits 2017 gab Mazda bekannt, zusammen mit Toyota und dem japanischen Automobil-Zulieferer Denso an Elektrofahrzeugen zu arbeiten. Das Ziel der Allianz war von Anfang an, elektrische Basistechnologien für unterschiedlicher Modelle zu entwickeln. Das jetzt angekündigte Elektroauto von Mazda ist das erste Modell auf dieser Plattform.

Ein Jahr nach der ersten Ankündigung kündigte der Autobauer in einer weiteren Pressemitteilung zwei Versionen seines ersten Elektroautos an. Die erste Version speichert den für das Fahren notwendigen Strom in einer Batterie. Das ist die Version, die die heutige Ankündigung endgültig bestätigt. Sie kommt übrigens bereits im nächsten Jahr auch zu uns nach Deutschland.

Bei der zweiten Version seines Elektroautos will Mazda die Batterie mit einem Range-Extender kombinieren. Ein Range-Extender lädt die Fahrzeugbatterie bei Bedarf während der Fahrt auf. Das verlängert die Reichweite und räumt damit die Bedenken vieler Kunden im Hinblick auf die begrenzte Reichweite von Elektrofahrzeugen aus. Bei seinem Range-Extender bleibt sich Mazda treu.

Wir warten auf das Wankel-Comeback!

Denn der Range-Extender von Mazda wird ein Wankel-Motor sein. Dieses Konzept stellte Audi vor ein paar Jahren in einem Elektro-A1 vor. Doch beim deutschen Autobauer kam diese Idee bisher nicht über das Stadium einer Studie hinaus. Dabei ist der Einsatz eines Kreiskolben-Motors als Reichweiten-Verlängerer gar keine schlechte Idee.

Für den Wankel-Motor spricht seine kompakte Bauform. Selbst mit einem direkt gekoppelten Stromerzeuger nimmt ein Wankel-Range-Extender nicht viel Platz im Fahrzeug weg. Zudem verfügen Kreiskolben-Motoren konzeptionell über einen sehr ruhigen Lauf. Auch das passt gut zum Elektroauto. Zumal der Wankel als Antrieb eines Generator praktisch immer mit seinem optimalen Betriebszustand laufen kann. Das erhört die Effizienz des Systems.

Mazda begann bereits in den 1960er-Jahren mit dem Bau von Wankel-Motoren. Niemand baute bisher mehr Wankel als der japanische Autobauer. Insofern überrascht nicht, wenn ausgerechnet Mazda dem Kreiskolbenmotor als Range-Extender zu einem Comeback verhilft. Im Moment ist das allerdings noch Zukunftsmusik.

Denn zunächst stellt Mazda ein batterie-elektrisches Fahrzeug vor. Der Mazda-EV kommt im nächsten Jahr weltweit auf den Markt. Direkt nach der Premiere am 23. Oktober öffnet Mazda die Orderbücher.

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