Mit dem Mini7 Racing Club hatte Youngtimer-Organisatorin Karin Kölzer für das Zolder Race Festival 2013 eine außergewöhnliche Rennserie verpflichtet. Seit 1966 gehören die Minis der Mini7-Serie auf den britischen Inseln zum Motorsport-Establishment. Wer die beiden spannenden Rennen der Mini7-Serie in Zolder erlebt hat, der hat inzwischen mehr als nur eine Ahnung warum. Die Minis der Mini7 bieten einfach klasse Rennsport.

Zweimal zwölf Runden lang wurde in den beiden Fahrzeugklassen des Mini7 Racing Clubs hart aber letztlich fair um den Sieg und die Plätze gekämpft. Besonders im ersten Lauf am Samstag wechselten sich zeitweise vier Piloten an der Spitze ab. In jeder Runde kamen die Protagonisten in einer neuen Reihenfolge an der Sprecherkabine vorbei, wo ich, die Strecke mit einem kleinen Fernseher einsehend, Mühe hatte, alle Wechsel der wilden Bande an der Spitze und auf den Positionen zu kommentieren.

Zwei Trainings in einem und ein Start in zwei Gruppen

Im Zeittraining am Samstagmorgen haben Teilnehmer nämlich in einem Training gleich zwei Startaufstellungen herausgefahren. Die beste Zeit eines Teilnehmers wird für die Startaufstellung des ersten Laufs gewertet. Die zweitbeste Zeit eines Teilnehmers wird dann für die Startaufstellung des zweiten Laufs herangezogen. Eine herrlich pragmatische Lösung, wie ich finde.

Startnummer 17 – Mini7, Zolder 2013
Im Mini7 Racing Club fahren echte Rennwagen, die mit ihren Serienbrüdern nur noch wenig gemeinsam haben.

In die beiden Rennläufe schickt der Mini7 Racing Club seine Fahrzeugklassen mit rund 30 Sekunden Verzögerung. Zunächst gehen die Fahrzeuge der Spitzenklasse Mini Miglia mit einem stehenden Start ins Rennen. Sobald diese sicher das Rennen aufgenommen haben, starten die Rennwagen der Standardklasse Mini7 – selbstverständlich auch mit dem Grand Prix Start.

Sowohl im Trainingsmodus als auch beim Startmodus merkt man die lange Erfahrung der Briten. Seit seiner Gründung steht derMini7 Racing Club für – vergleichsweise – günstigen Motorsport. Denn während im großen Motorsport Mitte der 1960er-Jahre bereits mit dem teuren Mini Cooper gerannt wurde, setzte der Mini7 Racing Club zunächst nur auf das 850 ccm große Basismodell. Offensichtlich mit Erfolg, den mit inzwischen 47 Jahren Laufzeit organisiert der Mini7 Racing Club heute den ältesten durchgängig bestehenden Markenpokal Europas.

Mini Miglia – „1.000er“ mit 1.293 ccm

Ab 1970 bot der Club eine zusätzliche Fahrzeugklasse an, in der zunächst 1.000 ccm große Motoren eingesetzt werden durften. Der Name „Mini Miglia“ war geboren und wurde auch beibehalten, als der Club das Hubraumlimit dieser Klasse auf 1.293 ccm anhob und ein Mindestgewicht von 660 Kilogramm festlegte.

Startnummer 47 – Mini7, Zolder 2013
Ein typischer Vertreter der Mini Miglia, der Mini von James Coulson

Ausgerüstet mit 10“ großen Slicks, die auf 7“ breiten Felgen aufgezogen werden, erreichten die Spitzenfahrzeuge in Zolder im Training locker Zeiten von 1:53 Minuten. Im Rennen lagen die Zeiten etwas darüber.

Mini7 – Die Basisklasse seit 1966

Nach Einführung der „Mini Miglia“ rannten die Mini7-Rennwagen zunächst weiter mit 850 ccm großen Motoren. Seit 1991 dürfen in der Mini7 inzwischen A-Serie-Motoren mit 998 ccm Hubraum eingesetzt werden.

Startnummer 4 – Mini7, Zolder 2013
Auch die Mini7, hier der Mini von Darren Thomas, sind flott unterwegs.

Die 650 Kilogramm schweren Fahrzeuge rollen auf profilierten 10“-Reifen des Seriensponsors Dunlop. Zur Auswahl stehen der CR65, der auch im historischen Motorsport Deutschlands kein Unbekannter ist, und der CR70, ein Semislick mit einem charakteristischen Sternprofil. In Zolder verloren die Mini7-Fahrzeuge rund 12 Sekunden pro Runde auf die Spitzenfahrzeuge der Mini Miglia.

Weitere Fotos vom Mini7 Racing Club hat Christian, der auch die Fotos zu diesem Artikel beisteuerte, in der Kategorie Motorsport-Fotos veröffentlicht.

1 Kommentar

  1. Die waren wirklich richtig stark, das hat ziemlich Spaß gemacht denen zuzusehen.

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