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Tom Schwede, bewegt alles, was vier Räder hat Hallo, ich bin Tom — zusammen mit der Auto Blogger Crew mit viel Benzin im Blut blogge ich hier im Auto-Blog für Auto-Natives über Autos. Seit 2007 gibt es in diesem Blog regelmäßig Reportagen, Tests und Meinungen rund ums Auto. Dazu zählen auch Beiträge über Oldtimer oder Youngtimer sowie über Motorsport.

 


Navigationssysteme sind praktisch. Auf einer Urlaubstour haben Karla und ich vor einigen Tagen die Navigation mit dem Nexus 7 ausprobiert. Mit einem überraschenden Ergebnis, denn mehr Navigation braucht kein Mensch.

Was erwarten Autofahrer von einem Navigationssystem?

Es soll zuverlässig den Weg von A nach B weisen. Dabei soll es, das ist der Stand der Technik, die aktuelle Verkehrssituation berücksichtigen. Denn das Umfahren eines Staus kann erheblich Zeit und natürlich jede Menge Nerven sparen. Dazu muss das System den Weg mit klaren Ansagen glänzen.

Wer sich mit Navigationssystemen beschäftigt, landet schnell bei der Frage: Festeinbau oder portabel? Für die Festeinbauten spricht die meist sehr gute Integration in das Fahrzeug. Gegen einen Festeinbau kann sprechen, dass besonders die Systeme der Fahrzeughersteller oft schon nach relativ kurzer Zeit vom Stand der Technik überholt zu werden. Die Entwicklungsgeschwindigkeit der Computer-Industrie überfordert hier die Autohersteller manchmal.

Mit dem Smartphone-Boom haben sich auch Apples iPhone und Googles Android-Systeme ihren Anteil am Markt gesichert haben. Auf der Rückfahrt vom Windhundfestival in Donaueschingen haben Karla und ich deshalb einfach mal Google Maps auf unserem Nexus 7 ausprobiert. Dabei hat sich der Tablet-Computer mehr als beachtlich geschlagen. Wobei man wissen muss, dass die Smartphone-Navigation eine Datenverbindung erfordert, um wirklich gut zu funktionieren.

Volle Punktzahl für den Wegvorschlag!

Die aktuelle App von Google Maps glänzt auf den Nexus 7 schon bei der Streckenplanung mit umfangreichen Verkehrsinformationen. Sie werden nicht nur angezeigt, sondern auch in den Routenvorschlag einbezogen. Während der Planung kann der Nutzer überall in Strecke im Detail betrachten und prüfen, wo gerade wie viel Verkehr ist.

Bei der Planung zeigt Google-Maps an, wo auf dem Weg Probleme lauern.
Bei der Planung zeigt Google-Maps an, wo auf dem Weg Probleme lauern.

Als wir am Mittag die Strecke vom Windhund-Festval in Donaueschingen zurück nach Gelsenkirchen planen, führt dies dazu, dass Google Maps eine Route über die Autobahnen 81, 3 und 45 vorschlägt. Das ist – im Vergleich zu unserem Standardweg über Stuttgart, Karlsruhe, Frankfurt und Dortmund – ein Umweg von fast 50 Kilometern. Denn während wir auf der „üblichen“ Strecke 555 Kilometer zurücklegen, ist die Alternativroute 602 Kilometer lang.

Doch Google Maps rechnet für diese Strecke mit einer Fahrtzeit von 5 Stunden und 24 Minuten. Für den Standardweg veranschlagt Google zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr als sechs Stunden. Das deutet auf sehr viel Stau hin. Denn als ich mich einige Tage zuvor für den Weg interessiert habe, ging Google noch von einer Fahrzeit von etwas über fünf Stunden aus.

Wir wissen, dass wir an einem stärksten Reisetage des Jahres unterwegs sind. In sieben Bundesländern enden die Ferien. Entsprechend überlastet sind bereits zur Mittagszeit die typischen Ferienstrecken. Die Verkehrslage am Autobahndreieck Karlsruhe und rund um Frankfurt stellt Google als rot – also mit der höchsten Warnstufe – dar.

Wir haben definitiv keine Lust auf Stau

Daher wählen wir die Strecke durch den Odenwald und den Spessart. Der Verkehrspunkt, den wir während der Fahrt hören, bestätigt unsere Wahl später immer wieder. Von allen Autobahnen, die wir vermeiden, gibt es Stauwarnungen. Teilweise werden mehr als 10 Kilometer angegeben. Gleichzeitig sind wir auf der Autobahn 81 zwischen Stuttgart und Würzburg zeitweilig fast völlig alleine unterwegs.

Nur auf der Autobahn 3 in Höhe von Wertheim und Marktheidenfeld erleben auch wir etwas zäh fließenden Verkehr. Die Autobahn reduziert sich an dieser Stelle von drei auf zwei Fahrspuren. Und das mit dem Reißverschlusssystem ist – wie die Rettungsgasse – offensichtlich nicht jedermanns Thema.

Auf der Strecke glänzen Nexus 7 und Google Maps mit vollständigen Ansagen

Stehen vier Namen auf einem Schild, werden diese auch vorgelesen. Besonders beim Wechsel der Autobahnen weiß das System zudem zuverlässig, welche Spur die passende ist. Als östlich von Hanau die Autobahn 45 und 66 einige Kilometer zusammengeführt werden, behält Google Maps den Überblick. Frühzeitig weist uns das Nexus 7 darauf hin, dass die A45 über die beiden linken Spuren weggeführt wird.

Ebenfalls zu gefallen weiß die dynamische Streckenführung. In Bochum, kurz vor dem Ziel, entscheiden wir uns für die Stadtautobahn. Google Maps schlägt an dieser Stelle eigentlich eine Umfahrung Bochums über die Autobahn 43 vor. Doch jetzt am Sonntagabend ist das unserer Erfahrung nach nicht notwendig. Der Weg vorbei am Opel-Werk und über den Bochumer Ring spart jetzt Zeit.

Auch als wir am unvollendeten Autobahnkreuz Bochum-Witten nicht auf die Autobahn 43 wechseln, erkennt Google Maps das sehr schnell. Ohne merkliche Verzögerung hat Google Maps die Route aktualisiert. Dabei ist es sehr angenehm, dass die Navigationssoftware uns jetzt nicht mit aller Gewalt auf die Autobahn 43 führen will. Andere Navigationssystemen schlagen an dieser Stelle zum Teil abenteuerliche Wege vor, um zur geplanten Route zurückzuführen.

Fazit zur Navigation mit dem Nexus 7 und Google Maps

Alles im allem hat das Google Nexus 7 im Zusammenspiel mit Google Maps unseren Praxistest mit Auszeichnung bestanden. Ich habe mir gerade schon eine Autohalterung bestellt, damit ich das Nexus nicht die ganze Zeit festhalten muss.

Hintergrundinfos zu diesem Test:
Eingesetzt haben wir das Nexus 7 mit Android 4.2.2. Als Navigationssoftware kam die Google Maps App in der Version 7.0.2 zum Einsatz. Das Nexus 7 gibt es im Handel oder beispielsweise bei Amazon. Die Google Maps App ist kostenlos bei Google Play verfügbar.


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Schon bei der Vorbereitung glänzt Google Maps auf dem Nexus 7 mit unterschiedlichen Routenvorschlägen.

Schon bei der Vorbereitung glänzt Google Maps auf dem Nexus 7 mit unterschiedlichen Routenvorschlägen.

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Author

Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

5 Comments

  1. Danke für den tollen Test. Das sagt mehr aus als die typischen flachen Tests der großen Zeitschriften!

  2. Hi Tom,
    ich habe in meinem Nexus 7 bei Maps ein paar Routen angelegt. Die brauche ich nicht mehr und möchte sie deshalb loswerden. Wie mache ich das. Für einen Tip wäre ich dankbar!
    Ich sag mal Danke!

    Willi Dullin

    • So aus dem Kopf meine ich, dass das „nur“ am Rechner geht. Bei Google einloggen, Maps aufrufen und auf „Meine Orte“ gehen. Dort kannst Du die Routen m.E. löschen.

  3. Hallo Tom,

    ich bin am verzweifeln. Ich habe das jüngste Google Maps auf meinem Nexus 7 laufen und alles ist soweit wunderbar. ABER: Wie zum Teufel kann ich die Navigation („An der nächsten Ampel bitte links abbiegen..“) starten???!

    Ich habe die Routen, inkl. der Alternativen angezeigt, die Karte zeigt die jeweilige Streckenführung, aber niemand spricht mit mir. =((

    Wie gesagt zum Verzeifeln..

    BITTE SAG MIR WIE MAN DAS HINBEKOMMT!! (-;

    Tausend Dank,
    Gerti

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