Mit dem Tesla Roadster und dem Toyota Prius können zwei Niedrigenergiefahrzeuge bereits seit einiger Zeit käuflich erworben werden. Doch auch andere Hersteller stehen jetzt in den Startlöchern, um endlich Niedrigenergiefahrzeuge anzubieten. Die Nahverkehrshelden stellen zwei interessante Konzepte vor – wovon eins sogar aus dem Ruhrgebiet kommt.

Bereits vor gut sechs Jahren stellte Volkswagen mit dem „Ein-Liter-Auto“ die Studie eines interessanten Niedrigenergiefahrzeugs vor. Im April 2002 fuhr der damalige VW-Chef Ferdinand Piëch mit dieser Studie werbewirksamen von Wolfsburg zur VW-Hauptversammlung in Hamburg. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 72 km/h wurde dabei ein Durchschnittsverbrauch von 0,89 Liter Diesel auf 100 km verzeichnet. Doch 2005 wurde die Entwicklung offiziell eingestellt, da die zu diesem Zeitpunkt erwarteten Produktionskosten mit 35.000 Euro pro Wagen viel zu hoch gewesen seien.

Inzwischen hat man in Wolfsburg die Pläne wohl wieder aufgenommen. Denn bereits im Oktober des vergangenen Jahres hat der heutige VW-Vorstandschef Winterkorn erklärt, dass VW das 1-Liter-Auto in Serie bauen wird. Die Herstellungskosten des Sparmobils, das 2010 auf den Markt kommen soll, beziffert VW dank des Einsatzes von Kohlefaser-Werkstoffen auf ca. 5.000 Euro.

Entwicklung aus dem Ruhrgebiet: Der Loremo

Doch das „Ein-Liter-Auto“ von VW ist nicht das einzige Sparkonzept, das in Deutschland entwickelt wird. Am Rande des Ruhrgebiets entsteht der Loremo – das Low Resistance Mobile. Dank konsequentem Leichtbau streben die Entwickler ebenfalls einen Verbrauch von nur 2l Diesel auf 100km an. So soll der Viersitzer aus Marl weniger als 600 kg wiegen und trotzdem die Sicherheit sowie den Komfort vergleichbarer PKW bieten. Ebenfalls zum Sparen trägt die Formgebung des Fahrzeugs bei, die einen extrem geringen Luftwiderstand und einen Cw-Wert von 0,20 ermöglicht.

Vor einigen Tagen berichtete das Auto-Blog davon, dass der Loremo auf dem Weg zum für 2010 geplanten Serienstart ein Facelift bekommen habe. Obwohl mir persönlich das Facelift nicht gefällt entsteht mit dem Loremo ein interessantes Konzept. Denn bei einer täglichen Pendlerstrecke von 80 Kilometern und 220 Arbeitstagen lassen sich mit dem Loremo (und einem aktuellen Verbrauch von ca. 6,5 Litern pro 100 Kilometern) bei den aktuellen Kraftstoffkosten fast 1.200 Euro Kraftstoffkosten pro Jahr sparen – ohne den Verzicht auf vier Sitzplätze.

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