Der Nissan Juke war vor inzwischen fast zehn Jahren eine Überraschung. Denn als der Autobauer aus Japan seinen SUV im Kleinwagenformat 2009 vorstellte, gab es diese Fahrzeugklasse nicht. Inzwischen gehört ein kleiner SUV bei vielen Anbietern zum guten Ton. Kurz vor der IAA präsentierte Nissan jetzt die zweite Generation des Nissan Juke.

Bei seinem Debüt brach der Nissan Juke brach mit vielen Konventionen. Die mutige Formgebung der Karosserie polarisierte – „Love it or hate it“. Doch das damals viel belächelte Konzept ging auf. Nissan verkaufte weltweit mehr als eine Million Exemplare des Juke. In Deutschland lief der kleine SUV nicht ganz so gut. Denn über 10.000 Neuzulassungen pro Jahr kam der Juke nur 2010, dem ersten Jahr, hinaus.

Die zweite Generation des Nissan Juke ist größer, leichter und hat nur noch drei Zylinder!

Insgesamt brachte der japanische Autobauer in Deutschland nur rund 74.000 Juke auf die Straße. Im letzten Jahr zählten die Statistiker des Kraftfahrt-Bundesamts als 5.000 Neuzulassungen. Offensichtlich verloren die Kunden das Interesse am inzwischen zehn Jahre alten SUV. Deshalb stellte Nissan gestern zeitgleich in London, Paris, Mailand, Barcelona und Köln die zweite Generation des Nissan Juke vor.

Seitenansicht der zweiten Generation des Nissan Juke
Seitenansicht der zweiten Generation des Nissan Juke (Foto: Nissan)

Wie viele Autos legte auch der Juke beim Generationswechsel zu. Denn die zweite Generation des Nissan Juke bietet mehr Platz und Komfort für den Fahrer und die Passagiere. Möglich macht dies die gewachsene Karosserie. Der neue Juke legte mit einer Länge von 4,21 Metern im Vergleich zum Vorgänger um gut fünf Zentimeter zu. In der Breite (jetzt 1,80 Meter) beträgt der Zuwachs drei Zentimeter. Bei der Höhe legte der Juke um 3,5 Zentimeter auf jetzt 1,60 Meter zu.

Endlich mehr Platz auf der Rückbank!

Das Mehr kommt dabei vor allem den Passagieren auf der Rückbank zugute. Denn im Fond genießen die Insassen nun 5,8 Zentimeter mehr Kniefreiheit und 1,1 Zentimeter mehr Kopffreiheit. Mit einem Ladevolumen von nun 422 Litern legte gleichzeitig der Kofferraum um satte 20 Prozent zu. Wobei der Neue trotz des Zuwachses der Größe rund 23 Kilogramm leichter als sein Vorgänger ist.

Wie der Vorgänger setzt dabei auch die zweite Generation des Nissan Juke auf ein im Vergleich zu vielen Wettbewerbern auffälliges Karosseriedesign. Daneben renovierte Nissan das Navigations- und Entertainment-Angebot seines kleinen SUV. Das Navigationssystem bezieht nun Verkehrsdaten aus dem Internet in die Planung der Wege mit ein. Smartphones lassen sich sowohl über Android Auto als auch Apple CarPlay mit dem Juke verbinden. Auch Wunsch gibt es auch ein Bose-Soundsystem.

Innenraum der zweiten Generation des Nissan Juke – hier in einer besonders peppigen Variante
Innenraum der zweiten Generation des Nissan Juke – hier in einer besonders peppigen Variante (Foto: Nissan)

Außerdem gibt es erstmals ein Assistenzsystem, das auf Autobahnen zeitweise teilautomatisiertes Fahrerlebnis ermöglicht. Unter der Motorhaube arbeitet jetzt ein Benziner mit drei Zylindern. Dank eines Turbos entwickelt der neue Motor aus einem Liter Hubraum 117 PS. Beim Getriebe gibt es die Wahl zwischen einem manuellen Sechsgang- oder einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT). Einen Diesel bietet Nissan nicht an.

Wird es einen Nissan Juke Nismo RS der zweiten Generation geben?

Vermutlich nicht! Die Verantwortlichen bei Nissan halten sich bei dieser Frage nach einem Juke Nismo RS auffällig zurück. Stattdessen betonen sie, die Möglichkeit einen Plug-in-Hybrid anzubieten. Der neue Nissan läuft wie bisher im britischen Sunderland vom Band. Er basiert auf der neu entwickelten Plattform CMF-B der „Renault–Nissan Common Module Family“. Sie war schon die Grundlage für die neuen Renault-Modelle Clio V und Captur II.

Der französischen Partner kündigte für seine Fahrzeuge auf dieser Basis eine 9,8-kWh-Batterie an. Das soll für bis zu 45 Kilometer im E-Modus reichen. Gut vorstellbar, dass Nissan beim neuen Juke in Kürze ein ähnliches Angebot präsentiert. Offen blieb bisher auch der Einstiegspreis. Beim alten Juke gab es im Abverkauf Aktionspreise deutlich unter 16.000 Euro. Unser Tipp: Die zweite Generation des Nissan Juke, die Ende des Jahres bei den Händlern stehen wird, startet mindestens bei 17.500 Euro starten.

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