Das Fahren mit Youngtimern oder Oldtimer macht eine Menge Spaß. Diese Erkenntnis hat offensichtlich auch die Führungsetagen der großen Autohersteller erreicht. Denn Opel-Chef Karl-Thomas Neumann ging vor wenigen Tagen mit den legendären KAD-Modellen von Opel auf Tour.

Mit den Modellen Kapitän, Admiral und Diplomat (= KAD) war Opel bis 1977 in der Oberklasse vertreten. Sie überzeugten mit luxuriöser Ausstattung und feinen Sechs- und Achtzylindermotoren. Wer heute mit einem der KAD-Modelle unterwegs ist, kann hautnah erleben, wie positiv Passanten auf alte Opel-Modelle reagieren. Max und ich hatten im Mai bei der ADAC Oldtimer-Rallye Hessen-Thüringen die Gelegenheit, mich davon zu überzeugen.

Egal wo wir mit dem roten Rekord Cabrio unterwegs waren, die Zuschauer an der Strecke haben sich über den Opel extrem gefreut. Das hätte ich nie im Leben erwartet, denn seit ich Auto fahre, hat Opel leider etwas Schwierigkeiten emotionale Modelle zu bauen. Doch das Unternehmen hat die Strategie offensichtlich verändert.

Vorstandschef Neumann scheint sich der Historie des Unternehmens bewusst zu sein. „Es ist für mich immer etwas ganz Besonderes und zudem sehr Inspirierendes, die Modelle aus unserer Abteilung Opel Classic zu steuern. Dort stehen Schmuckstücke aus der gesamten Opel-Historie, die uns immer wieder daran erinnern, welche großartige Geschichte die Marke besitzt“, sagte Neumann über seine Sommertour.

Der Kleinwagen Adam überzeugt mit innovativen Ideen. Mit der Studie Monza, die wir bereits kurz vorgestellt haben, wagt sich Opel zumindest gedanklich inzwischen sogar wieder in größere Fahrzeugklassen vor. Ich bin gespannt, wie der Monza tatsächlich aussieht. Denn die bisher von Opel zur Verfügung gestellten Fotos zeigen noch nicht alles. Daher freut es mich, dass unsere Fotobloggerin Karla bereits vor der Öffentlichkeit auf der IAA die Gelegenheit haben wird, den Monza mit ihrer Kamera ganz genau in Augenschein zu nehmen.

Die Sommertour, von der wir hier ein paar Bilder veröffentlichen dürfen, führte den Vorstandschef von Rüsselsheim zum Schloss Westerhaus, dem ehemaligen Sommersitz der Familie Opel. Auf dem Weg ging es durch kleine Fachwerkstädtchen und über romantische Weinbergsträßchen. Abseits der großen Straßen und Brücken querte die Reisegesellschaft den Rhein mit immer etwas verträumt wirkenden Fähren. Eine Reise ganz im Geist der 1960er und 1970er-Jahre, als das Autobahn-Netz noch nicht so dicht wie heute war.


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Infos zum Titelbild dieses Beitrags:
Opel-Vorstandsvorsitzender Karl-Thomas Neumann mit einem Opel Diplomat B V8 Langversion am Schloss Westerhaus

Opel-Vorstandsvorsitzender Karl-Thomas Neumann mit einem Opel Diplomat B V8 Langversion am Schloss Westerhaus. (Foto: Opel)

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Tom wuchs als Kind der späten 60er-Jahre in einem ausgesprochen automobilen Umfeld auf. Das wirkt bis in die Gegenwart nach und ist ein guter Nährboden, um heute über Autos zu schreiben.

2 Comments

  1. Das waren wirklich tolle Autos, mein Onkel hatte so einen Diplomat. Der war Architekt und hat mit dem V8-Sound auf der Baustelle immer extra Eindruck gemacht. Und zur Not passte der Betonmischer sogar in den Kofferraum.

  2. Pingback: Mit dem Opel Diplomat V8 zur Creme 21 » AutoNatives.de

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