Wie kommt man eigentlich schneller zur Arbeit? Mit dem Auto oder mit der Bahn? Ich konnte es vergleichen. Zwei Wochen stand mir ein Škoda Yeti für einen Test zur Verfügung. Das ermöglicht einen Vergleich.

Um zu erklären, warum ich immerhin zwei Wochen einen Škoda Yeti testen konnte, muss ich etwas ausholen. Blogger sind oft vielseitig interessierte Menschen. Denn viele von ihnen betreiben nicht nur ein Blog. Bei den Nahverkehrshelden ist das nicht anders. Neben diesem Pendlerblog schreibe ich auch für 1300ccm, das Auto-Blog für echte Auto Natives.

Als Auto-Natives bezeichne ich Menschen, die sich für Autos interessieren. Und für die das Auto noch einen gewissen Stellenwert hat. Mit den Nahverkehrshelden habe ich eine andere Zielgruppe im Fokus. Hier schreibe ich eher für Menschen, die aktuelle Studien als multimodal bezeichnen. Mit dem Auto-Test des Škoda Yetis kann ich nun beide Blogs verbinden.

14 Tage lang bin ich also nicht wie üblich mit dem Regionalexpress RE3 zur Arbeit gefahren. Stattdessen habe ich das Auto genutzt. So konnte ich vergleichen, ob ich mit dem Auto schneller und zuverlässiger zur Arbeit komme. Für dieses Experiment stand mir ein Škoda Yeti 4×4 2,0 TDI zur Verfügung. Die Fahreindrücke mit dem Škoda Yeti habe ich auf 1300ccm und bei den Testfahrern zusammengefasst.

Ich lege täglich auf dem Weg zur Arbeit 84 Kilometer zurück, 42 Kilometer pro Strecke. Während der zwei Wochen, die ich mit dem Škoda Yeti unterwegs war, habe ich im Durchschnitt 6,7 Liter Diesel für 100 Kilometer verbraucht. Selbst wenn ich nur die Spritkosten vergleiche, ist das Ticket für den ÖPNV also erheblich günstiger.

Denn in der Preisstufe B des VRR zahle ich pro Monat 89,10 Euro. An 20 Arbeitstagen im Monat lege ich mit dem Auto auf dem Weg zur Arbeit 1.680 Kilometer zurück. Bei einem Dieselpreis von 1,35 Euro sind das rund 150 Euro pro Monat, die mich der Sprit kosten würde. Unter Kostengesichtspunkten liegt das Auto also deutlich hinten. Denn zu den Spritkosten kommen in der Realität natürlich noch die Kosten für den Kauf und den Unterhalt des Autos.

Das Auto punktet dafür mit einem erheblichen Zeitgewinn. Um mit der Bahn zur Arbeit zu kommen, benötige ich pro Strecke im Schnitt 63 Minuten. Mit dem Auto schaffe ich die Strecke bei meinem Test im Durchschnitt in 48 Minuten. Pro Tag gewinne ich mit dem Auto also circa 30 Minuten. Im Monat sind das immerhin zehn Stunden.

Hinzukommt, dass ich mit dem Auto flexibler bin. Ob einem diese Flexibilität und der Zeitgewinn den Mehrpreis wert sind, muss jeder selbst beurteilen. Ich könnte mich allerdings ans Autofahren gewöhnen. Aber ich gehöre ja auch zu den Auto-Natives.

2 Comments

  1. Was hast du mit deinem Zeitgewinn angefangen?

    Hast du keine Möglichkeit bereits während der Bahnfahrt zu arbeiten? Wenn ja, dann machst du ja keine 30 Minuten „Gewinn“, sondern eher 2h Arbeitszeit-Verlust.

    • Zu Hause sein ist ein Wert für sich!

      Abgesehen davon ist Arbeit beim Fussweg, in der U-Bahn, beim Umsteigen und im RE3 der Eurobahn selbst in der 1. Klasse nicht wirklich möglich. Fahre ja nicht 63 Minuten am Stück.

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